Schottland ist ein Reiseziel, das auf der Bucket-List vieler Leute steht. Mindestens einmal im Leben muss man doch die fast schon herzzerreißend schönen schottischen Highlands gesehen haben, oder? Dazu kommen die vielen Schlösser, urigen Städtchen, weitläufigen Seen und ab und zu ein Schluck des lokalen Whiskys. Viele Leute wählen Edinburgh als Ausgangspunkt für einen Roadtrip mit einem Mietwagen, nicht zuletzt, weil sich dort der größte Flughafen Schottlands befindet. Aber wusstest du, dass auch der Flughafen Glasgow super Anbindungen hat? Und Glasgow ist sowieso ein praktischerer Ausgangspunkt, wenn du vor allem die raue Westküste Schottlands entdecken willst.
Edinburgh gilt zwar als Stadt der Kunst und Kultur, aber unterschätze Glasgow nicht. Die Stadt hat den grauen Schleier, der bis in die 90er Jahre des letzten Jahrhunderts über ihr lag, erfolgreich abgeschüttelt. Glasgow ist heute eine wunderschön sanierte Stadt, in der du herrliche Architektur und tolle Museen findest und in der es immer Live-Musik zu hören gibt – egal in welchem Genre. Es ist eine lebendige Stadt, die es verdient, mehrere Tage lang erkundet zu werden. Und um den lokalen Humor kennenzulernen, der am deutlichsten bei der Statue des Herzogs von Wellington vor der Gallery of Modern Art zum Ausdruck kommt. Seit Jahrzehnten setzen anonyme Einwohner ihm einen Verkehrskegel auf den Kopf, und als die Stadtverwaltung den Sockel erhöhen wollte, um dem entgegenzuwirken, war der Protest so laut, dass man davon Abstand nahm. Mittlerweile ist der Herzog mit Kegel auf dem Werbe-Material der Stadt zu sehen!
Das Riverside Museum ist zwar ein bisschen unordentlich, verfügt aber dafür über eine riesige Sammlung antiker Verkehrsmittel: Fahrräder, Mopeds, Motorräder, Oldtimer, Züge, Straßenbahnen und sogar eine Dampflok. Die Kelvingrove Art Gallery & Museum hat nicht nur eine schöne Sammlung, sondern befindet sich auch in einem wunderschönen Gebäude – sowohl von außen als auch von innen. Viele ehemals graue Wände in Glasgow wurden mit Wandmalereien verschönert, und es gibt sogar einen richtigen Mural Trail.
Kann eine stark befahrene Straße auch richtig schön sein? Und ob! Das Paradebeispiel in Schottland ist die A82. Sie ist die einzige Verbindung zwischen Glasgow und Fort William (und daher stark befahren), führt aber durch unglaublich schöne Landschaften. Das fängt schon etwas nördlich von Glasgow an, wo die Straße am Loch Lomond entlangführt. Der Nationalpark, der ihn umgibt, umfasst viel mehr als nur diesen langgestreckten See: nicht weniger als 21 Berggipfel, 22 Seen oder kleine Seen und sage und schreibe 50 Flüsse oder Bäche.
Um diese Gegend wirklich genießen zu können, solltest du eigentlich mit deinem Mietwagen zur Ostseite des Sees fahren. Dort kannst du einem Wanderweg zum Berg Ben Lomond (974 m) folgen. Aber auch wenn du auf der Westseite bleibst, kannst du wunderschöne Ausblicke genießen. Zum Beispiel, indem du vom gemütlichen Städtchen Luss zum Beinn Dubh (657 m) wanderst. Wenn du mit Kindern unterwegs bist, solltest du in Luss unbedingt dem Faerie Trail folgen. Auch deine Fantasie wird beflügelt, wenn du an den Feenhäuschen und der Erziehungsanstalt für ungezogene Trolle vorbeigehst. Das ganze Jahr über kannst du Bootsfahrten auf dem See unternehmen und im Sommer selbst Kajak, Kanu oder Stand-up-Paddle fahren. Es gibt eine riesige Vielfalt an Wildtieren zu entdecken, darunter rote Eichhörnchen, Steinadler, Fischadler und Otter.
Schottland ist voller schöner Aussichtspunkte, und man kann zwar nicht alle besuchen, aber du wirst sicher auch der Meinung sein, dass man einen Aussichtspunkt mit dem Namen „Rest & Be Thankful“ nicht auslassen darf. Dazu biegst du in Tarbet von der Hauptroute ab und fährst über die A83 nach Westen. Diese Straße verläuft kurz nach der Honeymoon Bridge über den Fluss Croe fast parallel zur etwas tiefer gelegenen alten Militärstraße. Diese Straße führt von Glen Croe steil bergauf, und die Soldaten, die sie angelegt haben, waren froh, als sie endlich den höchsten Punkt erreicht hatten. Es ist immer noch ein idealer Ort für einen Zwischenstopp, und du hast von dort einen schönen Blick über das Tal und die alte Militärstraße.
Achtung: Die A83 ist oft von Erdrutschen betroffen, und in diesem Fall wird die Straße natürlich gesperrt. Das passiert auch, wenn die Gefahr von Erdrutschen groß ist. Schau auf Traffic Scotland nach, wie die aktuelle Lage ist. Das ist auch eine sehr praktische Website für Infos zu anderen Straßen in Schottland.
Je weiter du auf der A82 nach Norden fährst, desto bergiger wird die Landschaft. Kurz hinter dem Weiler Inverarnan siehst du von der A82 aus eine Abzweigung zu den Falls of Falloch. Vom Parkplatz aus sind es fünf Minuten zu Fuß zum Wasserfall, der zwar nicht besonders hoch ist, aber in einer malerischen Umgebung liegt. Es gibt einen Aussichtspunkt, der über das Wasser ragt und „Woven Sound“ genannt wird, weil das Rauschen des tosenden Wassers durch das Dach aus ineinander verflochtenen Stahlstangen zu dir dringt. Am Ende hast du übrigens einen freien Blick auf den Wasserfall.
In den Sommermonaten kann der Parkplatz schnell voll werden. In diesem Fall kannst du mit dem Mietwagen umdrehen und nach einem Weg Ausschau halten, der etwa einen Kilometer zurückführt. Dieser Weg ist mit einem Tor abgesperrt, aber du darfst einfach hindurchgehen, solange du das Tor wieder schließt. Du gelangst dann auf den West Highland Way, einen Fernwanderweg, der hier entlang der Stromschnellen des kleinen Flusses Falloch verläuft, bevor du den Wasserfall erreichst.
Vom Ort Crianlarich sind es achtzehn Kilometer Fahrt bis nach Bridge of Orchy, benannt nach einer alten kleinen Brücke über den Fluss Orchy. Das ist ein perfekter Ort für ein Mittagessen, denn am Wasser bei der Brücke stehen Picknickbänke. Dieser Ort ist schon seit dem 18. Jahrhundert ein Rastplatz, damals für Soldaten, da die Brücke Teil einer Militärstraße war. Von diesem Parkplatz aus starten Rafting-Abenteuer, denn im Winter oder nach starken Regenfällen ist der Orchy ein reißender Fluss. Rafting hier ist nur für Fortgeschrittene geeignet.
Auf dem Parkplatz darfst du mit einem Wohnmobil übernachten, aber es führt auch eine ganz schmale Straße zu einem Hotel am Loch Tulla. Leider kannst du entlang dieser Straße nirgendwo parken und auch nicht beim Hotel (da die Plätze den Gästen vorbehalten sind), aber am Ende kannst du deinen Mietwagen auf einem Gelände kurz vor der Victoria Bridge abstellen.
Übrigens gibt es auch an der A82 einen schönen Aussichtspunkt über Loch Tulla und die umliegenden Berge, gut sieben Kilometer hinter Bridge of Orchy. Weiter geht es mit einem herrlichen Aussichtspunkt nach dem anderen: zuerst zwei über Lochan na h-Achlaise, dann der Blick über Loch Ba und anschließend über die sumpfige Heide von Rannoch Moor. Ein Stück weiter gibt es eine Abzweigung zum Glencoe Mountain Resort. Im Winter kannst du dort Ski fahren und snowboarden, im Sommer Mountainbike fahren. Ein Sessellift bringt dich fast siebenhundert Meter höher auf ein Bergplateau. Gleich bei der Ankunft hast du schon einen schönen Blick auf den Gipfel des Creag Dhubb und nach einem Spaziergang von gut einem Kilometer blickst du über das Glen Etive.
Die Strecke Richtung Glencoe führt durch eine immer spektakulärere Landschaft. Es ist, als würdest du mit jedem Kilometer eine Seite in einem wunderschönen Fotobuch mit atemberaubender Naturschönheit umblättern. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, dein Auto zu parken, um einen Blick auf Wasserfälle zu werfen oder am Anfang eines Wanderwegs zu starten. Kurz nachdem du den kleinen Fluss Etive überquert hast, kannst du links abbiegen und eine malerische Fahrt durch das Tal dieses Flusses genießen. Wenn du den James-Bond-Film „Skyfall“ gesehen hast, wirst du diese Gegend wiedererkennen.
Weiter entlang der A82 gibt es einen Parkplatz mit Blick auf die „Three Sisters“, drei hohe Gipfel im Bidean-nam-Bian-Massiv, zu dem noch mehrere andere Gipfel gehören. Tu dir selbst einen Gefallen und steig vom (manchmal überfüllten) Parkplatz hinunter zum Fluss, wo es viel ruhiger ist und du die Natur in aller Stille genießen kannst. Hier kannst du wunderschöne Wanderungen unternehmen, aber informiere dich zuerst über die Möglichkeiten im National Trust Visitor Centre in Glencoe über die Möglichkeiten informieren. Von diesem Besucherzentrum aus starten kurze Wanderungen, aber du kannst dich dort auch über andere Routen durch die Berge informieren, zum Beispiel durch das Hidden Valley. Es gibt ein großes Modell, auf dem du sehen kannst, welche Routen wohin führen. Außerdem kannst du dort ein nachgebautes Haus besichtigen, in dem früher Torfstecher lebten.
Der Berg Pap of Glencoe mit seinem steilen und markanten kegelförmigen Gipfel ist ein ziemlich anspruchsvoller Aufstieg. Der Berg ist nicht besonders hoch (742 m), aber der Aufstieg führt über einen unebenen Weg und ist an manchen Stellen sumpfig. Der letzte Abschnitt ist regelrecht steil, und dort musst du manchmal klettern. Zieh dir gute Bergschuhe an, wenn du zum Gipfel wandern willst, wo du mit einer sensationellen Aussicht belohnt wirst.
Wenn du über die Ballachulish Bridge nach Norden fährst, siehst du rechts Loch Leven, einen Seitenarm von Loch Linnhe, der auf der linken Seite liegt und mit dem offenen Meer verbunden ist. Hast du es nicht eilig? Dann folge der alternativen Route entlang des Südufers von Loch Leven nach Kinlochmore und anschließend über das Nordufer zurück. Entlang dieser Strecke gibt es verschiedene Picknickplätze, und in Kinlochmore kannst du eine Wanderung zum Wasserfall „Grey Mares Tail“ unternehmen .
Kurz nach der Brücke verläuft die A82 direkt am Loch Linnhe entlang in Richtung Fort William. War die A82 bisher schon eine wunderschöne Straße, wird die Aussicht hier, wenn möglich, noch schöner. Vor allem, wenn du am frühen Morgen an diesem See entlangfährst und die aufgehende Sonne die Berge auf der anderen Seite wunderschön beleuchtet.
Fort William liegt im Schatten des höchsten Berges Großbritanniens, des mächtigen Ben Nevis (1344 m). Du kannst den Berg besteigen, aber nimm das nicht auf die leichte Schulter. Die meistgenutzte Route beginnt am Besucherzentrum in Glen Nevis: Bei schönem Wetter ist das schon eine anspruchsvolle Wanderung, im Winter werden deine Kletterfähigkeiten noch stärker auf die Probe gestellt. Einfacher ist es, Wasserfälle und Stromschnellen zu bewundern, wenn du mit dem Mietwagen weiter nach Süden fährst: Lower Falls, Paddy’s Bridge, Water of Nevis Point und Steall Waterfall. Du kannst den höchsten Berg Schottlands auch aus der Ferne betrachten, vom Nevis Range Resort aus, etwas nordöstlich von Fort William. Im Winter ist das ein Skigebiet, aber du kannst das ganze Jahr über mit der Seilbahn nach oben fahren.
Die Isle of Skye ist eine raue und bergige Insel mit einer spektakulären Landschaft und Felsformationen, wie man sie sonst nirgendwo findet. Ein Besuch in Schottland ist eigentlich nicht komplett, ohne diese bezaubernde Insel zu erkunden. Es gibt unzählige schöne Orte zu entdecken, und wenn du Skye gründlich erkunden willst, solltest du dir dafür mindestens drei Tage Zeit nehmen. Wenn du in den Sommermonaten nach Skye fährst, solltest du darauf achten, dass du deine Unterkunft im Voraus gebucht hast, denn dann ist auf der Insel sehr viel los. Um dem Andrang zu entgehen, solltest du lieber im Frühling oder Herbst hinfahren. Oder im Winter – aber denk daran, dass dann viele Unterkünfte und Restaurants auf Skye geschlossen sind.
Von Fort William aus kannst du auf zwei Arten nach Skye fahren: über die A830 (Road to the Isles) nach Mallaig und dann mit der Fähre nach Armadale. Wenn du das vorhast, musst du bei der Abholung des Mietwagens prüfen, ob der örtliche Vermieter erlaubt, dass du das Auto auf eine Fähre mitnimmst! Das ist eine fantastisch schöne Strecke, unter anderem vorbei am Glenfinnan-Viadukt – dem „Harry-Potter-Viadukt“ –, wo der Dampfzug Jacobite darüberfährt. Auf denselben Dampfzug kannst du weiter vorne stoßen, wo die A830 unter dem Loch-nan-Uamh-Viadukt hindurchführt.
Dank der Skye Bridge ist die Insel auch über die Straße erreichbar. Von Fort William aus fährst du zunächst auf der A82 nach Norden und biegst bei Invergarry auf die A87 in Richtung Westen ab. Diese Straße führt an nicht weniger als vier Lochs vorbei und bietet unterwegs mehrere schöne Aussichtspunkte. Bei Dornie steht auf einer kleinen Insel das Eilean Donan Castle aus dem 13. Jahrhundert, das wunderschön restauriert wurde. Viele Besucher sind von dem, was es drinnen zu sehen gibt, ziemlich enttäuscht, also kannst du es bei einem Foto von außen belassen. Du musst zwar für den Parkplatz bezahlen, aber gleich hinter einer Brücke gibt es einen kostenlosen Parkplatz, und von dieser Brücke aus hast du vielleicht sogar einen noch schöneren Blick auf das Schloss.
Gut 25 Kilometer (16 Meilen) hinter der Brücke kommst du zum Wasserfall Eas a’ Bhradain. Du kannst deinen Mietwagen sowohl vor als auch hinter dem Wasserfall parken, um dann über einen kleinen Pfad am Straßenrand entlang zum Aussichtspunkt zu laufen. Wenn du festes Schuhwerk trägst, kannst du zum Ufer hinuntersteigen, aber schon von der Straße aus sieht der Wasserfall spektakulär aus, besonders im Winter und im frühen Frühling oder nach starken Regenfällen.
Ein Stück weiter überquert die A87 den kleinen Fluss Sligachan, und rechts siehst du eine alte kleine Brücke. Hier kannst du kurz anhalten – nicht nur, um die Brücke zu bewundern, sondern vor allem, weil du von hier aus gut sehen kannst, wie zwei Gebirgsketten zu beiden Seiten des Glen Sligachan die Insel dominieren. Auf der einen Seite die abgerundeten Gipfel des Red Cuillin, auf der anderen Seite der bedrohlichere Black Cuillin, gezackt wie eine Reihe abgebrochener Zähne. Der Black Cuillin ist eine anspruchsvolle Bergkette, zu der unter anderem der „uneinnehmbare Felszinn“ In Pinn gehört, der nur für erfahrene Bergsteiger geeignet ist. Wer es lieber etwas gemächlicher mag, kann in den Hügeln des Red Cuillin wandern. Von Sligachan sind es noch 16 Kilometer (10 Meilen) bis zum wichtigsten Ort auf Skye, Portree.
Wenn du am Wasserfall „Bride’s Veil“ stehst, der direkt an der Straße nördlich von Portree liegt, siehst du schon die Umrisse der bizarren Felsformation „The Storr“. Die steile Felswand auf der einen Seite steht im Kontrast zu dem sanft abfallenden und mit grünem Gras bewachsenen Teil auf der anderen Seite. Diese Felswand ist durch einen gewaltigen Erdrutsch entstanden. Im Bereich vor der steilen Felswand – dem „Sanctuary“ – stehen Felssäulen mit bizarren Formen. Die bekannteste ist der „Old Man of Storr“, so genannt, weil man mit etwas Fantasie die Silhouette eines alten Mannes erkennen kann.
Entlang der A855 gibt es am Anfang des Weges zum „The Storr“ reichlich Parkmöglichkeiten. Der Weg führt zunächst zu einem Aussichtspunkt und dann in einer Schleife um die Felsen herum. Dieser Abschnitt kann sehr rutschig sein, besonders kurz nach Regen.
Acht Kilometer weiter kommst du zu einem Parkplatz, von dem aus du die Lealt Falls bewundern kannst. Auch hier gilt natürlich wieder: Nach kräftigen Regenfällen sind sie am schönsten. Über den oberen Wasserfällen befindet sich eine Aussichtsplattform, aber es sind die tosenden unteren Wasserfälle, die sich wirklich lohnen. Du erreichst sie, indem du an einem zweiten Parkplatz vorbei einem Weg in Richtung Küste folgst (auch eine schöne Aussicht!) und dann im Zickzack hinuntergehst. Sobald du fast auf Meereshöhe bist, biegst du rechts ab und gehst am Fluss Lealt entlang bis zum Fuß der Wasserfälle. Das machen nicht viele Leute, also hast du mit etwas Glück die unteren Wasserfälle ganz für dich allein.
Wenn du wieder am Parkplatz bist, kannst du einem Weg zum Brother’s Point folgen, einer Landzunge an der Küste etwas weiter nördlich. Du kommst dabei an niedlichen Ferienhäuschen vorbei, die vermietet werden. Eine Idee für eine Unterkunft auf Skye? Allerdings brauchst du dafür einen Mietwagen. Du kannst mit dem Auto bis zum Brother’s Point fahren, dort gibt es einen kleinen Parkplatz am Straßenrand. Von dort musst du ein Stück zurücklaufen, um dem Weg zur Küste zu folgen. Bei Ebbe kannst du dort mit etwas Mühe fossile Fußabdrücke von Dinosauriern finden.
Nur drei Kilometer weiter nördlich gibt es eine Abzweigung zu einem (kostenpflichtigen) Parkplatz, von dem aus du den Mealt Fall sehen kannst. Das Wasser fließt aus einem kleinen See und stürzt dann an einer steilen Felswand hinab ins Meer. Wenn du vom Aussichtspunkt aus nach Norden schaust, siehst du eine besondere Küstenlinie, die aus Basaltsäulen besteht. Durch das gestreifte Aussehen der Säulen sieht der Felsen aus wie ein schottischer Kilt, daher der Name „Kilt Rock“.
Skye ist vor allem für die seltsame und magische Landschaft des Quiraing bekannt. Bei „The Storr“ hast du schon einen kleinen Vorgeschmack darauf bekommen, aber hier kannst du sie in viel größerem Maßstab erleben. Genau wie dort wurde sie durch eine dicke Schicht aus Flutbasalt geformt, die sich über das Land ausbreitete und dadurch Erdrutsche auslöste. Das Ergebnis ist eine Ebene, die von steilen Felswänden umgeben ist, in der sich aber auch wieder höhere Plateaus wie „The Table“ befinden. Außerdem siehst du dort bizarre Felsformationen mit Spitznamen wie „The Needle “ und „The Prison“. Es ist eine Landschaft, die man stundenlang betrachten kann. Und natürlich kannst du sie auch durchwandern, unter anderem auf dem Quiraing Circuit Trail.
Die Abzweigung nach Quiraing liegt in einer Kurve der A855. Die Straße wird schnell zu einem sehr schmalen Weg, der hinauf zu einem Parkplatz am Anfang des Wanderwegs führt. Möchtest du lieber auf der A855 bleiben? Dann kannst du etwas weiter nach Norden fahren und deinen Mietwagen kurz vor dem Dorf Flodigarry parken. Von dort führt ein Pfad zum Loch Langaig, von wo aus du einen anderen Blick auf die faszinierende Landschaft des Quiraing hast.
Wie du sicher bemerkt hast, liegen viele Sehenswürdigkeiten auf Skye nicht weit von der A855 entfernt, und das gilt auch für das Museum of Island Life. Es ist ein kleines, aber sehr schönes Freilichtmuseum, in dem du eine Reise in die Vergangenheit unternimmst. Das Museum besteht aus dem reetgedeckten Haus eines Pächters, einer Scheune, einem kleinen Laden, einer Schmiede, einer Weberei und einem sogenannten „Ceilidh House“, in dem sich die Menschen zum Musizieren und Singen trafen. Alles ist so eingerichtet, wie die Menschen auf der Insel vor über hundert Jahren lebten und arbeiteten. Draußen stehen alte landwirtschaftliche Geräte und Karren. Außerdem hast du dort einen schönen Blick aufs Meer, während im Vordergrund Schafe und schottische Hochlandrinder grasen. Das Museum ist von Ostern bis Ende September geöffnet.
Bei dem kleinen Ort Uig führt schon wieder ein ganz schmaler Weg (aber mit Ausweichstellen) nach Osten, in Richtung Fairy Glen (Feen-Tal). Kurz hinter dem Weiler Sheader gibt es einen Parkplatz, auf dem du deinen Mietwagen abstellen kannst. Am Parkautomaten beginnt ein Pfad, der zum schönsten Aussichtspunkt auf dieses Tal führt, über das viele Legenden kursieren und in denen Feen die Hauptrolle spielen. Im Jahr 2013 wurde dort von Unbekannten ein Steinkreis angelegt, der, nachdem er entfernt worden war, immer wieder neu aufgebaut wurde. Die Einheimischen waren davon völlig genervt, und so stehen dort nun Schilder mit der Aufforderung, keine Steine zu verschieben, denn die Feen mögen das nicht!
Das Schloss von Armadale ist wunderschön, aber wenn du nicht mit der Fähre von oder nach Skye fährst, wirst du wahrscheinlich nicht in die Nähe kommen. Dann besuche doch das historische Dunvegan Castle und die wunderschönen Gärten drum herum. Das Schloss wurde auf einer Felsspitze am Ufer des Loch Dunvegan erbaut und ist das älteste durchgehend bewohnte Schloss in Schottland. Nach der Führung durch das Schloss hast du von oben einen tollen Blick auf die Gärten und die Seehundkolonie auf einer kleinen Insel vor der Küste. Um diese Seehunde aus der Nähe zu beobachten, werden Bootsausflüge organisiert.
Wenn du anspruchsvolle, kurvenreiche Straßen magst, solltest du dir den Bealach na Bà -Pass über die Halbinsel Applecross auf dem schottischen Festland nicht entgehen lassen. Die Abzweigung zu diesem Pass liegt drei Kilometer nördlich des Dorfes Kishorn. Gleich am Anfang warnt dich ein großes Schild, dass die Straße nicht für große Fahrzeuge oder Fahranfänger geeignet ist. Schon bald verengt sich die Straße zu einem Single Track (mit Ausweichstellen) und das echte Abenteuer beginnt. Rund um den höchsten Punkt fährst du durch eine scharfe Haarnadelkurve nach der anderen und hast einen fantastischen Blick auf die Klippen, zwischen denen sich in der Ferne das Meer erstreckt. Dieser Pass ist Teil der North Coast 500, einer der schönsten Küstenstraßen der Welt. Wie der Name schon sagt, verläuft diese 500 Meilen (gut 800 Kilometer) lange Route entlang der unglaublich schönen Nordküste Schottlands. Der offizielle Start- und Endpunkt liegt in Inverness, aber du kannst die Route natürlich überall beginnen, zum Beispiel über diesen Gebirgspass. Übrigens kannst du auch näher bei Glasgow einer schönen Route folgen, die durch das Herz Schottlands führt und deshalb „Heart 200“ heißt. Diese Route führt unter anderem an Stirling vorbei, gut vierzig Kilometer nordöstlich von Glasgow.
Wenn du für deine nächste Reise auf der Suche nach einer fast außerirdisch anmutenden, rauen Landschaft bist, musst du nicht weiter suchen als bis in die schottischen Highlands. Wir hoffen, dass wir dir mit den oben genannten Sehenswürdigkeiten in Schottland ein paar Ideen gegeben haben. Such dir daraus aus, was für dich lohnenswert ist, und fang schon mal an, deine Reise zu planen. Vergiss nicht, rechtzeitig einen Mietwagen zu reservieren, denn wenn du bis zur letzten Minute wartest, kann der Preis schnell höher ausfallen. Für einen Urlaub in Schottland ist ein Mietwagen ideal, denn wie du oben gelesen hast, sind die schönsten Orte nur gut erreichbar, wenn du über ein eigenes Fahrzeug verfügst. Und das Fahren auf den herrlichen schottischen Straßen ist an sich schon ein fantastisches Erlebnis. Worauf wartest du noch? Reserviere einen Mietwagen in Schottland für eine unvergessliche Reise!
Welche Versicherung sollte ich wählen und was hat es mit der Kaution auf sich? Lesen Sie unsere Artikel mit nützlichen Informationen und Tipps, um sicherzustellen, dass Sie sich für den richtigen Mietwagen entscheiden.