Calgary ist die größte Stadt der kanadischen Provinz Alberta und ein Tor zu den Rocky Mountains. Diese Berge sind für die meisten Besucher der Hauptgrund, zum Flughafen Calgary zu fliegen: im Winter wegen der tollen Skigebiete und im Sommer wegen der fantastischen Roadtrips, die man dort unternehmen kann, zum Beispiel auf dem Icefields Parkway. Das ist die bekannteste Route, und wir kommen nicht umhin, sie zu beschreiben, aber es gibt noch mehr schöne Straßen und andere Sehenswürdigkeiten, die du besuchen kannst, wenn du in Calgary ein Auto mietest. Im Folgenden stellen wir dir die besten Sehenswürdigkeiten im Westen Kanadas vor.
Wir können hier bei weitem nicht alle schönen Routen und Naturparks beschreiben. Wir empfehlen dir, die App von Parks Canada (Android / Apple) herunterzuladen, denn darin findest du unglaublich viele Informationen. Zu verschiedenen Routen gibt es interessante Zwischenstopps, ergänzt durch Anekdoten oder Wissenswertes. Sehr praktisch! Lade dir diese App aber unbedingt herunter, bevor du durch einen Nationalpark fährst oder wanderst, denn in vielen Naturschutzgebieten gibt es keinen Handyempfang.
Calgary ist nicht nur ein Tor zur Region, sondern hat auch selbst einiges zu bieten. Es ist eine sehr moderne Stadt, in der es kaum historische Gebäude gibt, dafür aber einige schöne Beispiele moderner Architektur. Um nur einige zu nennen: die Central Library (schau sie dir auch von innen an), den Büroturm Telus Sky, der abends faszinierend beleuchtet wird, die von Santiago Calatrava entworfene Peace Bridge und das höchste Gebäude der Stadt, The Bow. Bei der Eröffnung im Jahr 1968 war der Calgary Tower das höchste Bauwerk. Die Fassade von Studio Bell ist zwar umstritten, aber im Inneren findest du ein interessantes Museum, das ganz der Musik gewidmet ist. Das National Music Centre bietet ein interaktives Erlebnis rund um Klänge und Musikinstrumente.
Wie das Leben früher einmal war, erlebst du im Heritage Park, wo eine Pionierstadt nachgebaut wurde, du Oldtimer (und Zapfsäulen) bewundern und eine Fahrt mit einem alten Dampfzug oder dem historischen Raddampfer unternehmen kannst.
Bei warmem Wetter ist Tubing oder Rafting auf dem Bow River eine tolle Möglichkeit, einen halben Tag zu verbringen. Fährst du lieber Fahrrad? Es gibt Radwege an beiden Ufern des Flusses, zwischen den Stadtteilen Montgomery und Inglewood.
Das Inglewood Bird Sanctuary ist ein ruhiger Park im Osten der Stadt. Dort leben unzählige Vogelarten, und du kannst verschiedene davon beobachten, wenn du dir die Zeit nimmst, dich in aller Ruhe auf eine der strategisch platzierten Bänke zu setzen. Am schönsten ist es im Herbst, wenn der Park seine bunten Herbstfarben zeigt.
Die Aussicht auf die Innenstadt von Calgary vom Nose Hill aus ist großartig. Parke deinen Mietwagen auf einem der Parkplätze entlang der 14 Street NW oder des John Laurie Blvd NW und geh ein Stück bergauf.
Banff ist ein kleines Bergstädtchen mit netten Cafés und Restaurants, aber in den Sommermonaten ist es dort ziemlich voll. Wenn du mit deinem Mietwagen von Calgary aus dorthin fährst, kommst du zuerst durch Canmore, wo es ruhiger zugeht. Dort beginnt auch der Grassi Lakes Trail, eine Wanderung entlang der Seen westlich des Städtchens. Ebenfalls wunderschön ist der in den Bergen eingebettete Lake Minnewanka, östlich von Banff.
Der Minnewanka Drive ist eine malerische Rundstrecke entlang des Sees. Die Straße beginnt am Ende der Banff Avenue, nachdem diese den Trans-Canada Highway überquert hat. In dieser wunderschönen Landschaft leben viele Wildtiere. Dickhornschafe und Hirsche wirst du dort so gut wie sicher sehen, und wenn du Glück hast, auch Füchse und vielleicht sogar einen Grizzlybären. Wenn du Letzteren siehst, solltest du unbedingt in deinem Mietwagen sitzen bleiben!
Achtung: Von Mitte November bis Mitte April ist der westliche Teil des Minnewanka Loop gesperrt, da er ein wichtiger Wildkorridor ist. Der Lake Minnewanka und die anderen kleinen Seen in der Gegend sind weiterhin erreichbar, indem du nach den Cascade Ponds rechts abbiegst. Allerdings musst du in diesen Monaten denselben Weg zurückfahren.
Von Banff aus fährst du mit einem Mietwagen über den Highway 1 in etwa 45 Minuten nach Lake Louise. Schöner ist aber der Bow Valley Parkway, der parallel dazu verläuft. Unterwegs kannst du an verschiedenen Sehenswürdigkeiten anhalten, dann dauert die Fahrt zwischen Banff und Lake Louise ein paar Stunden. Entlang der Strecke gibt es verschiedene Aussichtspunkte mit Informationstafeln. Der wohl berühmteste Halt an dieser Straße ist der Wanderweg durch den Johnston Canyon. Der Weg ist gut gepflegt und bietet herrliche Ausblicke auf die Felswände der Schlucht, fließendes Wasser und tosende Wasserfälle. Auch im Winter ist es eine tolle Wanderung. Dann ist viel weniger los, und die weiße Schneelandschaft sowie die gefrorenen Wasserfälle machen das zu einem bezaubernden Erlebnis.
Lake Louise ist nach dem gleichnamigen spektakulären Gletschersee westlich der Stadt benannt. Am besten schaust du dir den See früh morgens an, bevor die Horden anderer Touristen eintreffen, oder am frühen Abend, wenn sie schon weg sind. Du kannst auch deinen Mietwagen stehen lassen und einen Platz im Shuttlebus reservieren, der neben Lake Louise auch den noch schöneren Moraine Lake anfährt. Es ist nicht mehr möglich, selbst zu diesem See zu fahren, daher ist das eigentlich die beste Option.
Lake Louise ist der Ausgangspunkt für den legendären Roadtrip über den unvergleichlichen Icefields Parkway zwischen den Nationalparks Banff und Jasper. Die 230 Kilometer kannst du in drei Stunden zurücklegen, aber wenn du die unglaubliche Landschaft wirklich genießen willst, solltest du Zwischenstopps einlegen und Wanderungen unternehmen. Dann brauchst du locker drei Tage für diese Route, die auf jedermanns Bucket-Liste steht. Mal ehrlich: In den Sommermonaten bist du sicher nicht der Einzige, der auf dieser fantastischen Strecke entlang hoch aufragender, schroffer Berge, eisblauer Seen und glitzernder Gletscher fährt. Es ist also viel besser, im Frühling oder Herbst von Lake Louise nach Jasper zu fahren – oder sogar im Winter, auch wenn dann einige Sehenswürdigkeiten entlang des Icefields Parkway nicht zugänglich sind.
Gleich außerhalb von Lake Louise führt die Straße am Hector Lake vorbei, am Fuße der Waputik Range, und etwas weiter hast du einen Blick auf den Crowfoot-Gletscher, der sich übrigens immer weiter zurückzieht, genau wie viele andere Gletscher in den Rocky Mountains.
Der Peyto Lake ist ein absolutes Muss, denn den Anblick des türkisblauen Wassers dieses Sees, umgeben von tiefgrünen Nadelbäumen, wirst du so schnell nicht vergessen. Zumindest, wenn du nicht im Winter dort bist, wenn der See zugefroren ist. Aber auch dann ist die Aussicht unvergesslich. Manchmal kannst du im Winter nicht ganz bis zum Parkplatz am Bow Summit fahren, aber du kannst zur Aussichtsplattform laufen.
Danach führt die Straße hinunter zum Waterfowl Lake, wo du einen atemberaubenden Blick über den See hast, hinter dem sich der beeindruckende Berg White Pyramid (3219 m) erhebt. Du fährst hier durch das Tal des Flusses Mistaya, und von der Straße aus führt ein Wanderweg zu der schmalen Schlucht, die dieser Fluss gegraben hat. Vom Parkplatz „Mistaya Canyon“ sind es nur fünfhundert Meter zu Fuß bis zu einer kleinen Aussichtsbrücke, unter der tosendes, schäumendes Wasser durch die Felsen unter dir fließt.
Fünf Kilometer weiter gibt es eine Brücke über den Howse River und du hast einen tollen Blick auf die Bergkette des Mount Wilson. Hier liegt der Saskatchewan River Crossing, wo drei Flüsse zusammenfließen: der Howse, der Mistaya und der North Saskatchewan River. Von der Straße aus hast du nur mäßigen Blick darauf, wir empfehlen dir, den Mietwagen am Straßenrand zu parken und einem der Wanderwege zu den Flüssen zu folgen. Hier befindet sich auch die einzige Tankstelle entlang des Icefields Parkway, aber dort zahlst du den Höchstpreis!
Die Aussicht vom Cirrus Mountain Viewpoint (siehe das erste Foto oben) zeigt genau, worum es bei dieser Route geht: eine fantastische Straße mitten durch eine atemberaubende Berglandschaft. Gut, dass es so viele Aussichtspunkte gibt, damit auch der Fahrer die Fahrt in vollen Zügen genießen kann. Noch schöner ist es, an so einem Rastplatz den Fahrer zu wechseln. Wusstest du, dass es ganz einfach ist, einen Mietwagen mit einem zusätzlichen Fahrer zu buchen?
Kurz nach diesem wunderschönen Aussichtspunkt führt vom Parkplatz neben der Straße ein steiler Pfad hinauf zum Parker’s Ridge. Wenn du nur Zeit für eine Wanderung hast, dann mach diese. Du steigst 275 Meter bis zum Gipfel eines Felsgrats hinauf, von wo aus du einen unvergesslichen Blick auf den Saskatchewan-Gletscher hast.
Noch mehr Gletscher gibt es im Columbia Icefield Discovery Center zu sehen. Wenn du gegenüber dem Informationszentrum parkst, kannst du die Gletscher aus der Ferne bewundern, aber wenn du mit beiden Beinen auf dem Athabasca-Gletscher stehen willst, musst du einen (ziemlich teuren) Platz in einem der speziellen Schneebusse buchen. Dieser Gletscher ist die Quelle der Sunwapta-Wasserfälle, die aus einer Höhe von 18 Metern in eine Schlucht stürzen. Noch etwas höher und breiter sind die Athabasca Falls, 24 Kilometer weiter entfernt.
Von hier aus kannst du in den Sommermonaten eine alternative Route nach Jasper nehmen, über die 93A, die die Einheimischen „the old highway“ nennen. Dieser letzte Abschnitt der Strecke führt durch ein Gebiet, das 2024 stark unter gewaltigen Waldbränden gelitten hat. In Jasper bringt dich die SkyTram auf den Gipfel des Whistler’s Mountain in fast 2500 Metern Höhe, von wo aus du einen unvergleichlichen Blick auf die umliegenden Gipfel und Täler hast.
Wusstest du, dass es ganz in der Nähe von Calgary noch viele weitere Naturgebiete gibt, die oft übersehen werden? Das Gebiet direkt westlich der Stadt heißt Kananaskis Country genannt, oft auch kurz K-Country. Wenn du auf dem Highway 1 nach Westen fährst, ist die Abzweigung deutlich ausgeschildert. Du folgst dann dem Highway 40 und nach gut sechs Kilometern erreichst du das Besucherzentrum, wo du einen Zugangspass kaufen kannst. Halte das Kennzeichen deines Mietwagens griffbereit. Einfacher ist es, den Kanaskis Conservation Pass im Voraus online zu kaufen. Die Straße verläuft hier direkt an einem wild rauschenden Fluss entlang, auf dem du Kajak fahren und raften kannst. Es gibt einen Wanderweg zu einem Ort namens Widowmaker. Wie er zu seinem Namen kam, überlassen wir deiner Fantasie.
Die Region ist in verschiedene Provinz-Naturparks unterteilt, und mit deinem Besucherpass hast du Zugang zu all diesen Parks. Schon allein die Landschaft rund um den Highway 40 ist atemberaubend, aber du musst natürlich von dieser Hauptstraße abbiegen, um sie wirklich genießen zu können. Das ist typisches Rocky-Mountains-Gelände mit schneebedeckten, steilen Berggipfeln, kalten Flüssen, die durch enge Täler fließen, und strahlend blauen Seen. Der höchste Punkt ist der Mount Galatea (3185 m) und es gibt mehrere andere Gipfel über dreitausend Meter. Entlang eines langgestreckten Stausees führt die fantastische Spray Lakes Road (Highway 742) zurück nach Canmore. Kurz bevor du diese Stadt erreichst, kannst du einem Pfad zum Ha Ling Peak folgen, von wo aus du einen tollen Blick über das Tal des Bow River hast.
In Kananaskis gibt es unzählige Wanderrouten. Zieh dich in mehreren Schichten an, denn selbst an einem sonnigen Tag kann es auf einem Berggipfel stark wehen und deutlich kälter sein als im Tal. Neben Wandern kannst du in Kanaskis Country im Sommer Mountainbiken, Reiten, Kanu- und Kajakfahren, Rafting, Radfahren und natürlich Wildtiere beobachten. Außerdem gibt es unzählige Orte, an denen du picknicken kannst. Im Winter kannst du dort Langlaufen, Skifahren, Snowboarden, Eisfischen und Touren mit Schneeschuhen oder Schneemobilen unternehmen.
Der Icefields Parkway heißt offiziell Highway 93 North. Es gibt auch einen Highway 93 South, der von Castle Junction nach Radium Hot Springs und in den Kootenay-Nationalpark in der angrenzenden Provinz British Columbia führt. Auch diese Straße verläuft durch spektakuläre Landschaften. Wenn du in Calgary ein Auto gemietet hast, fährst du zunächst über den Vermilion Pass, der die Grenze zwischen den beiden Provinzen bildet und zugleich den Punkt der sogenannten kontinentalen Wasserscheide markiert. Auf der einen Seite fließt das Flusswasser in den Pazifik, auf der anderen Seite (letztendlich) in den Atlantik. Vom Parkplatz aus gibt es einen kurzen Wanderweg durch den Wald mit Informationstafeln über den Brand, der dort 1968 wütete, und darüber, wie sich die Natur danach erholt hat.
Ein Stück weiter gibt es einen Parkplatz am Anfang des Wanderwegs zum Stanley Glacier. Der Weg führt sanft bergauf, und sobald du die Baumgrenze überschritten hast, hast du einen tollen Blick auf die Bergketten und natürlich auf den Gletscher. Keine vier Kilometer weiter gibt es schon wieder einen Grund, dein Mietauto anzuhalten und dir im Marble Canyon die Beine zu vertreten. Hier verläuft ein recht einfacher Weg – allerdings mit Höhenunterschieden – entlang der engen Schlucht des reißend fließenden Kootenay-Flusses, den du mehrmals über kleine Brücken überquerst. Den Fluss wirst du auch vom Auto aus sehen, denn die Straße führt direkt daran vorbei.
Die Numa Falls erreichst du nach einem dreiminütigen Spaziergang vom Parkplatz aus. Von der kleinen Brücke über den Wasserfall aus kannst du verschiedenen längeren Wanderwegen folgen. An einigen Stellen im Park stehen sogenannte „Red Chairs“, die das perfekte Instagram-Motiv abgeben. So auch am Simpson River Trail, wo der Simpson River in den Kootenay mündet. Wenn du deinen Weg fortsetzt, wird es dir schwerfallen, dich nicht von dem fantastischen Ausblick über das Tal und die Bergketten auf der anderen Seite ablenken zu lassen. Keine Sorge, es gibt einen Aussichtspunkt: den Kootenay Valley Viewpoint.
In Radium Hot Springs kannst du nicht nur ein Bad in den heißen Quellen nehmen, sondern auch eine tolle Wanderung durch den Sinclair Canyon unternehmen. Die Schlucht ist zwar nicht lang, aber mit ihren hohen Klippen, dem üppigen Grün und dem plätschernden Flusswasser dennoch beeindruckend. Am besten parkst du deinen Mietwagen auf einem Parkplatz am Ende einer Straße neben dem Canford-Sägewerk.
Etwa hundert Autokilometer südlich von Calgary gibt es ein wirklich schönes Freilichtmuseum, Bar U Ranch, ein absolutes Muss, wenn du mit Kindern unterwegs bist. Diese Ranch zeigt das Leben, wie es vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1950er Jahre war. Verschiedene Gebäude und landwirtschaftliche Geräte sowie Mitarbeiter in Trachten lassen dich das Leben auf der historischen Ranch erleben und verstehen. Du kannst die Ranch nur zwischen Mitte Mai und Mitte September besuchen.
Von der Ranch aus führt der Highway 22 weiter nach Süden durch sanfte Hügel. Am Ende dieser Straße folgst du der Abzweigung zum Frank Slide Interpretation Centre (Highway 3). Auf dem Weg dorthin wirst du staunen über die riesigen Felsbrocken, die links und rechts der Straße liegen. Sie sind stille Zeugen eines gewaltigen Erdrutsches, der 1903 die Hälfte des Ortes Frank wegfegte. Noch immer sieht man ganz deutlich, wo der Bergfelsen abgestürzt ist, besonders von der Aussichtsplattform beim Besucherzentrum aus. Übrigens dreht sich in diesem Zentrum nicht nur alles um diese Katastrophe, sondern es wird auch auf die frühere Besiedlung dieser Gegend und archäologische Fundstätten eingegangen.
Auf dem Rückweg kannst du eine Stunde lang unter Tage in der Bellevue Coal Mine verbringen. Ausgestattet mit einem Bergarbeiterhelm und einer Lampe ist das auch für Kinder ein super spannendes und lehrreiches Erlebnis. Du musst die Führung allerdings im Voraus buchen.
Von Bellevue aus sind es noch hundert Kilometer bis nach Waterton, mitten in einem kanadischen Nationalpark, den du dir eigentlich nicht entgehen lassen solltest: Waterton Lakes. Bevor du mit deinem Mietwagen in den Ort hineinfährst, gibt es einen Parkplatz am Wanderweg zum Bear’s Hump. Es ist ein anspruchsvoller Aufstieg von gut einem Kilometer bis zum Gipfel, aber sobald du die Aussicht siehst, hast du all die Anstrengung vergessen. Von dort blickst du auf zwei der drei Waterton Lakes (Middle und Upper), die umliegenden Berge und das legendäre Prince of Wales Hotel.
Neben Gletscherseen und Wäldern gibt es im Park viele Wasserfälle. Das gilt sogar schon direkt westlich von Waterton: die Cameron Falls. Dort befindet sich auch der Start- bzw. Endpunkt des Carthew-Alderson-Trails. Das ist ein langer, schöner, aber auch ziemlich anstrengender Wanderweg, der durch all die verschiedenen Landschaften in Waterton führt und an vier alpinen Seen vorbeiführt, die von hohen Gipfeln umgeben sind. Viele Leute nutzen den Shuttleservice zwischen dem Waterton-Park und dem Cameron Lake, um von dort aus zu starten, aber du kannst auch mit deinem Mietwagen über den Akamina Parkway dorthin fahren. Die kürzere Wanderung zum Bertha Lake (und vorbei an den Bertha Falls) ist ebenfalls wunderschön.
Waterton Lakes grenzt an den Glacier-Nationalpark in den Vereinigten Staaten, aber Kanada hat selbst auch einen Park mit diesem Namen – nur liegt der ganz woanders.
Vom kanadischen Glacier-Nationalpark ist es von Calgary aus eine ganz schöne Strecke – gut dreihundert Kilometer –, aber wenn du schon in Lake Louise bist, hast du noch nicht einmal die Hälfte hinter dir. Du fährst auf dem Trans-Canada Highway, und entlang dieser Autobahn gibt es zahlreiche Stellen, an denen du den Mietwagen kurz anhalten oder einen kleinen Abstecher zu wunderschönen Naturwundern machen solltest. Lustigerweise fährst du kurz hinter Golden in eine andere Zeitzone hinein. Ein Schild am Straßenrand weist dich darauf hin, deine Uhr um eine Stunde zurückzustellen. Einen halben Kilometer weiter siehst du ein Schild, das die Grenze zum Glacier-Nationalparksmarkiert.
Der Rogers Pass ist historisch interessant, da hier die erste Eisenbahnstrecke durch die Selkirk Mountains verlegt wurde. Allerdings war diese aufgrund der vielen Lawinen schon bald unpassierbar, weshalb später ein Tunnel gebohrt wurde. Im Besucherzentrum kannst du dich über die vielen Wanderrouten informieren. Direkt hinter dem Zentrum beginnt der Balu Pass Trail, aber es gibt noch viele weitere schöne Wanderungen in diesem Nationalpark zu unternehmen. Sei auf anspruchsvolles Gelände und steile Hänge vorbereitet.
Wenn du mal was ganz anderes als die Rocky Mountains sehen willst, fährst du zu den sogenannten Badlands bei Drumheller. Wenn du in Calgary ein Auto gemietet hast, ist das gut anderthalb Stunden Fahrt. Links und rechts der Straße siehst du gestreifte Gesteinsschichten in verschiedenen Rot-, Braun- und Grautönen. In dieser Gegend wurden Überreste verschiedener Dinosaurierarten gefunden, die im Royal Tyrrell Museum ausgestellt sind. In der umliegenden Landschaft geht deine Fantasie mit dir durch: Hier sind also vor Millionen von Jahren diese riesigen Tiere umhergestreift. In dieser besonderen Landschaft siehst du unter anderem sogenannte Hoodoos: Sandsteinsäulen, die durch Erosion entstanden sind.
Im Westen Kanadas führen fantastische Straßen durch die unglaublich beeindruckende Natur. Auf vielen dieser Straßen gilt allerdings eine Geschwindigkeitsbegrenzung, und die hat ihren guten Grund. Es kommt nämlich ziemlich oft vor, dass ein Reh oder ein Elch die Straße überquert, und da willst du rechtzeitig abbremsen können. Nicht nur, um diese Wildtiere zu schützen, sondern auch, um Schäden an deinem Mietwagen zu vermeiden. Fahre langsam, wenn du Tiere am Straßenrand siehst, ohne dabei voll auf die Bremse zu treten – das finden die Fahrer hinter dir nämlich nicht gut.
Eine sehr nützliche Website, die du konsultieren solltest, bevor du mit dem Mietwagen in Alberta losfährst, ist 511. Dort findest du Informationen über den Zustand der Autobahnen, Baustellen, schwere Unfälle und extremes Wetter. Außerdem gibt es Links zu Webcams und du kannst eine Route eingeben, um zu sehen, ob für diese Strecke Warnungen gelten. Die Provinz British Columbia bietet diesen Service über die Website DriveBC an.
Apropos diese Nachbarprovinz: Vom 1. Oktober bis zum 30. April sind auf den meisten Straßen in British Columbia Winterreifen Pflicht, aber sogenannte Ganzjahresreifen (M+S-Symbol) reichen bereits aus. In Alberta gibt es keine Pflicht für spezielle Reifen im Winter, aber du brauchst sie trotzdem, wenn du in den Wintermonaten nach Kootenay oder in den Glacier-Nationalpark fährst, da diese in British Columbia liegen. Autos, die du in Calgary mietest, sind standardmäßig nie mit Winterreifen ausgestattet (möglicherweise aber mit M+S-Reifen). Du kannst Winterreifen separat reservieren, die Kosten zahlst du jedoch vor Ort an den Autovermieter.
Der Classic Loop ist eine Rundreise zwischen dem Banff-Nationalpark und Vancouver an der Westküste Kanadas. Die Gesamtstrecke beträgt mehr als 2.500 Kilometer, und nicht jeder hat die Zeit für einen so langen Roadtrip. Aber warum nicht nur die Hälfte davon machen? Entscheide dich für die nördliche oder südliche Route und gib deinen Mietwagen zum Beispiel am Flughafen von Vancouver zurück. Das nennt man Einwegmiete und lässt sich ganz einfach organisieren. Gib in unserem Suchformular deinen Abhol- und Rückgabeort ein und wir zeigen dir nur Mietwagen an, bei denen diese Kombination möglich ist. Wusstest du, dass die Strecke zwischen Calgary und Vancouver so beliebt ist, dass viele Autovermieter dafür nicht einmal einen Einwegzuschlag berechnen? Such dir noch heute einen Mietwagen in Calgary!
Welche Versicherung sollte ich wählen und was hat es mit der Kaution auf sich? Lesen Sie unsere Artikel mit nützlichen Informationen und Tipps, um sicherzustellen, dass Sie sich für den richtigen Mietwagen entscheiden.