Fuerteventura ist die zweitgrößte der Kanarischen Inseln (nach Teneriffa) und sehr langgestreckt. Über die Hauptstraßen beträgt die Entfernung zwischen der Nord- und der Südspitze mehr als hundert Kilometer. Du kannst die Insel zwar problemlos an einem Tag umrunden, aber dann verpasst du eine Menge. Es gibt so viele Ecken, die dazu einladen, anzuhalten und die Vulkanlandschaft, charmante kleine Dörfer oder den Blick über den Atlantik zu genießen.
Wenn du die schönsten Orte der Insel entdecken und das Beste aus deinem Urlaub machen willst, empfehlen wir dir, ein Auto zu mieten. Das ist mit Abstand die beste Art, die Insel zu erkunden. Außerdem musst du dich dann nicht auf ein einziges Resort beschränken, sondern kannst ganz bequem zu den verschiedenen langen und breiten Sandstränden und Sehenswürdigkeiten auf Fuerteventura fahren. Die meisten Leute mieten sich gleich bei der Ankunft am Flughafen Fuerteventura, ganz in der Nähe der Hauptstadt Puerto del Rosario, ein Auto, aber du kannst auch an anderen Orten auf der Insel ein Auto mieten, zum Beispiel in Corralejo (im Norden) und Costa Calma (im Süden).
Im Folgenden beschreiben wir einige der schönsten Attraktionen und Sehenswürdigkeiten auf Fuerteventura. Natürlich können wir bei weitem nicht alles auf dieser faszinierenden Insel beschreiben, daher solltest du diese Vorschläge lediglich als Orientierungshilfe betrachten. Miete dir ein Auto und entdecke selbst noch schönere Ecken auf Fuerteventura!
Wenn du auf der Küstenstraße FV-104 Richtung Norden fährst, wirst du unterwegs von der atemberaubenden natürlichen Schönheit der Sanddünen von Corralejo begeistert sein. Einige dieser beeindruckenden Dünen erreichen eine Höhe von bis zu fünfzig Metern und bilden einen wunderschönen Kontrast zum azurblauen Atlantik. Oft wird behauptet, der Sand sei hier „aus der Sahara herübergeweht“, aber das stimmt nicht. Sie entstanden – genau wie Strände – durch die Zersetzung von Muscheln und anderen Meeresorganismen.
Mit kilometerlangen, unberührten weißen Sandstränden, kristallklarem Wasser und einer Kulisse aus dunkelbrauner oder schwarzer Vulkanlandschaft ist es kein Wunder, dass dies eine der meistbesuchten Gegenden auf Fuerteventura ist. Wenn du einen Spaziergang durch die Dünen machst, achte darauf, dass du die Orientierung nicht verlierst und weißt, wo dein Mietwagen geparkt ist. Denn manchmal ist der Weg nicht mehr zu sehen.
Der nördliche Teil der Küste ist als „Grandes Playas“ (große Strände) bekannt und ein absolutes Paradies für Wassersportler. Wenn du dort schwimmen gehst, achte auf die hohen Wellen und die manchmal starke Strömung. Weiter südlich gibt es kleinere Strände, an denen die Hauptstraße direkt vorbeiführt, wie zum Beispiel Playa Alzada.
Für die beste Aussicht besteigst du die Montaña Roja (Roter Berg). Dieser 314 Meter hohe Vulkan am südlichen Rand des Dünengebiets ist an einem klaren Tag ein toller Ort zum Fotografieren: Vom Gipfel aus hast du einen Panoramablick über die Dünen, das Meer, die kleine Insel Lobos und die Nachbarinsel Lanzarote. Der Hang ist nicht besonders steil, aber du läufst über losen Kies, daher solltest du am besten feste Wanderschuhe anziehen.
Einer der besten Tagesausflüge, die du während deines Urlaubs auf Fuerteventura unternehmen kannst, ist ein Ausflug zur unbewohnten Insel Lobos. Parke deinen Mietwagen am Hafen von Corralejo und steige dort in die Fähre oder das Wassertaxi. Manche Fährverbindungen erweitern ihr Angebot noch ein wenig um einen zusätzlichen Stopp zum Schnorcheln.
Lobos ist eine kleine Insel, bietet aber eine Vielfalt an Landschaften: Strände, Wüste, Feuchtgebiete, einen Vulkankrater und eine Lagune. Am faszinierendsten sind die Lavabergchen, die „Hornitos“ genannt werden. Sie entstehen, wenn Lava mit Wasser in Kontakt kommt, was zu Explosionen führt. Es gibt einen Wanderweg rund um die Insel, der am Anlegesteg beginnt und insgesamt etwa acht Kilometer lang ist. Wenn du nicht die ganze Strecke laufen möchtest, kannst du dir einen Abschnitt aussuchen. Der westlichste Weg führt am halbkreisförmigen Vulkankrater vorbei, den du besteigen kannst, um eine schöne Aussicht zu genießen. Der östliche Wanderweg führt an den Feuchtgebieten „Las Lagunitas“ vorbei, einer grünen Landschaft, die man auf der ansonsten kargen Vulkaninsel nicht erwarten würde.
Nach der Wanderung kannst du dich an einem der Strände herrlich abkühlen. Am beliebtesten ist Playa de la Concha, aber wenn du ein Stück weiterläufst, gelangst du zum ruhigeren Strand Playa de la Caleta. Denk daran, dass es auf Lobos kaum Einrichtungen gibt – sorg also für ausreichend Wasser und Proviant. Zwar gibt es ein kleines Café am Bootsanleger, aber dort kann es sehr voll sein. Außerdem ist der Zugang zur Insel auf 400 Personen pro Tag begrenzt: 200 am Vormittag (von 10:00 bis 14:00 Uhr) und 200 am Nachmittag (von 14:00 bis 18:00 Uhr). Wenn du auf der Insel wandern möchtest, solltest du bei der Beantragung deiner (kostenlosen) Genehmigung am besten die Vormittagsstunden wählen.
Der Calderón Hondo ist einer der am besten erhaltenen Vulkankrater auf Fuerteventura und liegt östlich der Straße von Lajares nach Majanicho. Du kannst deinen Mietwagen direkt außerhalb von Lajares an der Informationstafel zu den Wanderwegen zu den Vulkanen parken. Plural ja, denn der Hondo steht nicht allein, sondern ist Teil einer ganzen Reihe von Vulkanen. Wenn du den Weg (Camino Calderas) entlanggehst, kommst du nach etwa fünfhundert Metern an eine Weggabelung. Der linke Weg führt zum Westhang des Hondo, der rechte zum Südhang, der weniger steil ist.
Während des Aufstiegs hast du einen immer spektakuläreren Blick auf die beeindruckende Vulkankette und die Ebene, auf der sie sich befindet. Kurz unterhalb des Gipfels wird der Aufstieg etwas steiler, aber sobald du dort angekommen bist, wirst du überzeugt sein, dass sich deine Anstrengungen gelohnt haben. Auf 278 Metern Höhe blickst du rundum über den Norden von Fuerteventura, die kleine Insel Lobos und in der Ferne Lanzarote. Bei Sonnenuntergang ist das Licht fantastisch, aber mach dich nicht zu spät auf den Abstieg, denn du willst hier nicht in stockfinsterer Nacht laufen. Auch der Krater selbst ist faszinierend: siebzig Meter tief und mit Spuren von gelbem Schwefel in Bodennähe. Wenn es nicht zu stark weht, kannst du ganz um den Krater herumlaufen.
Die meisten Fischerdörfer auf Fuerteventura sind mittlerweile zu touristischen Hotspots geworden. Auch El Cotillo zieht Besucher an, wegen der schönen Sandstrände in der Nähe, und doch strahlt dieses Dorf eine ganz andere Atmosphäre aus als die beliebteren Touristenorte. Das Zentrum ist zweifellos charmant, vor allem rund um den kleinen Strand mit schwarzen Kieselsteinen. Hier kann man zwar nicht schwimmen, aber dafür die Aussicht genießen, zum Beispiel von der Terrasse eines der umliegenden Restaurants aus. Bei Sonnenuntergang taucht dieser Ort in ein ganz besonderes Licht.
Du kannst mit deinem Mietwagen auch zum Leuchtturm fahren, der etwas nördlich von El Cotillo liegt, um einen schönen Sonnenuntergang zu erleben. Rund um diesen 33 Meter hohen Leuchtturm siehst du verschiedene Arten von Felsen. Zwischen den Felsen bleibt bei Ebbe Wasser stehen, und du kannst dort mit deinen Kindern schön im Wasser planschen. Ganz in der Nähe liegt der sanft abfallende Strand Playa de Los Charcos. Das einzige Gebäude, das du siehst, ist der Leuchtturm.
Auf Fuerteventura gibt es verschiedene Schluchten, die auf Spanisch „Barrancos“ genannt werden. Sie sind größtenteils trocken und bieten einzigartige Orte zum Erkunden und Fotografieren. Die außergewöhnlichste Schlucht ist der „Barranco de los Encantados“ (auch bekannt als „Barranco de los Enamorados“) im Norden der Insel. Zu bestimmten Zeiten im Jahr bilden sich Nebelbänke, und laut den Ureinwohnern handelte es sich dabei um die Geister ihrer Vorfahren – daher der Name „Schlucht der Verzauberten“. Den Spitznamen „Schlucht der Verliebten“ verdankt sie der Tatsache, dass junge Paare aus der Umgebung hierherkamen, um einen romantischen Abend zu verbringen. Diese Schlucht bietet eine bizarre Landschaft aus versteinerten Dünen, die im Laufe von Tausenden von Jahren durch Wasser und Wind geformt wurden.
Mit deinem Mietwagen kommst du am nächsten heran, indem du die FV-10 von La Oliva aus in Richtung Norden oder von Lajares aus in Richtung Süden nimmst. Kurz nach dem Schild „km26“ (von Lajares aus fast einen Kilometer nach dem Schild „km27“) gibt es eine Abzweigung auf einen unbefestigten Weg. Parke am Anfang dieses Weges und laufe etwa drei Kilometer in Richtung Westen. Wir raten dir davon ab, mit deinem Mietwagen auf unbefestigten Straßen zu fahren, da die Autovermieter das nicht erlauben.
Wenn du mehr über das frühere Landleben und das Handwerk auf Fuerteventura erfahren möchtest, ist das Ecomuseo de la Alcogida in der Nähe des Dorfes Tefía ein echter Geheimtipp. Es handelt sich um ein nachgebautes Dorf mit sieben Häusern, die von der Behausung eines wohlhabenden Inselbewohners bis hin zu einem einfachen Bauernhaus reichen. Bei dieser Vielfalt an traditionellen Baustilen machst du eine Zeitreise in die Vergangenheit. Am schönsten ist es, das Museum unter der Leitung eines Führers zu erkunden. So erfährst du, wozu die verschiedenen Gegenstände dienten und wie sie verwendet wurden. Die Führungen beginnen um 10:30 Uhr und 12:30 Uhr.
Wenn du schon mal hier bist, kannst du auch einen kleinen Abstecher zu einer traditionellen Windmühle machen, die etwas westlich von diesem Museum liegt.
In einem wunderschön restaurierten Landhaus, etwas nördlich von Antigua, findest du ein Museum, das dem Käse der Insel gewidmet ist: dem Queso Majorero. Das Schöne daran ist, dass es in diesem Museum um mehr als nur Käse geht. So beginnt dein Besuch in einer ebenfalls wunderschön restaurierten Windmühle, von denen es auf der windigen Insel Fuerteventura viele gibt. Außerdem wird der vulkanische Ursprung der Kanarischen Inseln anhand von Videos über die geologischen Ereignisse erklärt. Der nächste Raum ist der Flora und Fauna gewidmet. Dieser Raum ist für Kinder sehr lehrreich, unter anderem dank interaktiver Bildschirme, auf denen Tierfußabdrücke gezeigt werden. Eines der Tiere, das auf Fuerteventura überleben konnte, ist die Majorera-Ziege, die für die Qualität ihrer Milch bekannt ist. Und dann kommst du ganz automatisch zur Herstellung des berühmten Käses. Wie sich der Geschmack je nach Reifegrad unterscheidet, kannst du natürlich selbst probieren!
Im Zentrum der Insel liegt die ehemalige Hauptstadt Betancuria, die älteste Stadt auf Fuerteventura. Diese charmante, malerische Kolonialstadt ist wie ein Fenster in die Vergangenheit, in die Zeit vor dem Aufkommen des Tourismus. Betancuria wurde 1404 vom normannischen Eroberer Jean de Béthencourt gegründet. Der beeindruckendste Ort der Stadt ist die Iglesia de Santa María, die erste Kirche, die auf der Insel erbaut wurde. Die Kirche wurde 1593 von einem Piraten zerstört und erst ein Jahrhundert später wieder aufgebaut. Das Museo Arqueológico wurde kürzlich erweitert und zeigt eine beeindruckende Ausstellung mit vorspanischer Keramik und anderen archäologischen Funden. Dort erfährst du auch etwas über die Podomorphen, Darstellungen von Füßen (manchmal sehr schematisch), die unter anderem auf dem heiligen Berg Tindaya gefunden wurden und alle in Richtung des Berges El Teide auf Teneriffa zeigen.
Betancuria liegt an der Hauptstraße FV-30, die schon für sich genommen eine Attraktion ist, wenn du kurvige Straßen magst. Wir beschreiben hier die Strecke von Casillas del Ángel im Norden nach Pájara im Süden. Schon kurz nach der T-Kreuzung mit der FV-416 (nach Antigua) erreichst du den ersten Aussichtspunkt, Morro Velosa. Dazu musst du eine kleine Nebenstraße nehmen, die zum Gipfel auf 669 Metern Höhe führt. Leider sind das Café und das Museum über die Geologie sowie die einzigartige Flora und Fauna von Fuerteventura seit Jahren vernachlässigt worden, aber es soll Pläne für eine Renovierung geben. Die Aussicht ist atemberaubend.
Zurück auf der Hauptstraße folgt kurz darauf ein weiterer Aussichtspunkt, den du nicht übersehen kannst, denn dort stehen zwei riesige Statuen. Zwei einheimische Könige, Guise und Ayose, sind hier überlebensgroß in Bronze verewigt. Sie waren jeweils der König des Nordens (Maxorata) und des Südens (Jandía), als Jean de Béthencourt im 15. Jahrhundert die gesamte Insel eroberte.
Ein Stück weiter kommst du zum Dorf Vega de Rio Palma. Wenn du dir die Beine vertreten möchtest, nimmst du die Abzweigung zum Dorf und machst einen Spaziergang durch die Schlucht „Barranco de las Peñitas“. Diese Schlucht ist (mit guten Wanderschuhen) noch recht gut zu bewältigen, aber es gibt keinen klar erkennbaren Weg zum beeindruckenden Felsbogen „Arco de las Peñitas“. Der Aufstieg ist steil und die Felsen können rutschig sein. Die beste Zeit für einen Spaziergang dorthin ist entweder am frühen Morgen oder am späten Nachmittag.
Vielleicht fandest du die Haarnadelkurven auf der FV-30 bisher noch gar nicht so schlimm, aber ab hier wird es erst richtig spannend. Die Straße ist an manchen Stellen ziemlich schmal und hat einige unübersichtliche Haarnadelkurven mit steilen Abgründen. Trotzdem fahren hier auch Busse, es ist also gut machbar, solange du die Augen auf die Straße richtest und langsam fährst. Zum Glück gibt es regelmäßig Möglichkeiten, den Mietwagen zu parken, damit auch der Fahrer die herrliche Landschaft genießen kann. Zum Beispiel an den Aussichtspunkten Rosco de las Peñas und Barranco del Aceituno.
Im Herzen von Pájara steht die Kirche Nuestra Señora de Regla aus dem 17. Jahrhundert. Über dem Haupteingang siehst du Darstellungen von Sonnenstrahlen, Schlangen, Panthern und Vögeln. Manche Experten glauben, dass diese aztekische Einflüsse zeigen.
Das kleine Küstendorf Ajuy (zehn Kilometer nordwestlich von Pájara) ist vor allem für seine faszinierenden Höhlen bekannt. Von der Nordseite des schwarzen Sandstrandes führt ein leicht begehbarer Weg bergauf, von wo aus du einen schönen Blick auf die Meereshöhlen hast. Am Anfang des Weges stehen Informationstafeln mit Erläuterungen zur Geologie. Lies dir das durch, bevor du die Wanderung beginnst, denn dann verstehst du besser, was du da siehst. Am Ende des Weges kannst du über eine Treppe hinabsteigen zu riesigen Meereshöhlen mit wunderschönen schwarzen Steinen.
Etwas südlich von Pájara gelangst du nach La Pared, an der wilden, rauen und windigen Westseite der schmalen Landenge zwischen dem Norden und dem Süden von Fuerteventura. Der Ferienort Costa Calma liegt luftlinie nur fünf Kilometer von La Pared entfernt, doch der Kontrast zwischen den beiden Orten könnte nicht größer sein. La Pared liegt in einer dramatischen Landschaft aus zerklüfteten Vulkanbergen und dunkelblauem, schäumendem Wasser. Es ist ein toller Ort, um Surfen zu lernen, aber das wilde Wasser mit starken Strömungen ist zum Schwimmen ungeeignet. Das Dorf ist übrigens nach der Mauer (spanisch: pared) benannt, die die beiden Königreiche Maxorata und Jandía voneinander trennte.
Der Strand von Cofete ist optisch vielleicht der schönste auf Fuerteventura. Die Brandung und die Unterströmung machen den Ort zu gefährlich, um im Meer zu schwimmen, aber es spricht nichts dagegen, die Füße ins Wasser zu tauchen und sich ein bisschen abzukühlen. Die Frage ist nur: Wie kommst du dorthin, denn es führen nur unbefestigte Wege dorthin. Wir empfehlen dir, deinen Mietwagen stehen zu lassen und dieses eine Mal die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Die Linie 111 fährt mit speziellen 4×4-Kleinbussen durch dieses Gebiet.
Eine weitere Möglichkeit, die Aussicht zu genießen (wenn auch nicht den Strand selbst), ist die Wanderung zum höchsten Gipfel der Insel, dem Pico de la Zarza. Es ist eine ziemlich anspruchsvolle Wanderung von gut sechs Kilometern, also mach das nur, wenn du in Topform bist und gute Wanderschuhe hast. Auf 807 Metern Höhe wirst du mit einer fantastischen Aussicht belohnt! Am Anfang des Weges gibt es einen Parkplatz. Nimm dazu mit deinem Mietwagen von der FV-2 die Abzweigung nach Vinamar, folge dann der Beschilderung zum „campo de golf“ und biege an der nächsten Gabelung rechts bergauf ab.
Ein leichter zu erreichender Aussichtspunkt ist der Leuchtturm La Entellada, etwas östlich der Ortschaften Gran Tarajal und Las Playitas. Neben einem schönen Blick über den Atlantik ist dieser Leuchtturm ein schönes Beispiel für die traditionelle Architektur von Fuerteventura. Auf den letzten zwei Kilometern steigt die Straße auf zweihundert Meter über dem Meeresspiegel an. Die Straße ist hier ziemlich schmal, also fahr vorsichtig und schau weit nach vorne. Nur hundert Kilometer östlich liegt Marokko, womit dieser Punkt der gesamten Kanarischen Inselgruppe dem afrikanischen Kontinent am nächsten liegt.
Fuerteventura ist perfekt zum Windsurfen und Kitesurfen. Im Sommer, zwischen April und September, ist es ziemlich windig, da der nordöstliche Passatwind ständig weht. Auch den Rest des Jahres gibt es Wind, nur ist er etwas weniger zuverlässig. Im Norden, rund um Corralejo, weht ein konstanterer, aber schwächerer Wind als im Süden der Insel.
Die Grandes Playas liegen etwas südlich von Corralejo. Der Abschnitt, der „Flag Beach“ genannt wird, ist bei den einheimischen Surfern besonders beliebt. El Cotillo, und insbesondere Playa del Castillo, ist ebenfalls ein bekannter Surfspot. Im Sommer eignet sich dieser Spot gut für Anfänger, im Winter sind die Wellen kraftvoll – ideal für erfahrene Surfer. Playa de Sotavento ist eine kilometerlange Gezeitenlagune, ein perfekter, geschützter Ort für Anfänger. Hier findet im Juli die jährliche Weltmeisterschaft im Wind- und Kitesurfen auf Fuerteventura statt. An einer Bucht entlang der Nordküste liegt das Fischerdorf Majanicho. In der Bucht selbst ist das Wasser flach, die Wellen brechen auf den Unterwasserriffen zu beiden Seiten der Bucht. Vor allem im Winter ist dies ein beliebter Surfspot, wenn der Passatwind aus östlicher Richtung weht und das Wasser durch die Meerenge zwischen Lanzarote und Fuerteventura gedrückt wird.
Ein lokaler Hersteller von Surfbrettern hat genauere Infos zu Windsurf-Spots auf Fuerteventura.
Der Strand von El Jablito ist ein idealer Tauchplatz für Anfänger. Die Beschaffenheit der Küste schützt ihn vor starken Strömungen, sodass du dort das ganze Jahr über tauchen kannst. Du erreichst diesen Tauchplatz mit einer maximalen Tiefe von dreizehn Metern direkt vom Strand aus.
Den Tauchplatz La Caleta erreichst du nach einer kurzen Bootsfahrt vom Pier in Caleta de Fuste aus. Auch hier gibt es kaum Strömung. Neben Flora und Fauna kannst du auf dem felsigen Meeresboden einige Schiffswracks sehen.
Bajón del Río ist die Meerenge zwischen Corralejo und der kleinen Insel Lobos. Aus dem goldfarbenen Meeresboden in achtzehn Metern Tiefe ragen meterhohe Vulkangesteine mit einer schirmförmigen Spitze empor. Beim Abstieg wirst du von der Vielfalt des Meereslebens rund um diese gigantischen „Pilze“ überrascht sein. Auf dem sandigen Grund kannst du mit etwas Glück sogar einen Stachelrochen sehen.
Vor der Küste von Ajuy an der Westküste der Insel findest du ebenfalls wunderschöne vulkanische Felsformationen, Überhänge und Steilwände. An diesem Tauchplatz kannst du Barrakudas, Stöcker, Zahnbrassen, Papageienfische und Kanarische Langusten entdecken. Aufgrund der rauen See und der starken Strömung nur für sehr erfahrene Taucher geeignet.
Die paradiesischen Strände von Fuerteventura sind die Hauptattraktion der Insel, aber bei bestimmten Strömungen oder starkem Wind können die Wellen sehr hoch sein. Das ist toll für Surfer, aber weniger angenehm, wenn du einfach nur ein bisschen planschen willst. Dann sind die natürlichen Schwimmbecken genau das Richtige. Auf Fuerteventura gibt es mehrere davon, von denen die Aquas Verdes nordwestlich von Betancuria die bekanntesten sind. Es gibt mehrere Becken, von denen eines ziemlich groß und tief ist. Die Formen und Farben der umliegenden Felsen sind wunderschön. Beim Touristenort Caleta de Fuste gibt es ebenfalls ein schönes Naturbecken, dort ist es aber viel voller. Du musst über die Felsen klettern, um es von oben sehen zu können. Die grün gefärbten Felsen unter Wasser sind ein grandioser Anblick, aber ziemlich rutschig. Und dann gibt es noch wunderschöne natürliche Becken bei der unbewohnten Insel Lobos, zu der du von Corralejo aus mit einer Fähre oder einem Wassertaxi gelangen kannst.
Die meisten natürlichen Schwimmbecken zeigen sich nur bei Ebbe. Aber woher weißt du, wann Ebbe ist? Das kannst du ganz einfach auf der Website seatemperatu.re nachsehen, wo neben der Meerestemperatur für verschiedene Orte auch die Gezeiten angegeben sind.
Die Hauptstraßen auf Fuerteventura sind asphaltiert und werden hervorragend instand gehalten, aber auf der Insel gibt es auch ziemlich viele unbefestigte Straßen, die zu versteckten Stränden führen. Manchmal sieht der Anfang einer solchen Straße prima befahrbar aus. So verlockend es auch sein mag: Wir raten dir davon ab, diese Straßen mit einem Mietwagen zu befahren. Alle Autovermieter auf Fuerteventura verbieten das Befahren von unbefestigten Straßen. Wenn du es trotzdem tust und dein Auto dabei beschädigt wird oder du stecken bleibst, musst du die Kosten für die Reparatur und/oder das Abschleppen komplett selbst tragen. Selbst wenn du eine Versicherung mit umfassendem Versicherungsschutz hast! Nur wenn du einen Geländewagen mit Allradantrieb gemietet hast, ist das Befahren dieser Straßen möglicherweise erlaubt, aber kläre das unbedingt mit dem Vermieter ab und lass es im Vertrag festhalten.
Bei einem Besuch auf den Kanarischen Inseln musst du dich nicht auf eine Insel beschränken. Es ist nicht empfehlenswert, den Mietwagen auf eine Fähre mitzunehmen, denn das ist nicht nur ziemlich teuer, sondern wird von der Autovermietung meist auch nicht erlaubt. Du kannst aber ganz einfach über unsere Website auf verschiedenen Inseln separat ein Auto mieten. Am nächsten zu Fuerteventura liegt die Insel Lanzarote. Die Fähre fährt von Corralejo aus in einer halben Stunde nach Playa Blanca. Miete dir ein Auto, um die einzigartigen Sehenswürdigkeiten von Lanzarote zu entdecken. Der Hafen von Morro Jable ist der Ausgangspunkt für Fähren nach Gran Canaria und Teneriffa. Vor allem der nördliche Teil dieser beiden Inseln ist viel grüner als Fuerteventura. Lies mehr darüber in unseren Blogs „Gran Canaria mit dem Mietwagen erkunden “ und „12 Stopps auf Teneriffa, die du nicht verpassen solltest“. Mach eine Inselhopping-Tour und entdecke, wie unterschiedlich die Kanarischen Inseln sind!
Welche Versicherung sollte ich wählen und was hat es mit der Kaution auf sich? Lesen Sie unsere Artikel mit nützlichen Informationen und Tipps, um sicherzustellen, dass Sie sich für den richtigen Mietwagen entscheiden.