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3. August 2026

Der ultimative Roadtrip durch Andalusien mit einem Mietwagen

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Andalusien ist eine Region, die sich hervorragend für eine Rundreise mit dem Mietwagen eignet. Der Name dieser südspanischen Region weckt sofort Bilder von Flamenco, leidenschaftlichen Tänzerinnen mit Kastagnetten, begleitet von melancholischem Gesang oder geradezu mitreißendem Gitarrenspiel. Aber Andalusien ist auch bekannt für die oft überfüllten Strände entlang der Costa del Sol. Es ist eine Region der Kontraste: diese Strände, an denen der Massentourismus Hochkonjunktur hat, stehen im Gegensatz zu wunderschönen und ruhigen Naturschutzgebieten, beeindruckende arabische Paläste und Burgen neben christlichen Kathedralen, wogende Hügel, bedeckt mit Weinreben und Olivenbäumen, im Wechsel mit schroffen Bergen, geschäftige Städte gegenüber malerischen Dörfern, in denen die Zeit stehen geblieben ist, und schneebedeckte Berggipfel, die sich über einer wüstenartigen Landschaft erheben.

Der ultimative Roadtrip durch Andalusien mit einem Mietwagen
Ein abwechslungsreicher Roadtrip mit dem Mietwagen durch Südspanien: Berge, Wälder, historische Städte, ruhige Dörfer, Strände und kurvenreiche Straßen.

Diese Kontraste machen Andalusien so abwechslungsreich – mit Sehenswürdigkeiten, die sich nicht unter einen Hut bringen lassen. Aber egal, wo du bist: Das Leben zu genießen gehört immer dazu. Musik, Tanz, gutes Essen und gemütliches Anstoßen gehören zum Alltag der Andalusier. Das echte Andalusien erlebst du nicht, wenn du in einem Touristenresort an der Costa del Sol bleibst. Mach dich mit einem Mietwagen auf den Weg! Du wirst feststellen, dass ein oder zwei Wochen nicht ausreichen und du schon während deiner Reise Pläne für eine nächste Reise ins temperamentvolle und bezaubernde Andalusien schmieden wirst.

Im Folgenden beschreiben wir eine ausführliche Rundreise durch Andalusien, unterteilt in zehn Städte entlang dieser Route. Wir stellen dir auch die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung vor. Die Städte dienen uns als Ausgangspunkte, da du dort problemlos ein Auto mieten kannst und somit von jedem Ort aus starten kannst, um (einen Teil) der Route zu fahren.

Málaga

Diese Stadt ist das Tor zu den Stränden an der Costa del Sol. Sie ist auch der ideale Ausgangspunkt für einen Roadtrip durch Andalusien, da du dort – im Vergleich zu anderen Städten in Süd-Spanien – relativ günstig ein Auto mieten kannst. Bevor du losfährst, solltest du natürlich erst mal ein paar Tage in Málaga selbst verbringen. Die Kathedrale, die daneben liegende maurische Festung (Alcazaba) und das darüber thronende Castillo de Gibralfaro solltest du unbedingt besuchen, schon allein wegen der spektakulären Aussicht auf den Hafen. Entlang des Hafens verläuft eine schöne Promenade mit gemütlichen Restaurants und Cafés. Kunstliebhaber sollten das Picasso-Museum im Palacio de Buenavista besuchen. Eine Kombination aus Oldtimern und passender Mode findest du im Museo del Automóvil y la Moda. Neben den bekannten Sehenswürdigkeiten ist Málaga eine sehr gemütliche Stadt, in der man auch gut shoppen kann – aber vielleicht möchtest du dir das für das Ende deines Roadtrips durch Andalusien aufheben.

Von Málaga aus fährst du Richtung Osten. Ganz ehrlich, der erste Teil der Strecke ist nicht besonders beeindruckend, aber an unserem ersten Stopp wartet eine schöne Überraschung auf dich.

Nerja

Der Badeort Nerja ist vor allem für den „Balcón de Europa“ bekannt, einen Namen, den König Alfons XII. im 19. Jahrhundert einer ins Meer ragenden Felsspitze mit Blick auf die wunderschöne Küste gab. Der Namensgeber ist dort mit einer Statue verewigt. Treppen führen hinunter zu den Stränden und Buchten.

Etwas östlich von Nerja, beim Dorf Maro, liegt die Tropfsteinhöhle Cueva de Nerja. Die Höhle ist riesig, und in einer der kolossalen unterirdischen Hallen kannst du unter anderem den größten Stalaktiten der Welt bewundern, der eine Länge von gut 32 Metern hat. Für einen Besuch musst du eine Eintrittskarte kaufen, aber für Einwohner der Europäischen Union gibt es eine Ausnahme. Sie dürfen um 09:30 Uhr kostenlos hinein, zumindest wenn sie vorher online einen Platz reserviert haben. In den Sommermonaten finden in den Höhlen von Nerja regelmäßig Konzerte und Tanzaufführungen statt.

Ab Nerja wird die Strecke immer schöner. Gleich außerhalb der Stadt hast du einen tollen Blick auf das Acueducto del Águila (Adler-Aquädukt). Wenn du kurz vor Motril mit deinem Mietwagen ein Stück nach Norden abbiegst (über die N-323a), kommst du an einer Felswand vorbei, die für Kletterer unwiderstehlich ist: die „Ruta de escalada Tajo Los Vados“. Selbst wenn du nicht vorhast, den Felsen selbst zu bezwingen, macht es Spaß, den Leuten zuzusehen, die genau das tun.

Wir empfehlen dir, weiter nach Osten so weit wie möglich auf den kleineren Straßen im Landesinneren zu fahren, zum Beispiel auf der A-348. Diese kurvenreicheren Straßen sind nicht nur schöner, du vermeidest es auch, durch das Meer aus Plastik im Gewächshausgebiet Campo de Dalías zu fahren, kurz bevor du Almería erreichst. Außerdem fährst du dann durch ein Gebiet, das als Las Alpujarras bekannt ist, an den Südhängen der Sierra Nevada – eine wunderschöne grüne Landschaft, durchzogen von Tälern und mit etwa fünfzig charakteristischen Bergdörfern im Tal des Flusses Andarax. Die typische Architektur der weiß getünchten Häuschen erinnert an den Baustil im Rif-Gebirge in Marokko.

Almería

Diese Stadt liegt etwas abseits der ausgetretenen Pfade, ist aber – vielleicht gerade deshalb – besonders reizvoll. Natürlich hat auch Almería eine maurische Festung und eine Kathedrale. Von außen sieht diese Kirche eher wie eine robuste Burg aus, innen entdeckt man unglaublich filigranes und detailreiches Mauerwerk. Vergiss nicht, durch die Stadt selbst zu schlendern. Almería strotzt zwar nicht vor Geschichte wie viele andere Städte in Andalusien, ist aber sehr gemütlich, vor allem rund um die Plaza Puerta de Purchena. Am Hafen steht eine beeindruckende Stahlkonstruktion, El Cable Inglés. Es handelt sich um eine Art Pier, über den früher Züge fuhren, um englische Frachtschiffe mit Erz zu beladen. Seit 2023 ist dieser Pier für Besucher geöffnet, außer bei schlechtem Wetter. Von dort hast du einen fantastischen Blick auf Almería und das Meer.

Etwas östlich von Almería liegt ein ganz besonderes Naturschutzgebiet: der Parque Natural de Cabo de Gata. Erstarrte Lava früherer Vulkanausbrüche hat eine faszinierende Landschaft geschaffen. Im Küstenstreifen dieses Parks findest du Dünen, Salzwiesen, Klippen und Buchten. Wenn du ganz ruhige Strände magst, dann fahr zum Playa de Monsúl oder zum Playa del Barronal. An diesen Stränden gibt es keine Einrichtungen, und du solltest dich auch auf die manchmal starke Strömung einstellen. Wenn du mit Kindern unterwegs bist, fährst du mit deinem Mietwagen besser zum Playa de los Genoveses, wo das Meer flach und ruhiger ist. Außerdem kannst du einen Kanu- und Schnorchelausflug entlang der Küste des Naturparks unternehmen.

Wenn du von Almería aus nach Norden fährst, wirst du dich wie in der Wüste fühlen. Es ist eine knochentrockene Landschaft, die beim Dorf Tabernas von den Ruinen einer maurischen Festung dominiert wird. Rund um dieses Dorf wurden viele Westernfilme gedreht, und eine spezielle Route (Ruta del Cine) führt an den Drehorten einiger berühmter Szenen vorbei. Außerdem gibt es ein nachgebautes Western-Dorf (Oasys), das allerdings sehr touristisch ist.

Granada

Anschließend fährst du mit deinem Mietwagen über die A-92 durch die nördlichen Ausläufer der Sierra Nevada. Diese Straße führt um Guadix herum, aber für ein einzigartiges Erlebnis solltest du kurz die Abzweigung zu diesem Städtchen nehmen. Es hat das größte Viertel mit Höhlenwohnungen in ganz Europa, das Barrio de Cuevas. Diese Häuser sind in Hänge gehauen, haben oben einen Schornstein und sind immer noch bewohnt. Möchtest du mal etwas anders übernachten? Einige dieser Höhlenwohnungen werden vermietet!

Die Alhambra und Granada bei Sonnenuntergang.
Die Alhambra und Granada bei Sonnenuntergang. (Foto: https://unsplash.com/@victoriano)

Von Guadix aus ist es noch etwa eine Stunde Fahrt nach Granada. Wenn du keine Angst vor ein paar Kurven hast, kannst du für das letzte Stück die A-4003 nehmen (Ausfahrt 253). Du kommst dann direkt in der Stadt auf der Carretera de Murcia an und vom Mirador de San Cristóbal (bei der gleichnamigen Kirche) hast du einen tollen Ausblick. Granada beherbergt das Kronjuwel Andalusiens, die imposante Alhambra. Diesen Komplex aus Festung (Alcazaba) und Palast (Alcázar) musst du gesehen haben, aber denk daran, dass die Tickets oft schon Wochen im Voraus ausverkauft sind. Reserviere dein Eintrittsticket also rechtzeitig online, sonst verpasst du dieses wunderschöne Weltkulturerbe. Das angrenzende maurische Viertel Albaicín ist ein Gewirr aus schmalen und oft steilen Gassen und Treppen. Vom hochgelegenen Sacromonte aus hast du einen tollen Blick auf die Alhambra.

Von Granada aus sind die Berge der Sierra Nevada bequem mit einem Mietwagen erreichbar. Aber du solltest nicht nur durch sie hindurchfahren, diese Berge laden dazu ein, aktiv zu werden: Wandern, Mountainbiken, Reiten, Paragliding, Bergsteigen oder Abseilen. Vom Skigebiet aus kannst du mit den Liften bis auf 3300 Meter Höhe fahren – das ganze Jahr über!

Jaén

Nimm so oft wie möglich die kleineren Nebenstraßen zu unserem nächsten Ziel, zum Beispiel über Valdepeñas. Diese Straßen schlängeln sich an weitläufigen Olivenhainen vorbei und Jaén wird daher auch als die Olivenhauptstadt der Welt bezeichnet. Die fruchtigen Oliven, die hier angebaut werden, gelten vielen als die besten Spaniens. In der Stadt selbst kannst du diese Oliven und das Olivenöl von außergewöhnlicher Qualität natürlich probieren und kaufen. Außerdem hat Jaén eine beeindruckende Kathedrale, eine besondere dreieckige Burg (Castillo de Santa Catalina) und gut erhaltene arabische Bäder (Baños Árabes) unter dem Palacio de Villardompardo, der auch zwei Kunstmuseen beherbergt.

Úbeda und Baeza

Die meisten Leute, die Jaén besuchen, sind auf der Durchreise nach Úbeda und Baeza, zwei wunderschöne Städtchen mit hervorragend erhaltenen Sehenswürdigkeiten. Die Altstadt von Úbeda ist voller wunderschöner Herrenhäuser und Kirchen im Renaissancestil an majestätischen kleinen Plätzen. Es ist einer der wenigen Orte in Andalusien, an denen der größte Teil der historischen Gebäude nicht von den Mauren erbaut wurde (obwohl der ursprüngliche maurische Straßenplan noch weitgehend intakt ist). Der Palacio de Vásquez de Molina ist ein absolutes Muss. Baeza ist kleiner und vor allem für seine kunstvoll gestalteten Brunnen und die Universität aus dem 16. Jahrhundert bekannt.

Bist du ein Naturliebhaber und hast du Zeit? Dann empfehlen wir dir, mit deinem Mietwagen weiter nach Osten zu fahren, um den wunderschönen Parque Natural de Cazorla, ein Naturschutzgebiet rund um die Quelle des Río Guadalquivir, zu fahren. In dieser grünen, bergigen Gegend ist es herrlich ruhig. Eine schöne Panoramastraße für eine Fahrt mit dem Mietwagen ist die A-319 vom Dorf La Iruela über den Puerto de las Palomas (Taubenpass) ins Guadalquivir-Tal und zum Stausee Tranco de Beas. Dort kannst du ein Boot nehmen, um eine Tour über den See zu machen, aber auch selbst Kajak fahren und natürlich schwimmen.

Córdoba

Ein Gefühl der Unendlichkeit in der Mezquita von Córdoba
Ein Gefühl der Unendlichkeit in der Mezquita von Córdoba. (Foto: https://unsplash.com/@schimiggy)

Die nächste Station auf dem Roadtrip durch Andalusien war vor tausend Jahren eine der mächtigsten und reichsten Städte Europas. Córdoba war nämlich das Zentrum des maurischen Kalifats. Auch diese Stadt bietet wieder eine herrlich kontrastreiche Mischung aus Sehenswürdigkeiten. Allen voran natürlich die beeindruckende Mezquita, die riesige Moschee, in deren Mitte eine christliche Kathedrale errichtet wurde. Dafür wurden etwa 400 (der ursprünglich 1.200) Säulen abgerissen. Kaiser Karl V. bereute später, dass er dafür seine Zustimmung gegeben hatte. Die maurische Festung, hoch auf einem Hügel gelegen, wurde komplett durch eine neue Burg ersetzt, den Alcázar de los Reyes Cristianos. Im alten jüdischen Viertel Judería kannst du wunderschöne Innenhöfe bewundern. Im Palacio Museo de Viana kannst du gleich mehrere Innenhöfe auf einmal besichtigen. Auch die Stadtmauern und vor allem das Stadttor Puerto de Almodóvar sind einen Besuch wert. Von der römischen Brücke über den Guadalquivir hast du einen schönen Blick auf Córdoba.

Westlich von Córdoba liegt das Naturschutzgebiet Sierra de Hornachuelos, das von drei Flüssen (Guadiato, Bembézar und Retortillo) durchzogen wird, die beeindruckende Schluchten und tiefe Abgründe geformt haben. Sie erinnern ein wenig an die Fjorde in Norwegen, aber hier sind die Hänge dicht bewaldet. Von Córdoba aus erreichst du den Park mit deinem Mietwagen nach einer schönen Fahrt von knapp einer Stunde. Vom Dorf Hornachuelos aus beginnen die meisten Wanderrouten, die schönsten führen am Fluss Bembézar entlang. Oder miete dir ein Kanu, um die Natur vom Wasser aus zu entdecken.

Sevilla

Bevor du von Córdoba aus Sevilla erreichst, kommst du an der mittelalterlichen Stadt Carmona vorbei, die auf jeden Fall einen Zwischenstopp wert ist – vielleicht sogar für eine Übernachtung. Denn der Parador der Stadt ist in der Festung aus dem 14. Jahrhundert untergebracht und bietet einen herrlichen Blick auf die umliegende Landschaft und den Fluss Corbones. Auch wenn du dort nicht übernachtest, lohnt es sich, dort eine Tasse Kaffee zu trinken, denn das Panorama ist wunderschön. Wie so viele historische spanische Städtchen lässt sich auch Carmona am besten zu Fuß erkunden. Parke deinen Mietwagen daher an einem der beiden alten Stadttore, der Puerta de Córdoba oder der Puerta de Sevilla.

Plaza de España
Plaza de España: Die farbenfrohen Azulejos zeigen historische Ereignisse und spanische Provinzen. (Foto: https://unsplash.com/@eleniafiontzi)

Wenn es eine Stadt gibt, die symbolisch für die Lebensfreude der Andalusier steht, dann ist es die Hauptstadt Sevilla. In dieser Wiege des Flamenco und der Tapas wissen sie, wie man feiert und das Leben genießt. Sevilla hat vielleicht die größte Anzahl an stimmungsvollen Tapas-Bars pro Einwohner, in denen vom späten Nachmittag bis mindestens Mitternacht gemütlich gegessen, getrunken und gelacht wird. Diese Feierlaune erreicht ihren Höhepunkt während der Feria de Abril. Es ist eine herrliche Stadt, für die du dir mindestens ein paar Tage Zeit nehmen solltest, aber du kannst auch problemlos eine Woche bleiben, ohne dich auch nur einen Moment zu langweilen. Allein schon der Königspalast (Alcazaba) ist einen halben Tag wert, und da hast du die riesige Kathedrale (María de la Sede) mit dem Glockenturm Giralda und die große Plaza de España noch gar nicht mitgezählt. Schlendere auch durch die engen Gassen des Barrio de Santa Cruz und besuche das Arbeiterviertel Triana auf der anderen Seite des Flusses.

Cádiz

Von Sevilla aus fährst du mit deinem Mietwagen Richtung Süden. Bevor du in Cádiz ankommst, kannst du einen Abstecher nach Jerez de la Fronterabesuchen. Das ist nicht nur die Stadt des Sherrys, sondern auch die einer berühmten Reitschule und mitreißender Flamenco-Shows. Von Jerez aus fährst du ganz bequem über die große Brücke Puente de la Constitución ins Zentrum von Cádiz, das auch „La Isla“ genannt wird, weil es auf einer schmalen Halbinsel liegt. Den besten Eindruck von der Stadt bekommst du bei einem Spaziergang entlang der Stadtmauern und über die Kais. Dahinter liegt das Barrio del Pópulo, das Herz der Stadt, das noch immer seine drei Tore aus dem 13. Jahrhundert besitzt.

Strände von Conil de la Frontera
Nach einem langen Roadtrip mit dem Mietwagen lässt es sich an den ruhigen Stränden von Conil de la Frontera wunderbar entspannen. (Foto: https://unsplash.com/@fertavora)

Lust auf ein bisschen Entspannung am Strand? Dafür gibt’s in und um Cádiz jede Menge Möglichkeiten. Der Stadtstrand La Caleta ist beliebt, um den Sonnenuntergang zu bewundern, aber für ganze Tage am Strand fährst du mit deinem Mietwagen besser in den Badeort Conil de la Frontera fahren. Besonders der breite, lange und ruhige weiße Sandstrand Playa Castilnovo ist sehr zu empfehlen.

Weiße Dörfer / Ronda

Cádiz ist ein toller Ausgangspunkt für eine Autotour entlang der sogenannten „pueblos blancos“ (weißen Dörfer). Diese Dörfer sind alte Festungen und liegen meist ziemlich hoch. Es sind weniger die Dörfer selbst, die diese Routen so interessant machen, sondern vor allem die Straßen: Sie schlängeln sich über Bergpässe, hinunter in ein Tal oder durch eine Schlucht und dann wieder hinauf in die Berge. Unterwegs gibt es viele schöne Aussichtspunkte. Um das Leben in so einem Dorf wirklich zu erleben, buchst du eine Übernachtung in einem ruhigen „pueblo blanco“ und trinkst ein Gläschen mit den Einheimischen, wenn die meisten (Tages-)Touristen schon weg sind. Vom ersten weißen Dorf (und gleichzeitig einem der schönsten) Arcos de la Frontera aus kannst du die zentrale Route nehmen, die allerdings auch die beliebteste und daher ziemlich stark befahren ist. Mit deinem Mietwagen fährst du unter anderem durch Ubrique, El Bosque, das sehr hoch gelegene Villaluenga del Rosario, Zahara de la Sierra und das Naturschutzgebiet Sierra de Grazalema. Die nördliche Route ist mindestens genauso schön und auf jeden Fall viel ruhiger. Olvera liegt sehr malerisch, schon von weitem sieht man die Kathedrale und die daneben liegende maurische Festung. Im Naturschutzgebiet Peñón de Zaframagón lebt die größte Konzentration an Gänsegeiern in ganz Spanien. Das Städtchen Setenil de las Bodegas ist etwas ganz Besonderes und hat sich perfekt an die Umgebung angepasst: Häuser und sogar einige Gassen sind dort in die Felsen gehauen.

Die „neue“ Brücke von Ronda über eine tiefe Schlucht
Die „neue“ Brücke von Ronda über eine tiefe Schlucht

Wenn du zurück nach Málaga fährst, kommst du an dem bekanntesten weißen Dorf, Ronda, nicht vorbei. Es liegt spektakulär an einer über hundert Meter tiefen Schlucht, über die drei Brücken führen. Die bekannteste ist die Puente Nuevo (neue Brücke) – na ja, neu … sie wurde im 18. Jahrhundert gebaut. Von der Tiefe der Schlucht aus (Abstieg über die Carretera de los Molinos) hast du den schönsten Blick auf die Brücke. Auch die Altstadt selbst ist sehr sehenswert, vor allem am frühen Morgen und am Abend, wenn die Tagesausflügler verschwunden sind. Ein schöner Aussichtspunkt ist der Balcón del Coño.

Von Ronda aus führt die A-397 zurück zur Küste. Das ist eine wunderschöne, aber sehr kurvige Straße, die unter anderem am Nationalpark Sierra de las Nieves entlangführt. An der Küste angekommen, kannst du direkt nach Málaga weiterfahren oder noch ein bisschen an einem der Strände am Mittelmeer entspannen, zum Beispiel bei San Pedro de Alcántara, Fuengirola oder Torremolinos. Das ist ja das Tolle daran, in Andalusien ein Auto zu mieten: Du entscheidest ganz allein, wohin du fährst und welche Route du nimmst!

Warum ein Auto für eine Rundreise durch Andalusien mieten?

Diese Frage haben wir oben hoffentlich schon beantwortet. Um die wichtigsten Städte zu besuchen, brauchst du nicht unbedingt einen Mietwagen, aber gerade die Strecken zwischen diesen Städten machen einen Roadtrip durch Andalusien so besonders. So bringst du Abwechslung in deinen Roadtrip: interessante historische Städte im Wechsel mit unberührter Natur, ein Tag am Strand oder ein authentisches spanisches Dorf. Diese Dörfer und auch Ausgangspunkte für Wanderungen in der Natur sind fast ausschließlich mit dem Auto erreichbar. Und du bist enorm flexibel. Hast du während der Fahrt etwas Schönes entdeckt? Dann ab dorthin mit deinem Mietwagen!

One-Way-Mietwagen in Andalusien

Der oben beschriebene Roadtrip ist nur ein Vorschlag. In Andalusien gibt es sehr viel zu sehen, und wir können nicht alle Sehenswürdigkeiten beschreiben. Du musst diese Route auch nicht komplett abfahren. Du kannst in jeder Stadt, die wir genannt haben, ein Auto mieten und es an einem anderen Ort wieder abgeben. Das nennt man Einwegmiete und lässt sich ganz einfach organisieren. Wähle im Suchformular ein anderes Ziel aus, und wir zeigen dir die Mietwagen, bei denen das möglich ist. Im Süden Spaniens ist eine Einwegmiete zwischen Sevilla und Málaga (oder umgekehrt) sehr beliebt. Für noch mehr Inspiration haben wir zwei Blogbeiträge mit Tagesausflügen ab diesen Städten: 10 Tagesausflüge mit dem Mietwagen ab Málaga und 10 Sehenswürdigkeiten in der Umgebung von Sevilla.

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