Wer in San Francisco ein Auto mietet, tut das oft, um eine der schönsten Strecken Kaliforniens zu befahren: den Pacific Coast Highway nach Los Angeles. Aber wusstest du, dass es noch viel mehr Möglichkeiten für fantastische Roadtrips ab San Francisco gibt? Zum Beispiel in die andere Richtung entlang der Küste nach Norden, zum Yosemite-Nationalpark im Osten oder durch das Napa Valley.
Im Folgenden beschreiben wir verschiedene Ausflüge mit dem Mietwagen zu Sehenswürdigkeiten rund um San Francisco. Zunächst sieben kürzere Roadtrips (bis zu fünf Tagen) und anschließend ein langer Roadtrip entlang des Pazifiks bis zur Grenze zu Oregon. Die ersten Stopps auf dieser Reise eignen sich hervorragend für einen kürzeren Roadtrip. Wenn du ein Auto gemietet hast, kannst du die Reise ganz nach deinen Wünschen gestalten. Egal, ob du ein paar Tage oder länger Zeit hast – diese Routen helfen dir auf dem Weg.
Frag einen Einwohner von San Francisco, was man in der Umgebung unbedingt besuchen sollte, und die Chancen stehen gut, dass er sagt: Point Reyes. Es ist ein weitläufiges Küstengebiet, in dem die hohen Wellen des Ozeans gegen felsige Landzungen und ausgedehnte Sandstrände branden. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich: von offenen Wiesen bis hin zu dicht bewaldeten Hügeln. Der Point Reyes Lighthouse ist ein beliebter Aussichtspunkt am Ende einer hohen Landzunge. Auch vom Chimney Rock Trail aus hast du eine schöne Aussicht. Von Dezember bis Mai ziehen Grauwale an Point Reyes vorbei, und du kannst sie dort beobachten. Denk daran, dass es dort stark wehen und ziemlich kalt sein kann. Es gibt sehr viele Wanderwege durch das Naturschutzgebiet, die unterschiedlich lang und anspruchsvoll sind. Der Abbott Lagoon Trail führt von Süßwasser über Brackwasser bis hin zum Ozean. Wenn du einigermaßen fit bist, kannst du in einer Stunde zum 426 Meter hohen Gipfel des Mount Wittenberg wandern. Eine weitere Wanderung führt zu den Alamere Falls, direkt am Meer. Um zu entscheiden, welchen Weg oder welche Wege du wandern möchtest, schau am besten kurz im Besucherzentrum Bear Valley vorbei.
Neben den Wanderwegen kannst du große Teile der Seashore mit deinem Mietwagen durchqueren. Manchmal wird allerdings eine Straße gesperrt, zum Beispiel um die Jungtiere der Seeelefanten zu schützen. Die Zufahrtsstraße zur ehemaligen KPH-Seefunkstation ist oft für Autos gesperrt, aber du musst sie gesehen haben: Es ist der berühmte Cyprus Tree Tunnel. Auch die Funkstation am Ende dieser Straße ist einen Besuch wert. Dort erfährst du mehr über die Geschichte der Kommunikation mit Schiffen, und die Freiwilligen geben Live-Vorführungen im Morsecode.
Östlich von San Francisco liegt der Mount Diablo State Park, rund um den Teufelsberg (1173 m). Die meisten Besucher fahren direkt zum Gipfel, um den spektakulären Panoramablick zu genießen, vor allem nach einem Regenschauer, wenn der Himmel klar ist. Mit deinem Mietwagen kannst du bis ganz nach oben fahren. Um diesen Park wirklich zu genießen, solltest du dir die Wanderwege nicht entgehen lassen. Du wanderst durch dichte Wälder, vorbei an Wasserfällen und außergewöhnlichen Felsformationen. So findest du am Südhang des Berges Sandsteinfelsen, in denen durch Erosion Höhlen und Tunnel entstanden sind. Kleine Kinder finden diese „Rock City“ spannend. Außerdem kannst du dort Wanderfalken beobachten, vor allem im westlichen Teil des Mount Diablo. Der Park ist so groß, dass du problemlos ein ganzes Wochenende lang durch ihn streifen und immer wieder etwas Neues entdecken kannst.
Von San Francisco aus sind es etwa fünfzig Kilometer Fahrt bis zum nördlichen Eingang des Parks. Du fährst dann über die Bay Bridge und über Oakland und Walnut Creek zur North Gate Road.
Jeder hat schon mal vom Napa Valley gehört, denn dort kommen einige der besten kalifornischen Weine her. Stell dir üppige, sanft geschwungene Hügel vor, Weinberge, so weit das Auge reicht, großzügige Weinproben und eine Reihe fantastischer (wenn auch oft teurer) Restaurants. Die Weinregion Sonoma liegt westlich des Napa Valley und ist etwas größer. Ein Besuch in Nordkalifornien ist ohne einen Schluck Wein im Napa Valley oder in Sonoma nicht komplett. Denk aber daran, dass du für Besuche in den Verkostungsräumen meist reservieren musst. Das gilt auch für das Essen in den besseren Restaurants. Übrigens: Auch wenn du kein Weintrinker bist, ist es herrlich, durch diese wunderschöne Gegend zu fahren.
Sonoma Valley
Je nachdem, wo genau du in San Francisco losfährst, bist du mit einem Mietwagen über die Golden Gate Bridge in etwa anderthalb Stunden in Petaluma. Das Zentrum dieser Kleinstadt versprüht alten Charme – man fühlt sich dort in die 50er- oder 60er-Jahre des letzten Jahrhunderts zurückversetzt. Für viele Filmemacher war dies daher die ideale Kulisse. Petaluma war einst die Geflügelhauptstadt Amerikas, aber heutzutage kannst du dort viel mehr tun, als nur einen „Eggs Benedict“ zu essen. Für eine Stadt mit noch nicht einmal 60.000 Einwohnern verfügt sie über eine große Anzahl hervorragender Restaurants. Nördlich der Stadt kannst du das große, zweihundert Jahre alte Hauptgebäude einer Ranch aus der spanischen Zeit besichtigen.
Von Petaluma aus ist es keine halbe Stunde Fahrt bis zur Kleinstadt Sonoma, die ebenfalls schöne historische Gebäude zu bieten hat, darunter eine katholische Missionsstation aus dem frühen 19. Jahrhundert und alte Ladenhäuser an der Spain Street. Außerdem findest du dort einige der ältesten Weinkeller: Buena Vista, Gundlach Bundschu und Sebastiani.
Die größte Attraktion von Glen Ellen, zwölf Kilometer nördlich von Sonoma, ist nicht der Wein, sondern das Haus, in dem der Schriftsteller Jack London lebte und arbeitete. Das Museum bietet einen Einblick in sein Leben und seine Leidenschaften. Das kleine Holzhaus, in dem London seine späteren Werke schrieb, wurde wunderschön restauriert. Du interessierst dich nicht so sehr für diesen Schriftsteller? Dann kannst du auch herrliche Spaziergänge auf dem Gelände der Beauty Ranch unternehmen.
Etwas weiter nördlich liegt das kleine Kenwood, eingebettet zwischen dem Sonoma Creek und dem Sonoma Highway. Direkt an dieser Hauptstraße findest du einige der besten Weingüter, darunter En Garde, wo du ohne Voranmeldung vorbeischauen kannst.
Napa Valley
Die meisten Weinstraßen führen von Kenwood weiter nach Norden zu den Weinstädten am Russian River, aber wir biegen kurz vor Santa Rosa ab in Richtung Calistoga. Du fährst dann durch wunderschöne Wälder mit den sogenannten Redwoods. In prähistorischer Zeit wuchs hier eine andere Art, die jedoch nach einem Vulkanausbruch vor 3,5 Millionen Jahren verschwand. Versteinerte Überreste dieser riesigen Bäume kannst du im Petrified Forest sehen – auch ein toller Ort für ein leckeres Picknick!
In Calistoga dreht sich nicht alles nur um Wein. Vielleicht riechst du es, wenn du die Hauptstraße entlangläufst: den Schwefelgeruch, der aus dem mineralreichen Wasser der vielen Spas aufsteigt. Neben dem Baden im Heilwasser kannst du dich dort einer heilenden Behandlung in einem Schlammbad unterziehen. Im Nordwesten der Stadt befindet sich ein besonderes Weingut, Chateau Montelena, das in einer Art Schloss untergebracht ist. Von der Rückseite aus hast du einen Blick auf einen chinesischen Garten mit Teich und Weinbergen, die bis zum Fuß des Mount St. Helena reichen.
In Calistoga hast du zwei Möglichkeiten, durch das Napa Valley zu fahren. Die meisten Leute nehmen die Hauptstraße CA-29, aber viel ruhiger ist der parallel verlaufende Silverado Trail. Auf dieser schmaleren Straße fährst du näher am Napa River entlang und kannst die wunderschöne Landschaft des Tals besser genießen. Was die kleinen Orte angeht, die du besuchen kannst, spielt es keine Rolle, welche Route du wählst, denn die Straßen liegen höchstens vier Kilometer voneinander entfernt und es gibt viele Verbindungsstraßen.
Etwas verwirrend ist, dass das nächste Städtchen, das 15 Kilometer von Calistoga entfernt liegt, denselben Namen trägt wie der Berg: St. Helena. Kurz vor diesem Städtchen liegt hoch auf einem Hügel am Silverado Trail das Weingut Rombauer. Bei der Weinprobe im wunderschön angelegten Garten hast du einen tollen Blick auf die Mayacamas Mountains. Auch die Rutherford Hill Winery hat eine hochgelegene Terrasse mit Panoramablick.
In der Nähe des Ortes Rutherford kannst du kurz vom Silverado Trail abbiegen und der schönen Sage Canyon Road zum Lake Berryessa folgen. Der Notüberlauf in diesem See ist als „Glory Hole“ bekannt, den du aber nur bei hohem Wasserstand in Aktion sehen kannst. Funktioniert er gerade nicht? Die Autofahrt dorthin ist auch wunderschön!
Überall im Napa Valley werden exzellente Weine mit Gastronomie auf hohem Niveau kombiniert, vor allem aber in der Region Stags Leap District rund um Yountville. Hier findest du das renommierte Restaurant „The French Laundry“, das vom Michelin-Führer drei Sterne erhalten hat. Eine rechtzeitige Reservierung ist unbedingt erforderlich. Und ein gut gefülltes Portemonnaie. Kurz vor Napa ist es viel günstiger, sich im Soda Canyon Store ein Sandwich zu holen, der einst als kleiner Laden an einer Tankstelle am Silverado Trail begann.
In Napa selbst solltest du dir den Oxbow Public Market nicht entgehen lassen: eine überdachte Markthalle mit einem großartigen Angebot an frischen Produkten, darunter verschiedene Käsesorten aus der Region.
Lässt sich das überhaupt vereinbaren, ein Auto zu mieten und Weine zu probieren? Nur, wenn ihr zu mehreren seid und jemanden bestimmen könnt, der auf die Verkostung verzichtet. Da ist es allerdings praktisch, wenn du bei der Buchung einen zweiten Fahrer angibst, damit ihr euch bei dieser Rolle abwechseln könnt. Alternativ kannst du dem „Cheese Trail“ folgen: In den Counties Sonoma und Marin gibt es nicht weniger als zwölf Käsereien, die du besuchen kannst.
Der Spätsommer und der Frühherbst sind die beste Zeit für einen Besuch in Napa und Sonoma. Die Temperaturen sind dann angenehm und die Weinlese ist in vollem Gange. Die herbstliche Laubfärbung sorgt für wunderschöne Motive. Der Nachteil ist, dass die Preise für Übernachtungen dann am höchsten sind. Auch der frühe Frühling bietet ein schönes Schauspiel. Dann färben sich viele Weinberge durch die blühenden Senfpflanzen gelb, orange und goldfarben.
Du weißt sicher, dass Alaska einst von den Vereinigten Staaten von Russland gekauft wurde, aber wusstest du, dass die Russen auch eine Kolonie im Norden Kaliforniens hatten? Deshalb heißt der Fluss, der bei Jenner ins Meer mündet, Russian River. Entlang dieses Flusses gibt es viel zu sehen und zu erleben. So kannst du an verschiedenen Stellen Kanus oder Kajaks mieten, auch für längere Touren flussabwärts.
Von Jenner aus fährst du über Duncan Mills nach Monte Rio, wo du an einem kleinen Strand am Fluss grillen kannst. Hier beginnt auch eine weitere Route: der fünfzehn Kilometer lange und malerische Bohemian Highway. Kurz vor dem Ort Occidental siehst du den Parkplatz für Sonoma Canopy Tours. Dort kannst du über Seilbahnen und Hängebrücken quer durch die Wälder „fliegen“.
Zurück in Monte Rio sind es noch sieben Kilometer bis nach Guerneville, dem Zentrum des Geschehens am und um den Russian River. Es ist ein beliebtes Wochenendziel für die Einwohner von San Francisco, und nicht zuletzt deshalb gibt es in der Hauptstraße eine Vielzahl eklektischer (und manchmal exzentrischer) Kunstgalerien. Gleich nördlich von Guerneville kannst du zwischen jahrhundertealten Bäumen im Armstrong Redwoods State Natural Reservespazieren. Einige der hoch aufragenden Mammutbäume mit ihrer rotbraunen Rinde sind über tausend Jahre alt.
Bisher bist du der State Route 116 gefolgt, aber in Guerneville biegst du auf die River Road ab, die am nördlichen Ufer des Russian River entlangführt. Kurz darauf überquerst du den Fluss über die Forest Hills-Hacienda-Brücke, von der aus du eine schöne Aussicht hast. Danach biegt der Fluss nach Norden ab und das Tal ist von Weinbergen bedeckt.
Je nach Verkehrslage fährst du in etwa dreieinhalb Stunden von San Francisco zum Lake Tahoe, einem der schönsten Seen, die du je sehen wirst. Die Straße rund um den See ist 135 Kilometer lang und absolut empfehlenswert, wenn du ein Auto gemietet hast. Lässt sich das leicht an einem Tag schaffen? Na ja, das geht zwar, aber dann verpasst du einen Großteil der Dinge, die du unterwegs unternehmen und sehen kannst. Nimm dir dafür mindestens zwei Tage Zeit.
Entlang des Westufers des Sees ist Emerald Bay der erste Halt. Wie der Name schon vermuten lässt, sind die Ausblicke hier atemberaubend, direkt neben der Straße: Inspiration Point, Vista Point und Lookout. Von diesem letzten Punkt aus führt ein ziemlich steiler Wanderweg nach Vikingsholm, einer Sommerresidenz, die vor etwa hundert Jahren erbaut wurde. Dort kannst du auch Kajaks, Kanus und Tretboote mieten. Achtung: Das Wasser des Lake Tahoe ist sehr kalt, auch im Sommer. Zwischen dieser Bucht und dem weiter nördlich gelegenen D.L. Bliss State Park verläuft ein schöner Wanderweg direkt am Wasser entlang: der Rubicon Trail.
Etwas weiter kannst du eine kürzere Wanderung auf dem Eagle Rock Trail machen. Park deinen Mietwagen am Straßenrand und lauf in etwa zwanzig Minuten zum Gipfel des Felsens. Als Belohnung erwartet dich wieder ein fantastischer Blick auf den türkisfarbenen See und die grünen Wälder drum herum.
In Incline Village an der Nordseite des Sees befindet sich der Startpunkt des East Shore Trail, eines fünf Kilometer langen Radwegs nach Sand Harbor. Du musst nicht unbedingt Rad fahren, du kannst dort auch prima wandern und dabei nicht weniger als sechzehn Aussichtspunkte genießen. Du kannst deinen Mietwagen auf dem Bullwheel-Parkplatz abstellen. Nach etwa einem Kilometer Fußweg erreichst du den Hidden Beach: riesige Felsen und Geröll in kristallklarem Wasser mit Blick auf die Berge rund um den Lake Tahoe. Der Sand Harbor State Park am Ende des Radwegs ist genauso spektakulär, aber viel belebter.
Der Kontrast zwischen dem wunderschönen See und den hässlichen Casinos und Hotels von Stateline (in Nevada) könnte nicht größer sein. Fahr schnell durch die Stadt und nimm gleich hinter der Grenze zu Kalifornien die Gondel nach oben, um den See wieder in seiner ganzen Pracht zu sehen.
Wenn es ein bisschen gut läuft (was den Verkehr angeht), fährst du in gut drei Stunden von San Francisco nach Big Oak Flat, dem westlichen Eingang zum berühmten Yosemite-Nationalparks, dem Inbegriff der natürlichen Schönheit Amerikas. Der Park ist sage und schreibe dreitausend Quadratkilometer groß und berühmt für seine steilen Granitfelsen, majestätischen Wasserfälle, riesigen Mammutbäume, beeindruckenden Klippen und viele Wildtiere. Und hier kommt jeder auf seine Kosten: Egal, ob du auf der Suche nach Abenteuer bist, dich ganz in die Stille der Natur zurückziehen möchtest oder anspruchsvolle Wanderungen unternehmen willst – hier findest du alles.
Am besten erkundest du Yosemite (ausgesprochen: JoSÈmitie) mit dem Auto. Leider ist der Park in den Sommermonaten sehr überlaufen, sodass die Parkplätze an den Wanderweg-Ausgangspunkten schnell voll sind und es manchmal sogar zu Staus kommt. Am besten fährst du ganz früh zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten im Park. Dafür musst du dort übernachten, aber auch die Hotels und Campingplätze sind in den Sommermonaten schnell ausgebucht. Vermeide daher nach Möglichkeit die Hochsaison. Mai und Juni sind die besten Monate, um Wasserfälle zu bewundern, und im September herrschen kühlere Temperaturen, ideal für Wanderungen.
Es würde zu weit führen, alle Sehenswürdigkeiten im Yosemite aufzuzählen, denn es gibt unglaublich viel zu sehen und zu erleben, aber wir nennen dir ein paar Highlights. Der Mist Trail zum Gipfel des Vernal Fall ist im Frühling und Frühsommer ein absolutes Muss. Im Herbst und Winter kann der Wasserfall ausgetrocknet sein. Andere berühmte Wasserfälle sind der Ribbon Fall, der fast fünfhundert Meter in die Tiefe stürzt, und die Yosemite Falls, bei denen das Wasser ganze 740 Meter in drei Abschnitten hinabstürzt. Sehr schön sind die Tioga Road, die auf über dreitausend Meter hinaufführt, und die Glacier Point Road, von der aus du einen tollen Blick auf den Half Dome hast. Allerdings sind diese Straßen im Winter gesperrt. In der Regel werden sie zwischen Ende Mai und Mitte Juni wieder geöffnet. Eine der anspruchsvollsten Wanderungen im Park führt zum Half Dome, und du kannst sie nur machen, wenn du ein Ticket in der jährlich stattfindenden Verlosung gewonnen hast. Unterschätze nicht die Größe des Parks. So dauert die Fahrt mit deinem Mietwagen vom Yosemite Valley nach Tuolumne Meadows gut eine Stunde.
Wenn du den Yosemite-Nationalpark besuchst, lohnt es sich, noch ein Stück weiter zum einzigartigen Mono Lake zu fahren. Das Wasser dieses Sees ist sehr salzhaltig und bietet in Kombination mit dem Wüstenklima in großer Höhe einen seltenen Lebensraum. Wegen des hohen Salzgehalts leben keine Fische im See, dafür aber Salzkrebse. Außerdem ist er ein wichtiger Rastplatz für viele Zugvögel. Der See ist vor allem für die seltsamen Kalktuff-Formationen bekannt, die „Tufas“ genannt werden und am südwestlichen Ufer zu finden sind. Vom Navy Beach aus werden Kajak- und Kanutouren organisiert.
Lust auf einen fantastischen Roadtrip entlang der atemberaubenden Westküste Nordkaliforniens? Einen, der es mit der viel bekannteren Küstenstraße nach Big Sur aufnehmen kann? Dann mach einen Roadtrip von San Francisco nach Crescent City an der Grenze zum Bundesstaat Oregon.
Zuerst mal eine kleine Erklärung: Die Küstenstraße in Richtung Norden trägt die Bezeichnung CA-1, genau wie der Abschnitt, der nach Süden führt. Um sie vom Pacific Coast Highway nach Los Angeles zu unterscheiden, wird der nördliche Abschnitt Shoreline Highway genannt. Ab der Golden Gate Bridge trägt die Straße auch die Bezeichnung US-101, aber kurz hinter Sausolito trennen sich diese Straßen. Folge der CA-1, die zur Küste abbiegt. (Psst: Der perfekte Song, den du hier in deinem Mietwagen abspielen solltest: Sausolito Summernight.)
Bieg kurz darauf von der CA-1 ab und folge den Schildern nach Muir Woods, einem Waldgebiet mit alten Mammutbäumen, von denen einige über tausend Jahre alt sind. Leider ist es dort so voll, dass du die hohen Bäume am Redwood Creek nur besuchen kannst, wenn du reserviert hast. Später auf diesem Roadtrip gibt es ruhigere Orte, um uralte Mammutbäume zu sehen. Trotzdem kannst du sie auch hier genießen, indem du dem Panoramic Highway folgst, der bei Stinson Beach wieder auf die CA-1 trifft.
Ein Stück weiter siehst du die Abzweigung zum Point Reyes Seashore, aber das haben wir oben bereits separat beschrieben. Der Shoreline Highway macht seinem Namen alle Ehre, wenn du direkt an der Tomales Bay entlangfährst. Neben schönen Ausblicken über das Wasser kannst du hier in einem der vielen Spezialrestaurants frische Austern, Krabben oder Muscheln genießen. An einem schönen Sommertag kannst du dich in Bodega Bay am langen Sandstrand herrlich entspannen, aber der Ort ist vor allem für die felsige Küste bei Bodega Head bekannt.
Nachdem du den Russian River überquert hast, fährst du auf einer wunderschönen Straße in Richtung Fort Ross. Das war zu Beginn des 19. Jahrhunderts die südlichste russische Kolonie in Nordamerika. Im Fort Ross State Historic Park wurde die Kolonie mit viel Liebe zum Detail nachgebaut, nur das Haus des russischen Kommandanten ist original.
Halte kurz vor Mendocino an, um Fotos von den Felsbrocken am Bowling Ball Beach zu machen. In Mendocino selbst gibt es niedliche Holzhäuser, und auch der Point Cabrillo Lighthouse nördlich davon ist sehr fotogen. Die Straße führt hier über die Russian Gulch Bridge, und im gleichnamigen Park kannst du schön spazieren gehen und einen kleinen Wasserfall bewundern. Wenn du etwas früh dran bist, hast du gute Chancen, den Weg dorthin ganz für dich allein zu haben.
Bei Leggett vereinigen sich die CA-1 und die US-101 wieder. Weiter nördlich beginnt die Avenue of the Giants. Diese berühmte Straße wird oft als die schönste Waldstraße der Welt bezeichnet und ist fünfzig Kilometer lang. Auf der US-101 ist die Abzweigung als „Humboldt Redwoods Visitor Center“ ausgeschildert. Schon gleich am Anfang der Avenue kannst du durch einen Baum fahren oder laufen, aber eigentlich macht es mehr Spaß, einfach der Straße entlang der Riesenbäume zu folgen. Du kommst an abgelegenen Dörfern, Picknickplätzen und Zugängen zum Eel River vorbei, wo es idyllische Orte zum Schwimmen, Angeln und Paddeln gibt. Außerdem gibt es verschiedene Stellen, an denen du den Mietwagen parken kannst, um den magischen Mammutbaumwald zu Fuß zu erkunden.
Ab Eureka verläuft die US-101 wieder direkt an der kalifornischen Küste entlang. Im Zentrum dieser kleinen Stadt gibt es schöne viktorianische Häuser, und am Wasser finden im Sommer oft Konzerte statt. Auch nördlich von Eureka findest du wieder jede Menge wunderschöne Straßen. Nicht umsonst heißt die Straße direkt an der Küste „Scenic Drive“. Um dorthin zu gelangen, nimmst du auf der 101 die Abfahrt zum Westhaven Drive. Am Ende dieser Ausfahrt biegst du links ab und folgst einer malerischen Straße zum wunderschönen State Beach beim Dorf Trinidad.
Ein paar Kilometer weiter auf der 101 gibt es eine weitere Abzweigung zu einer schönen Straße: den Newton B. Drury Scenic Parkway, der sich durch den Redwoods State Park schlängelt. In diesem Park kannst du den Fern Canyon besuchen, den du vielleicht aus dem zweiten „Jurassic Park“-Film kennst. Die Atmosphäre an diesem Ort ist magisch, aber für einen Besuch brauchst du eine Genehmigung, die du online beantragen kannst. Achtung: Diese Straße ist von Oktober bis einschließlich Mai jeden ersten Samstag im Monat für den motorisierten Verkehr gesperrt.
Kurz vor Klamath kannst du den Eingang zu „Trees of Mystery“ nicht verfehlen. Dort spazierst du über Hängebrücken entlang der Wipfel beeindruckender Bäume, und es gibt auch eine kleine Seilbahn. Kinder werden die seltsam geformten Mammutbäume lieben, wie den „Elephant Tree“ und den „Upside Down Tree“. Östlich von Crescent City liegt ein weiterer wunderschöner Wald, der Jedediah Smith Redwoods State Park. Dort kannst du unter der Leitung eines Rangers mit dem Kajak auf dem fantastischen Smith River paddeln.
Diese Route eignet sich hervorragend für eine Einwegmiete. Dabei kannst du den Mietwagen an einem Ort abholen und an einem anderen wieder abgeben. Du kannst zum Beispiel von Eureka aus die Küste hinter dir lassen und ins Landesinnere fahren. Die Strecke nach Redding am Sacramento River ist ebenfalls atemberaubend schön. Und willst du einen richtig langen Roadtrip daraus machen? Dann fahr weiter entlang der Küste von Oregon und gib deinen Mietwagen in Portland oder sogar noch weiter nördlich, in Seattle, zurück. Wusstest du, dass amerikanische Autovermieter für diesen Service oft keine oder nur geringe Zusatzkosten berechnen? Also los!
Welche Versicherung sollte ich wählen und was hat es mit der Kaution auf sich? Lesen Sie unsere Artikel mit nützlichen Informationen und Tipps, um sicherzustellen, dass Sie sich für den richtigen Mietwagen entscheiden.