Vancouver ist eine wunderbare Stadt, in der man mindestens ein paar Tage verbringen sollte. Die Waterfront, das Viertel Gastown, der Stanley Park und die Hängebrücken im Capilano Park sind die bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Vancouver, aber es gibt noch viel mehr zu sehen und zu erleben. Die Stadt ist eines der beliebtesten Reiseziele Kanadas, weil Vancouver das Beste aus zwei Welten vereint. Inmitten der pulsierenden Stadt bist du nie weit entfernt von unberührter Natur, rauen Berglandschaften oder einsamen Stränden. Nach ein paar Tagen in der Stadt ist es also Zeit, in deinen Mietwagen zu steigen und dich auf den Weg zu einem beeindruckenden Roadtrip durch British Columbia zu machen.
Viele Rundreisen ab Vancouver führen über den sogenannten „Classic Loop“, der bis zum Nationalpark bei Banff in Alberta und wieder zurück führt. Das ist eine ziemliche Strecke, und obwohl man sie innerhalb von zwei Wochen zurücklegen kann, raten wir dir davon ab, da du dann keine Zeit hast, all die Sehenswürdigkeiten unterwegs zu genießen. Wir beschreiben hier eine kürzere Route, geben dir aber am Ende Vorschläge für längere Roadtrips.
Ganz ehrlich: Der erste Teil der Strecke von Vancouver aus über den Highway 1 (auch Trans-Canada Highway genannt) ist nicht besonders spektakulär, aber je weiter du nach Osten fährst, desto schöner wird es. Zum Beispiel an der Abzweigung zu den Bridal Falls. Du hörst den Wasserfall schon, sobald du auf dem Parkplatz aus deinem Mietwagen steigst. Es sind weniger als fünfzehn Minuten Fußweg über einen gut gepflegten Pfad, und unterwegs siehst du bereits einige kleinere Wasserfälle. Der Hauptwasserfall ist sehr breit und das Wasser stürzt sechzig Meter über glatte Felsvorsprünge hinab. Dadurch erinnert er ein wenig an einen Brautschleier, daher der Name Bridal Veil Falls. Zurück kannst du über einen anderen Weg gehen, den sogenannten Woodland Trail, durch grünen Wald mit einer dicken Schicht aus Moos, Farnen und Sträuchern.
Kurz hinter Hope sind die Othello-Tunnel auf jeden Fall einen Besuch wert. Diese Tunnel durch die Berge wurden 1914 von Hand gegraben, um eine Eisenbahnstrecke zwischen der Region Kootenay und der Küste zu schaffen. Die Tunnel wurden nach schweren Überschwemmungen im Jahr 2021 geschlossen, aber 2024 teilweise und 2025 wieder vollständig geöffnet. Da es sich um eine beliebte Sehenswürdigkeit handelt, solltest du deinen Mietwagen am besten recht früh auf dem Parkplatz abstellen, den du über den Highway 5 (oder von Hope aus über die Othello Road) erreichst. Die Strecke durch die Tunnel ist flach und unterwegs hast du unter anderem einen fantastischen Blick auf die tiefe, steile Schlucht des wilden Coquihalla River. Du kannst über eine andere Route zurück zum Parkplatz fahren, aber dieser Hope Nicola Valley Trail ist deutlich anspruchsvoller als der flache Weg durch die Tunnel!
In der Kleinstadt Hope fährst du mit deinem Mietwagen über eine Stahlbrücke über den Fraser River. Nach vierzig Kilometern in Richtung Norden überquerst du den Fluss erneut und kannst bei der Old Alexandra Bridge, wo ein Picknickplatz eingerichtet ist, eine Mittagspause einlegen. Diese historische Brücke stammt aus den 1920er Jahren und ist von einem kleinen Park mit einer Aussichtsplattform umgeben. Der Fußweg zur Brücke dauert vom Parkplatz aus zehn Minuten. Zurück in deinem Mietwagen wird es weiter vorne am sogenannten „Hell’s Gate“ richtig spektakulär – so genannt, weil sich der Fluss dort zu einem tosenden, strudelnden Wildwasserstrom verengt. Dies ist der tiefste und engste Abschnitt des Fraser River. Es gibt eine Seilbahn (Airtram) hinunter: eine sehr steile Fahrt, die über eine Strecke von 300 Metern gut 150 Meter hinabführt – das entspricht einer Steigung von etwa 50 %! Von der Hängebrücke über den Fluss (mit einem offenen Gitterrost unter den Füßen) kannst du im Oktober beobachten, wie Lachse gegen die Strömung schwimmen. Im Sommer kannst du hier auch raften, aber wenn es dir hier zu wild ist, gibt es weiter flussabwärts auch jede Menge andere Möglichkeiten.
Etwas weiter nördlich liegt Lytton, dort, wo der Thompson River in den Fraser River mündet. Diese Mündung kannst du sehr gut erkennen, da das Wasser des Thompson klar ist, während das Wasser des Fraser durch den Schlamm eine bräunliche Farbe hat. Lytton war eine sehr alte Siedlung, die die Ureinwohner „Camchin“ nannten, was „Treffpunkt“ bedeutet. Im Jahr 2021 wurde das Dorf durch Waldbrände fast vollständig zerstört, doch 2024 wurde mit dem Wiederaufbau begonnen. Außerdem gibt es in der Umgebung wieder Möglichkeiten zum Rafting auf dem Thompson River.
Etwas nördlich von Lytton mündet ein weiterer Fluss in den Fraser, der Stein River. Das gesamte Einzugsgebiet dieses Flusses ist ein Naturschutzpark, der nach den Ureinwohnern benannt ist: Nlaka’pamux Heritage Park. Die Höhenunterschiede sind groß: von 210 Metern über dem Meeresspiegel an der Flussmündung bis zum 2.968 Meter hohen Skihist Mountain. Die meisten Wanderrouten erfordern anspruchsvolle, mehrtägige Touren, zum Beispiel zu einem der vier großen Seen. Vom östlichen Eingang aus gibt es auch einige kürzere Wege zu Picknickplätzen. Du erreichst den Park, indem du den Fraser River nördlich von Lytton mit einer kostenlosen Fähre überquerst und anschließend mit deinem Mietwagen fünf Kilometer nach Norden fährst.
Lytton war einst ein Übernachtungsort für Goldgräber. Du befindest dich hier also im Herzen des Gold Country, das seinen Namen dem Goldrausch verdankt, der hier ausbrach, nachdem Mitte des 19. Jahrhunderts im Fraser River Gold gefunden wurde. Fahre mit deinem Mietwagen am Thompson River entlang in Richtung Nordosten, und du wirst sehen, wie sich die Landschaft verändert. Rund um Cache Creek ist die Landschaft ausgesprochen wüstenartig mit Kakteen, Salbei und rollendem Taumelkraut. Wo du Baumgruppen siehst, gibt es Wasser; in der Umgebung gibt es einige kleine Seen, in denen du herrlich schwimmen kannst.
Sehenswert (und lehrreich) ist die historische Hat Creek Ranch, direkt nördlich von Cache Creek. Die ursprüngliche Sattelstation aus dem 19. Jahrhundert ist gut erhalten, sowohl von außen als auch von innen. Außerdem wird ausführlich auf die Lebensweise der Ureinwohner eingegangen und darauf, wie diese über Jahrtausende hinweg von dem Land lebten, bevor die Siedler ankamen. Du siehst Unterschlupfe, Jagd- und Angelausrüstung, wie Lebensmittel gelagert wurden und sogar ein Haus der Ureinwohner, ein rundes „Kekuli“. Außerdem gibt es Ausstellungen traditioneller Kunst und du kannst Fahrten mit der Postkutsche unternehmen. Du kannst dort auch übernachten.
Die Hat Creek Ranch liegt an der T-Kreuzung der Highways 97 und 99. Das passt gut, denn die letztere Straße führt zu deinem nächsten Ziel, Lillooet. Es ist eine wunderschöne Strecke durch den Marble Canyon und direkt an zwei Seen vorbei, die passenderweise Turquoise Lake und Crown Lake heißen. Kurz vor Lillooet gibt es am Straßenrand einen Aussichtspunkt, von dem aus du unter anderem die alte Brücke über den Fluss sehen kannst. Das ist ein toller Ort für eine Mittagspause. Nimm dazu ein Stück weiter die Abzweigung nach Fraser Cove. In dieser Gegend mit schroffen und felsigen Bergen passt der Slogan von Lillooet, „guaranteed rugged“, also „garantiert rau“, wieder perfekt. Es ist eine der ältesten Kleinstädte in British Columbia und das merkt man auch. Überall in Lillooet siehst du Schilder, auf denen historische Routen beschrieben sind, unter dem gemeinsamen Namen „Golden Miles of History“.
Lust auf (wieder) einen schönen Aussichtspunkt? Dann fahr mit deinem Mietwagen zum Seton Lake Lookout, etwa 7 Kilometer westlich von Lillooet, gleich hinter einer scharfen Haarnadelkurve. Vom Parkplatz aus kannst du noch ein Stück weiter nach oben laufen, dafür musst du aber die Straße überqueren. Von dort hast du einen fantastischen Blick auf den See, den Mount McLean und die U-Kurve in der Straße. Am östlichen Ufer des Seton Lake gibt es einen kleinen Strand, an dem du schwimmen, Kajak fahren und picknicken oder einfach nur den See und die umliegenden Berge genießen kannst.
Für ein unvergessliches Erlebnis solltest du den Mietwagen einen Tag lang stehen lassen und eine Fahrt auf der Bahnstrecke entlang des Nordufers des Seton Lake unternehmen. Es fährt zwar kein Zug mehr, aber ein Bus, der für die Fahrt auf den Schienen umgerüstet wurde, auch wenn der Name etwas verwirrend ist: Tsalalh Seaton Train. Du kannst die Strecke an einem Tag hin und zurück fahren.
Wenn du weiter auf dem Highway 99 fährst, wird die Landschaft immer schöner. So liegt schon wenige Kilometer weiter wieder ein wunderschöner See direkt am Straßenrand: der Duffey Lake. Besonders die Spiegelung des schneebedeckten Mount Matier und des Joffre Peak im spiegelglatten Wasser des Sees ist grandios. Diese Berge liegen im Naturschutzgebiet Joffre Lakes. Leider ist dieser Naturpark mit seinen drei Gletscherseen nur sehr eingeschränkt zugänglich. Du kannst zwei Tage im Voraus ab 7 Uhr morgens online eine Tageskarte reservieren, aber viele Leute beklagen, dass diese schon wenige Sekunden nach 7 Uhr ausverkauft sind. Zum Glück gibt es genug andere Möglichkeiten, in der Natur aktiv zu sein, vor allem in der Umgebung von Pemberton. Der Mount Currie Trail ist ein anspruchsvoller Aufstieg, aber du wirst mit Panoramablicken belohnt. Einfacher ist der flache One Mile Lake Trail. Nicht nur Wanderer kommen hier auf ihre Kosten, rund um Pemberton kannst du auch Mountainbike fahren, einen Ausritt machen, Wassersport betreiben oder paragleiten. Die Geschichte der Kleinstadt und der Region wird im Freilichtmuseum von Pemberton lebendig, wo alte Häuser, Geschäfte und deren Einrichtung zu sehen sind.
Pemberton liegt am Ende des legendären Sea-to-Sky-Highways, aber da du mit deinem Mietwagen in Pemberton stehst, ist es in deinem Fall der Sky-to-Sea-Highway. Nicht umsonst zählt diese Straße zu den schönsten Kanadas. Auf dem Rückweg nach Vancouver tauchst du in eine atemberaubende Landschaft ein, in der hinter jeder Kurve ein neuer, unglaublich schöner Ausblick auf dich wartet. Aber das ist nicht das Einzige, was diese Straße so reizvoll macht. Wenn du in einem Rutsch durchfährst, kannst du die Strecke in zwei Stunden zurücklegen, aber mit all den schönen Zwischenstopps unterwegs brauchst du locker zwei Tage oder länger. Entlang der Strecke kannst du kulturelle und historische Sehenswürdigkeiten besuchen, Wander- und Radtouren unternehmen oder anderen Outdoor-Sportarten wie Schwimmen, Tauchen oder Bergsteigen nachgehen. Es ist eine wunderschöne Fahrt und für viele Menschen der Höhepunkt ihrer Reise durch British Columbia. Achte also darauf, dass du genügend Zeit einplanst und halte deine Kamera bereit!
Die beste Zeit für eine Fahrt auf dem Sea-to-Sky Highway ist von Juni bis September. Dann ist der Schnee geschmolzen und die Wander- und Radwege sind begehbar bzw. befahrbar. Denk aber daran, dass es in den beliebtesten Monaten Juli und August auf dieser Straße voll werden kann, vor allem am Wochenende. Lass dich nicht von Leuten unter Druck setzen, die schnell fahren, aber gib ihnen, wo möglich, Platz zum Überholen.
Etwas südlich von Pemberton gibt es eine Abzweigung zum Parkplatz des Nairn Falls Provincial Park. Nach etwa zwanzig Minuten Fußweg entlang eines reißenden Flusses erreichst du einen beeindruckenden Wasserfall, der aus mehreren Abschnitten mit dazwischenliegenden Becken und faszinierenden Felsformationen besteht. In der Nähe von Whistler liegen die Alexander Falls. Du kannst den Wasserfall bequem mit deinem Mietwagen erreichen, denn die Aussichtsplattform befindet sich direkt neben dem Parkplatz. Auch die Brandywine Falls südlich von Whistler sind sehr beeindruckend, aber um diesen Wasserfall zu sehen, musst du ein kurzes Stück laufen. Östlich dieses Wasserfalls kannst du dich von der Bungee-Brücke über den Cheakamus River fünfzig Meter in die Tiefe stürzen lassen.
Whistler ist als Wintersportort bekannt, aber auch im Sommer ist die Gegend ein fantastisches Reiseziel. Wenn du dir Fahrräder ausleihst, kannst du auf dem Valley Trail eine schöne Tour entlang aller fünf Seen in der Nähe der Stadt machen: Lost Lake, Green Lake, Alta Lake, Alpha Lake und Nita Lake. Der Rainbow Park ist ein toller Ort zum Schwimmen, während du im Lakeside Park segeln, Kajak fahren und Kitesurfen kannst. Es gibt Seilbahnen zum Whistler Mountain und zum Blackcomb Peak, und zwischen diesen beiden Gipfeln verkehrt zudem eine weitere Seilbahn (Peak 2 Peak), die einen atemberaubenden Blick auf Berggipfel, Seen, Gletscher und Wälder bietet. Vom Whistler Mountain führt eine Fußgängerbrücke, die Cloudraker Skybridge, zum Startpunkt des High Note Trail. Nichts für Leute mit Höhenangst, denn die Brücke wackelt ziemlich stark und durch das Gitter kann man auf den Gletscher und die Klippen darunter hinunterblicken. Das ist nur ein Beispiel, denn es gibt insgesamt über fünfzig Kilometer Wanderwege. Außerdem gibt es in Whistler verschiedene Seilrutschen (Ziplines), darunter eine, die ganze zwei Kilometer lang ist.
Ein Nachteil von Whistler: Die Unterkünfte können dort erschreckend teuer sein. Du kannst mit deinem Mietwagen 45 Minuten Richtung Süden fahren, um Squamish zu deinem Ausgangspunkt zu machen.
Wenn du auf dem Weg nach Squamish bist, vergiss nicht, am Tantalus Lookout einen Zwischenstopp einzulegen. Von dort hast du einen unvergleichlichen Blick auf die schroffe, schneebedeckte Tantalus Range, die bei Bergsteigern in British Columbia besonders beliebt ist. Tipp: Wenn du mit dem Mietwagen diese Strecke in die andere Richtung fährst, gibt es eine kleine Abzweigung zu einem etwas höher gelegenen Aussichtspunkt.
Squamish ist ein Eldorado für Kletterer, nicht nur wegen der Berge im Tantalus-Nationalpark, sondern auch wegen der riesigen Vielfalt an Routen entlang eines der größten freistehenden Granitmonolithen der Welt, dem Stawamus Chief Mountain. Es gibt Routen sowohl für Anfänger als auch für sehr erfahrene Kletterer. Du hast keine Lust, selbst zu klettern, möchtest aber trotzdem einen Aussichtspunkt in der Höhe genießen? Dann nimm die Sea-to-Sky-Gondel. Ein unvergessliches Erlebnis mit Blick auf den Howe Sound, den Chief und die Shannon Falls. Den Wasserfall musst du dir natürlich auch aus der Nähe ansehen. Das ist gar nicht so schwer, denn vom Parkplatz an der Gondelbahn musst du mit deinem Mietwagen nur 400 Meter weiterfahren und ein kleines Stück zum Wasserfall laufen.
Der Garibaldi-Park ist riesig und erstreckt sich östlich des Sea-to-Sky-Highways. Der gleichnamige See (und beliebteste Teil des Parks) liegt etwas nördlich von Squamish. Auch hierfür brauchst du im Sommer (von Mitte Juni bis Anfang September) eine Tageskarte, die du zwei Tage im Voraus reservieren kannst. Auch an den Wochenenden im September und Oktober ist eine Tageskarte erforderlich. Eine solche Karte gilt pro Auto (mit maximal 12 Insassen), also nicht pro Besucher. Wie viele Karten verfügbar sind, hängt von der Anzahl der Parkplätze am Start der Wanderwege Diamond Head Trail und Rubble Creek Trail ab. Letzterer verfügt über den größten Parkplatz mit Platz für 200 Autos. Der Weg führt am Rubble Creek entlang in die malerische Gegend rund um den Garibaldi Lake. Von dort aus hast du einen Blick auf Gletscher und Berggipfel wie den Black Tusk, den Panorama Ridge und „The Table“, der ein bisschen wie eine umgedrehte Teetasse aussieht. Mountainbiken ist nur ab dem Startpunkt des Diamond Head Trail möglich. Im Winter ist der weitläufige Park ein Traumziel für Skifahrer und Langläufer.
Auf der Rückfahrt Richtung Vancouver hast du rechts einen herrlichen Blick auf den Howe Sound und links auf die Berge. In Britannia Beach fällt das Gebäude auf, das direkt am Hang gebaut wurde. Das ist die berühmte „Mill 3“ einer ehemaligen Kupfermine. Stell deinen Mietwagen dort kurz am Straßenrand ab, um im Britannia Mine Museum zu erleben, wie das Leben in einer geschäftigen Bergbaustadt aussah. Dort siehst du, wie das Kupfererz mit riesigen Maschinen abgebaut und verarbeitet wurde. Um das Erlebnis abzurunden, solltest du unbedingt in den kleinen Zug einsteigen, mit dem du unterirdisch durch einen ehemaligen Transporttunnel fährst. Dort ist es allerdings ziemlich kühl (etwa 12 Grad Celsius), also zieh dir einen Pullover oder eine Jacke an. Die Arbeit im Bergwerk wird durch die spektakuläre Multimedia-Show „BOOM!“ richtig zum Leben erweckt.
Etwas weiter entfernt liegt das Dorf Lions Bay an einem steilen Berghang. Auch hier kannst du wieder schöne Wanderungen unternehmen. Anspruchsvolle Routen führen hoch in die Berge zu den Gipfeln von ikonischen Bergspitzen wie den Lions, nach denen das Dorf benannt ist, oder den Tunnel Bluffs, die eine unglaubliche Aussicht bieten. Die ersten zwei Kilometer dieser letzten Route sind ziemlich steil, danach wird das Gelände aber relativ flach. Entlang der Baumstammbrücken über kleine Bäche ist ein Seil gespannt, an dem du dich festhalten kannst.
Nach Lions Bay bist du schon fast wieder zurück in Vancouver. Von Horseshoe Bay nördlich der Stadt fahren Fähren unter anderem nach Bowen Island und in die Stadt Nanaimo auf der viel größeren Vancouver Island.
Viele Leute machen einen Tagesausflug nach Victoria auf Vancouver Island, aber die Stadt ist auch ein schöner Ausgangspunkt für eine längere Rundreise. Die Insel ist nämlich so groß und es gibt so viel zu sehen, zu tun und zu erleben, dass du dort locker zwei Wochen oder länger verbringen kannst. Aber zuerst also Victoria, die Hauptstadt von British Columbia. Du fährst mit deinem Mietwagen von Tsawwassen, südlich von Vancouver, dorthin und nimmst die Fähre nach Swartz Bay, nördlich von Victoria. Die Stadt hat eine Vielzahl historischer Gebäude, darunter die Parlamentsgebäude und das Empress Hotel, farbenfrohe Gärten, darunter die Butchart Gardens, und einen gemütlichen Hafen mit dem Ausgehviertel Fisherman’s Wharf. Die reiche britische Geschichte ist überall spürbar, außer in Chinatown, dem zweitältesten chinesischen Viertel Nordamerikas – gleich nach dem in San Francisco. Das Royal British Columbia Museum ist ein absolutes Muss – es gilt als das beste Museum in ganz Kanada.
Fahre mit deinem Mietwagen von Victoria aus über den Highway 1 zum Malahat Summit Viewpoint, direkt neben der Autobahn. An einem klaren Tag kannst du über das Saanich Inlet bis zu den Bergen in der Ferne blicken. Es ist ein toller Ort, um anzuhalten, die frische Luft einzuatmen und die natürliche Schönheit der Insel zu genießen. Etwas weiter liegt die Abzweigung zum Malahat Skywalk, wo du auf einem Holzsteg spiralförmig nach oben steigst und über eine Rutsche wieder hinunterfährst (du kannst aber auch zu Fuß gehen).
Vancouver Island ist ein fantastisches Reiseziel, um Orcas, Buckelwale und andere Wale zu beobachten, besonders bei Tofino und Ucluelet am Pacific Rim. Diese Westküste von Vancouver Island ist bekannt für ihre raue Schönheit. Die kleinen Städte sind vom Pacific Rim National Park Reserve umgeben, das eine wunderschöne Kulisse für Walbeobachtungstouren bietet. Die besten Chancen, große Meerestiere zu sehen, hast du zwischen Mai und September.
Was man auf Vancouver Island alles unternehmen kann, lässt sich gar nicht alles aufzählen. Es gibt wunderschöne Wander- und Radwege durch dichte Wälder, du kannst dort Kajak fahren, segeln, surfen, paddeln, tauchen, Bären beobachten oder Höhlen und Wasserfälle bewundern. Und vergiss nicht, dass du auch einfach an einem der Sandstrände faulenzen kannst. Einige dieser Strände, vor allem in der nördlichen Hälfte, sind fast menschenleer. Mehr los ist bei den Festivals, die du im Sommer am Parkville Beach besuchen kannst. Haben wir noch etwas vergessen, was man auf Vancouver Island unternehmen kann? Zweifellos. Entdecke die Insel selbst, indem du dir ein Auto mietest und die schönsten Ecken auskundschaftest.
Wusstest du übrigens, dass du auch von den Vereinigten Staaten aus ganz einfach nach Vancouver Island kommen kannst? Von Seattle aus gibt es regelmäßige Fährverbindungen nach Victoria. Die meisten amerikanischen Autovermieter machen keine Probleme, wenn du mit einem Mietwagen die Grenze überquerst, aber zur Sicherheit solltest du das bei der Anmietung des Autos kurz abklären.
Auf den meisten der oben genannten Autobahnen sind Winterreifen vom 1. Oktober bis einschließlich 31. März Pflicht. Für einige andere Strecken gilt die Pflicht bis einschließlich 30. April. Das ist immer deutlich auf Schildern am Straßenrand angegeben. Winterreifen sind bei einer Autovermietung in Vancouver längst nicht immer im Preis inbegriffen, also überprüfe das gründlich, wenn du deinen Mietwagen buchst. Wenn du vorhast, im Winter auf lokalen Straßen zu fahren, können auch Schneeketten nützlich sein.
Wir haben ihn schon ganz am Anfang kurz erwähnt: den „Classic Loop“; auf Google Maps findest du die Route dieser fantastischen Rundreise ab Vancouver. Dafür musst du allerdings genügend Zeit einplanen, denn entlang der Strecke gibt es jede Menge zu sehen und zu erleben. Alternativ kannst du auch nur die Hälfte dieses „Classic Loop“ zurücklegen. Entscheide dich für die nördliche oder die südliche Route und buche einen Einweg-Mietwagen von Vancouver nach Calgary in der Provinz Alberta oder umgekehrt. Das ist ganz einfach zu organisieren. Gib in unserem Suchformular deinen Abhol- und Rückgabeort ein und wir zeigen dir die Mietwagen, bei denen das möglich ist. Und weißt du, was das Ganze noch schöner macht? Die Strecke zwischen Calgary und Vancouver ist so beliebt, dass viele Autovermieter dafür nicht einmal einen Einwegzuschlag berechnen!
Es gibt keine bessere Möglichkeit, die unglaublich schöne Umgebung von Vancouver zu entdecken, als ein Auto zu mieten. Es gibt zwar gute öffentliche Verkehrsmittel in diesem Teil Kanadas, aber um die schönsten Orte zu erreichen, ist ein Mietwagen unverzichtbar. Außerdem kannst du dann ganz selbst bestimmen, wohin du fährst, wann du fährst und wohin es geht. Wir hoffen, dass wir dich davon überzeugen konnten, Vancouver und British Columbia zu erkunden. Warte nicht länger, buche einen Mietwagen in Vancouver und mach dich auf den Weg!
Welche Versicherung sollte ich wählen und was hat es mit der Kaution auf sich? Lesen Sie unsere Artikel mit nützlichen Informationen und Tipps, um sicherzustellen, dass Sie sich für den richtigen Mietwagen entscheiden.