Mallorca ist für viele Leute nicht das erste Reiseziel, das sie für einen Roadtrip mit einem Mietwagen wählen würden. Mallorca ist doch diese Insel aus dem Klischee „Sonne, Meer und Strand“, oder? Und von feiernden Jugendlichen, die bis tief in die Nacht tanzen und saufen, um am nächsten Tag ihren Rausch am Strand auszuschlafen? Stimmt, aber das ist nur ein Teil von Mallorca. Sobald du dich von diesen allseits bekannten, überfüllten Stränden ins Landesinnere begibst, entdeckst du, wie schön die Insel ist. Und auch kleine Strände kannst du genießen, manchmal an Orten, die du nur mit einem Mietwagen erreichen kannst.
Glaub uns: Wenn du Mallorca auf vier Rädern erkundest, siehst du eine ganz andere Insel, als wenn du einfach nur am Strand liegst. Im Folgenden geben wir dir Tipps für die schönsten Orte und Sehenswürdigkeiten auf Mallorca. Du kannst (einen Teil) unserer Vorschläge in eine schöne Rundreise mit dem Mietwagen einbauen, aber du kannst auch Tagesausflüge daraus machen. Wenn du ein Auto gemietet hast, sind die Orte, die wir nennen, von Palma de Mallorca oder Badeorten wie Alcúdia, Cala d’Or und Cala Millor aus leicht zu erreichen. Wir sind uns fast sicher, dass du nach dem Lesen sofort Lust hast, ein Auto zu mieten und loszufahren.
Der erste Halt liegt weniger als eine halbe Stunde Fahrt von Palma entfernt und noch näher am Badeort Paguera. Es ist ein altes Städtchen, das noch immer eine sehr authentische Atmosphäre und Ausstrahlung hat. Verwechsle es übrigens nicht mit Port d’Andratx, dem Hafen. Wie die meisten Städtchen auf Mallorca wurde Andratx selbst weiter im Landesinneren und auch höher gelegen erbaut, um sich vor Piraten zu schützen. Vor allem mittwochs – während des Wochenmarkts – herrscht dort reges Treiben und du kannst günstig lokale Produkte einkaufen: Gemüse, Käse, Mandeln und Obst aus der Umgebung, wie Orangen, Oliven und Trauben. Auf einem Hügel im Norden der Stadt steht die Santa-Maria-Kirche aus dem 18. Jahrhundert. Liebhaber moderner Kunst besuchen das CCA (Centro Cultural Andratx) etwas außerhalb des Städtchens. Es liegt etwas versteckt, und Künstler aus aller Welt können dort einen Monat lang bleiben, um in aller Ruhe zu arbeiten.
Die Umgebung von Andratx ist wunderschön. Du kannst deinen Mietwagen an vielen Stellen parken, um von dort aus zu Fuß weiterzugehen, zum Beispiel kurz vor dem Aussichtspunkt Coll de Sa Gramola oder etwas weiter entfernt am Camí de Ses Fontanelles. Beide liegen an der Ma-10, dem Beginn der Route durch die Berge der Serra de Tramuntana im Nordwesten Mallorcas. In dieser langgestreckten Bergkette findest du noch viele weitere schöne Wanderwege und malerische Städtchen und Dörfer.
Bevor du durch die Berge fährst, lohnt sich ein Besuch im Parc Natural de sa Dragonera ein tolles Erlebnis. Da es sich um eine Insel handelt, kannst du sie nicht mit dem Auto erreichen; parkiere deinen Mietwagen also im Badeort Sant Elm und buche einen Bootsausflug. Auf der Dracheninsel sind vier Wanderwege markiert, die von einer einfachen halbstündigen Tour bis hin zu längeren (und manchmal ziemlich steilen) Wanderungen reichen. Unterwegs begegnest du Mauereidechsen einer Unterart, die nur auf den Balearen vorkommt. Wenn du irgendwo ruhig sitzt, kommen die neugierigsten Exemplare ganz nah heran. Außerdem siehst du dort Eleonora-Falken im Kreis fliegen. Während deines Besuchs kannst du im kristallklaren Wasser am Steg schwimmen und schnorcheln. Von größeren Badeorten wie Paguera und Santa Ponça aus fahren Bootsausflüge entlang der dramatisch steilen Küste Mallorcas und gehen dort vor Anker, um zu schnorcheln, zum Beispiel bei Cala d’Egos.
Es gilt als das schönste Dorf der Insel: Valldemossa. Von Palma aus ist es mit dem Mietwagen in einer halben Stunde zu erreichen. Bevor du dort ankommst, fährst du auf einer Straße entlang weitläufiger Obstgärten mit Oliven- und Mandelbäumen. Besonders im Frühling ist es wunderschön, wenn die Mandelbäume in voller Blüte stehen. In der Ferne siehst du dann schon das Kloster von Valldemossa hoch über dem Städtchen thronen. Dieses Kartäuserkloster stammt aus dem 14. Jahrhundert, und der berühmte polnische Komponist Frédéric Chopin hat dort Mitte des 19. Jahrhunderts den Winter verbracht. Seine Geliebte, die französische Schriftstellerin George Sand, war von dem Aufenthalt nicht besonders begeistert und schrieb ein mürrisches Buch darüber: „Ein Winter auf Mallorca“. Dieses Buch wird übrigens mittlerweile überall in Valldemossa stolz zum Verkauf angeboten.
Valldemossa ist – vor allem in den Sommermonaten – sehr überlaufen. Wenn du den Menschenmassen entfliehen möchtest, kannst du ins Künstlerdörfchen Deià fahren, das etwa zehn Kilometer weiter wunderschön an einem Berghang liegt. Nicht umsonst haben viele Prominente hier einen Zweitwohnsitz. Es gibt kaum Parkmöglichkeiten und Reisebusse dürfen in diesem Dorf nicht anhalten, weshalb es dort viel ruhiger ist als in Valldemossa, aber mindestens genauso schön. Stell deinen Mietwagen ab, bevor du nach Deià hineinfährst, und geh zu Fuß weiter.
Die gesamte bergige Nordostküste Mallorcas ist wunderschön. Die Hauptstraße Ma-10 wird in Richtung Norden immer kurviger. Für echte Liebhaber von Haarnadelkurven gibt es links und rechts der Hauptstraße noch viele weitere Routen, zum Beispiel nach Sa Calobra und in das ebenfalls malerische Städtchen Fornalutx (ganz in der Nähe von Sóller, aber ruhiger). In einem Blog haben wir die 7 Höhepunkte dieser Route beschrieben. Am Ende dieser Route kannst du dich am wunderschönen, breiten Sandstrand von Alcúdia erholen.
Viele Touristen machen einen Ausflug zur Halbinsel Formentor, schießen ein Foto am Mirador de Es Colomer und fahren dann gleich wieder zurück. Damit tust du dieser Gegend wirklich Unrecht. Die raue Halbinsel ist berühmt für ihre steilen Klippen, die Hunderte von Metern aus dem Meer ragen, die herrlichen Ausblicke und die traumhaften Strände. Dennoch kannst du sie nicht immer in vollen Zügen genießen. So ist die Straße ab Platja de Formentor in den Sommermonaten (zwischen Mitte Juni und Mitte September) von 10 Uhr morgens bis 22 Uhr abends für PKWs gesperrt. Dann dürfen nur Reisebusse fahren. Einen ausgiebigen Besuch in Formentor mit dem Mietwagen kannst du also nur außerhalb der Hochsaison planen. In den Sommermonaten kannst du aber sehr früh (bei Sonnenaufgang!) dorthin fahren.
Die Straße zum nördlichsten Punkt Mallorcas – dem Leuchtturm Far de Formentor – ist kurvenreich. Unterwegs gibt es viele Stellen, an denen du den Mietwagen kurz am Straßenrand parken kannst, um die Aussicht zu genießen. Eine der schönsten Aussichten, an der die meisten Leute vorbeifahren, ist beim Aussichtsturm Albercutx. Vom Parkplatz bei Es Colomer führt ein schmaler Weg bergauf. Nicht ganz bis zum Gipfel – das letzte Stück musst du zu Fuß zurücklegen. Der Panoramablick über die felsige Küste und die Bucht von Pollença wird dir für immer in Erinnerung bleiben!
Das sind zwei Nationalparks, die oft verwechselt werden. Beide sind Feuchtgebiete, in denen vor allem Vogelbeobachter auf ihre Kosten kommen. Der Parc Natural de s’Albufera ist der größte und meistbesuchte der beiden. Manchmal zieht er so viele Besucher an, dass man vor lauter Menschenmassen die Vögel gar nicht mehr sehen kann. Es ist nicht verwunderlich, dass so viele Leute dorthin strömen, denn er liegt an der Bucht von Alcúdia, also direkt hinter dem beliebten Strand.
Das kleinere Reserva Natural de s’Albufereta zwischen Alcúdia und Port de Pollença ist viel weniger überlaufen, und du kannst dort dieselben Vögel beobachten, wie Purpurhühner, Braune Weihen, Stelzenläufer, Gelbkehlchen, Schilfsänger und Grünschenkel. Die Vegetation besteht aus Schilf, Binsen und Tamarisken. Hier wirst du die Ruhe genießen, besonders im Frühjahr und Herbst oder im Winter, wenn dieses Sumpfgebiet von Vögeln aus nördlicheren Regionen Europas als Überwinterungsgebiet genutzt wird, darunter Kormorane und Silberreiher.
Hast du keine Lust, mit einem Mietwagen über kurvige und steile Straßen in den Bergen zu fahren? Auch außerhalb der Berge findest du schöne Orte. Felanitx ist ein gemütliches, ländliches Städtchen inmitten von Weinbergen. Es ist ein schönes Ausflugsziel für einen Sonntag, wenn der Wochenmarkt stattfindet. In der Umgebung liegt das Castell de Santueri aus dem 13. Jahrhundert auf einem gut 400 Meter hohen Hügel. Vom Parkplatz aus ist es nur ein kurzes Stück zu Fuß bergauf. Auf einem Hügel in der Nähe – dem Puig de Sant Salvador – steht eine imposante Kirche eines ehemaligen Klosters. Die Straße dorthin hat ziemlich viele Haarnadelkurven, aber wenn dir das zu viel ist, kannst du den Mietwagen auch auf einem Parkplatz abstellen, bevor die Straße richtig kurvig wird. Auch in Felanitx selbst steht eine imposante Kirche aus dem 16. Jahrhundert mit schönen Fresken und Buntglasfenstern.
Inca ist ein Zentrum der Lederverarbeitung und dort findest du hochwertige Schuhe, Lederjacken und Gürtel. Man muss allerdings ein bisschen nach einem guten Lädchen suchen, denn leider wird auch viel gefälschter Ramsch angeboten, unter anderem auf dem wöchentlichen Markt, der donnerstags stattfindet. Wenn du die Kirche in der Stadt besuchen möchtest, ist dies der richtige Tag für einen Ausflug nach Inca, denn die Església de Santa Maria ist nur donnerstags geöffnet. Ein echter Geheimtipp ist die traditionelle Bäckerei Antigua Casa Delante, nicht nur wegen der Leckereien, sondern auch wegen des wunderschönen, klassischen Interieurs. Inca liegt direkt an der Hauptstraße zwischen Palma und Alcúdia und ist daher mit einem Mietwagen gut erreichbar.
Die größte Sehenswürdigkeit von Capdepera im Nordosten Mallorcas ist die hoch auf einem Hügel gelegene Burg. Die Festung wurde im 14. Jahrhundert erbaut und war im 16. Jahrhundert eine kleine Stadt mit 125 Häusern innerhalb der Mauern. Von diesen Gebäuden ist nicht viel übrig geblieben, außer dem Haus des Gouverneurs und einer kleinen Kirche. Die Festungsmauern wurden mit viel Gespür für Geschichte wunderschön restauriert. Du kannst deinen Mietwagen im Städtchen parken und dann den Hügel hinauf zur Burg laufen. Ganz in der Nähe von Capdepera liegt das ziemlich touristische Fischerdorf Cala Ratjada, das von felsigen Landzungen umgeben ist. Fahre mit deinem Mietwagen über die schmale Straße zum Leuchtturm Far de Capdepera, um eine schöne Aussicht zu genießen.
Pollença ist schon seit prähistorischen Zeiten bewohnt. Diese Stadt strotzt nur so vor Geschichte, und nachdem du 365 Stufen erklommen hast, hast du von der kleinen Kapelle Calvari aus einen herrlichen Ausblick. In der Altstadt findet jede Woche der „Mercat del Diumenge“ (Sonntagsmarkt) statt. Denk daran, dass Märkte auf Mallorca nur vormittags stattfinden – mach dich also nicht zu spät auf den Weg. Am Kreisverkehr, wo die wichtigsten Zufahrtsstraßen zusammenlaufen, siehst du ein Brachgelände, auf dem du deinen Mietwagen kostenlos parken kannst.
Die bekanntesten Höhlensysteme Mallorcas liegen an der Ostküste der Insel: Cuevas del Drach und Cuevas del Hams bei Porto Cristo. Von Palma de Mallorca, Alcúdia und El Arenal aus ist es mit dem Mietwagen eine Stunde Fahrt zu diesen Höhlen. Die Drach-Höhlen sind ganze 1.200 Meter lang und die Mineralformationen sowie die Stalaktiten sind wunderschön beleuchtet. Außerdem gibt es dort einen unterirdischen See, auf dem du mit einem kleinen Boot fahren kannst. Bekannt bedeutet aber auch: überlaufen. Durch die vielen Touristen, die in großen Gruppen die Höhlen besuchen, kann das Erlebnis ziemlich enttäuschend sein.
Da ist es doch besser, eine weniger bekannte, aber mindestens genauso schöne Höhle zu besuchen: Cuevas de Campanet, etwa 20 Autominuten mit einem Mietwagen von Alcúdia entfernt. Manche sagen, die hier entstandenen Stalaktiten und Stalagmiten seien sogar noch schöner als in Drach.
Im Nordosten Mallorcas findest du die Cuevas de Artà, gut zehn Kilometer vom gleichnamigen Ort entfernt. Schon allein der Eingang zu diesen Höhlen (eine riesige Treppe direkt am Meer) ist beeindruckend. Die Führung durch diese Höhle dauert etwa 35 bis 40 Minuten und du siehst unter anderem einen 17 Meter hohen Stalagmiten, der daher auch „Reina de las Columnas“ genannt wird.
In diesem Naturpark im Nordosten Mallorcas kannst du locker einen halben (oder sogar ganzen) Tag verbringen. Vom Besucherzentrum aus sind nicht weniger als dreizehn Wanderwege ausgeschildert. Die Ruhe, das Vogelgezwitscher und die Ausblicke unterwegs sind atemberaubend. Du hast fantastische Ausblicke auf die Küste Mallorcas und die Nachbarinsel Menorca. Wenn du zum Strand hinuntergehst, kannst du nach einer langen Wanderung ein herrlich erfrischendes Bad im Meer nehmen. Denk daran, dass es im Park keine Einrichtungen gibt, bring also Proviant und ausreichend Wasser mit. Das Besucherzentrum erreichst du, indem du von Artà aus mit deinem Mietwagen auf der schmalen Ma-3333 nach Norden fährst, in Richtung des Klosters Ermita de Betlem. Dort kannst du kostenlos parken und auch die Karten der Wanderrouten sind kostenlos.
Der höchste Punkt Mallorcas ist der Puig Major (1445 Meter). Bis ganz nach oben kommst du nicht, da es sich um Militärgelände handelt. In den tiefer gelegenen Bereichen gibt es jedoch Wanderwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Im Schatten des Berges liegen die Stauseen Gorg Blau und Cúber. Du darfst dort zwar nicht schwimmen oder andere Wassersportarten ausüben, aber es ist ein idealer Ort für ein Picknick. Du sitzt ganz entspannt am See, umgeben von Bergen, die sich im Wasser spiegeln.
Der Puig de Sant Martí bei Alcúdia besteht aus zwei Gipfeln, die übrigens keine Berge, sondern Hügel sind, von denen der höchste 268 Meter hoch ist. Dennoch ist der Weg zum Gipfel teilweise steil und mit losen Steinen übersät. Geh diesen Weg nur mit guten Wanderschuhen. Zwischen den beiden Gipfeln verläuft ein schmaler Weg, auf dem du auf halber Strecke deinen Mietwagen parken kannst.
Auf dem Gipfel des Puig de Randa (543 Meter) bei Llucmajor liegt das ehemalige Kloster Santuari de Cura, das heute ein Hotel und Restaurant ist. Schon allein die Fahrt über eine schmale, kurvenreiche Straße lohnt sich wegen der Ausblicke, die wirklich spektakulär sind. Auf dem Gipfel hast du einen Panoramablick über die ganze Insel. Ein idealer Ort, um etwas zu trinken! Unterwegs kommst du an zwei weiteren Heiligtümern vorbei: Ermita Sant Honorat und Cova del Beat Ramon Llull.
Mit deinem Mietwagen kannst du auch zum Gipfel des schlanken, 509 Meter hohen Puig de Sant Salvador fahren. Von Felanitx aus führt eine schöne, aber wieder kurvenreiche Straße nach oben. Am großen Parkplatz am Ende steht eine riesige Statue, die „Estatua Cristo Rei“. Das ehemalige Kloster daneben ist heute ein Hotel, und es gibt auch eine Cafeteria.
Achtung: Die Berge und Hügel Mallorcas sind bei Radfahrern äußerst beliebt. Halte ausreichend Abstand und sei auf Rennradfahrer vorbereitet, die mit hoher Geschwindigkeit bergab fahren.
Malerische, versteckte Strandchen gibt es auf Mallorca nicht, denn sobald ein Strand „entdeckt“ ist, zieht er Scharen von Touristen an. Die ruhigsten Buchten sind die schwer erreichbaren – und was brauchst du dafür? Genau, einen Mietwagen. Selbst an diesen eher versteckten Strandchen wirst du so gut wie nie allein sein, es sei denn, du bist ganz früh da. Eine der schönsten kleinen Buchten (Calas) auf Mallorca ist Cala Beltran an der Südküste. Du kannst mit deinem Mietwagen nicht ganz bis dorthin fahren – parke ihn lieber am beliebten Cala Pi, zieh gute Wanderschuhe an und folge dem Wanderweg 7. Schon die Wanderung selbst ist wunderschön, aber die Bucht ist absolut beeindruckend: türkisfarbenes Wasser, umgeben von weißen Felsen und üppigem Grün. Es gibt dort keinen Strand, dafür musst du zurück nach Cala Pi oder mit deinem Mietwagen Richtung Osten fahren. Obwohl Caló del Moro beim Dorf Cala Llombards ziemlich schwer zu erreichen ist (eine schmale und steile Treppe führt zum Strand), ist es dort nur früh morgens ruhig. Es ist eine beeindruckende Bucht, in der du wunderbar entlang der Felsen schnorcheln kannst. Beim Dorf selbst gibt es übrigens einen leicht erreichbaren Strand.
Wenn du mit deinem Mietwagen auf dem Weg zum Cap de Formentor bist, siehst du auf der linken Seite Cala Figuera. Diese Bucht ist wirklich ein verstecktes Juwel, denn die meisten Leute fahren am Zugangsweg einfach vorbei! Fahr am ersten Schild vorbei, das auf den „Camí de Cala Figuera“ hinweist; beim zweiten Schild gibt es einen (kleinen) Parkplatz. Wenn du von diesem Parkplatz zurückläufst, siehst du auch den Wanderweg zu einer weiteren schönen, versteckten Bucht, Cala Murta. Die Ziegen, die dort herumlaufen, haben es übrigens auf dein Lunchpaket abgesehen… Achtung: Wie wir bereits unter „Formentera“ erwähnt haben, ist auf der Halbinsel in der Hochsaison tagsüber der Autoverkehr verboten. Eine Alternative ist der felsige Strand von Cala Bóquer am Anfang der Halbinsel, nördlich von Port de Pollença. Außerdem gibt es auf Mallorca noch eine zweite Cala Figuera – im Südosten –, aber das ist ein (übrigens nettes) Fischerdorf.
Zahlreiche Orte auf Mallorca vermitteln dir viel über die Geschichte der Insel. So gibt es Fundstätten sogenannter Talaiots, megalithischer Bauwerke, die etwa dreitausend Jahre alt sind. Eine der am besten erhaltenen Siedlungen aus der Bronzezeit ist Ses Païsses, etwas außerhalb des Ortes Artà im Nordosten der Insel. Dort siehst du eine fast 400 Meter lange Mauer, hinter der sich die Überreste von Häusern rund um einen zentralen Turm befinden. Capocorp Vell ist eines der größten prähistorischen Dörfer auf Mallorca. Dort bekommst du einen guten Eindruck davon, wie so ein Dorf organisiert war. Dennoch zieht diese Fundstätte nur wenige Besucher an, da sie mitten im Nirgendwo liegt, 5 Kilometer nördlich des berühmten Platja de Cala Pi an der Südküste.
Auch die Römer haben auf Mallorca ihre Spuren hinterlassen. Die schönsten römischen Überreste findest du im Nordwesten. Zwischen Alcúdia und Port d’Alcúdia liegen die Fundamente einer einst großen Siedlung mit einem Forum, einem Amphitheater und Wohnhäusern. Die Römer nannten sie Pollentia und sie war ihre Hauptstadt auf Mallorca. Verwechsle das nicht mit dem modernen Pollença, das etwas weiter westlich liegt. In dieser Stadt siehst du eine schöne römische Brücke über den Torrent de Sant Jordi, ganz in der Nähe der modernen Zufahrtsstraße von der Ma-10.
Wenn du nach deiner Ankunft am Flughafen von Palma direkt weiter in einen der Badeorte gefahren bist, solltest du dir während deines Urlaubs einen Tagesausflug in die Hauptstadt gönnen. Wenn du ein Auto gemietet hast, kannst du es in einem der Parkhäuser rund um die Altstadt abstellen. Fahre mit deinem Mietwagen nicht in die Innenstadt hinein, denn ehe du dich versiehst, fährst du durch eine Zone mit Verkehrsbeschränkungen, und die Bußgelder sind nicht gerade gering.
Palma ist eine lebendige Stadt mit interessanten Sehenswürdigkeiten. Die Mauren haben dem Straßenbild in der Altstadt ihren Stempel aufgedrückt. Diese verwinkelten, charmanten Gassen, in denen es sich herrlich schlendern lässt, liegen direkt hinter dem kulturellen Juwel von Palma de Mallorca: der Kathedrale La Seu, die majestätisch über der Stadt thront. Diese riesige gotische Kirche wurde zwischen dem 13. und 17. Jahrhundert erbaut und verfügt über nicht weniger als 87 farbenprächtige Buntglasfenster. Das alte maurische Badehaus (Banys Àrabs) ist zwar etwas klein, hat aber einen schönen Innenhof, eine Oase der Ruhe. In der großen Markthalle Mercat de l’Olivar werden alle deine Sinne auf die Probe gestellt. Die ausgestellten frischen Waren entfalten eine Symphonie aus Farben und Düften. Der Passeig del Born ist eine breite Einkaufsstraße – eigentlich sind es zwei Straßen mit einem breiten Streifen dazwischen –, wo Straßenkünstler unter den hohen Bäumen auftreten.
Etwas westlich von Palma liegt das Castell de Belver, eine besondere Burg, da sie kreisförmig erbaut wurde. Von dort hast du außerdem einen schönen Blick auf die Hauptstadt Mallorcas und das Mittelmeer. In der Hochsaison empfehlen wir dir, früh hinzufahren, damit du noch einen Platz für deinen Mietwagen auf dem Parkplatz direkt neben der Burg findest.
Die meisten Autovermietungen auf Mallorca erlauben es nicht, den Mietwagen auf die Fähre nach Menorca oder Ibiza mitzunehmen. Mach das auch nicht heimlich, denn du bekommst große Probleme, wenn der Mietwagen auf einer anderen Insel einen Defekt hat oder du in einen Unfall verwickelt wirst. Außerdem ist es ziemlich teuer, ein Auto auf die Fähre mitzunehmen. Oft ist es viel günstiger, den Mietwagen auf Mallorca wieder abzugeben, die Fähre zu nehmen und auf einer anderen Insel erneut ein Auto zu mieten. Wenn du Inselhopping machst und dabei ein Auto mietest, solltest du auf jeden Fall gut planen. Unsere Tipps für Routen und Sehenswürdigkeiten auf den Balearen können dir dabei helfen. Am besten buchst du alle Mietwagen im Voraus online.
In den Sommermonaten ist es auf Mallorca sehr voll – und das nicht nur an den Stränden. Wenn du den Andrang vermeiden willst, solltest du am besten im (frühen) Frühling oder (späten) Herbst nach Mallorca fahren. Übrigens ist die Insel nicht nur wegen des Andrangs vor allem in der Nebensaison ein ideales Reiseziel für eine Rundreise mit dem Mietwagen. In diesen Monaten sind die Temperaturen angenehmer und als zusätzlicher Bonus zahlst du weniger für die Anmietung eines Autos auf Mallorca!
Wir hoffen, dass du nach dem Lesen dieses Artikels davon überzeugt bist, dass du für die besten Erlebnisse auf Mallorca einen Mietwagen brauchst. Ein Mietwagen ist ein Muss, wenn du die große Vielfalt der Insel entdecken und Buchten, Strände, Burgen und Klippen besuchen möchtest. Außerdem hast du dann alle Freiheit, deine Route selbst zu bestimmen und dein Programm gegebenenfalls anzupassen. Du bist nicht auf organisierte Ausflüge angewiesen. Die Straßen auf Mallorca sind hervorragend gepflegt und die Insel ist nicht so groß, sodass du nie besonders lange hinter dem Steuer sitzt. Du musst allerdings mit teilweise sehr schmalen Straßen rechnen, nicht nur in den alten Städtchen, sondern auch in den Bergen. Entscheide dich daher nicht für einen allzu großen Mietwagen.
Welche Versicherung sollte ich wählen und was hat es mit der Kaution auf sich? Lesen Sie unsere Artikel mit nützlichen Informationen und Tipps, um sicherzustellen, dass Sie sich für den richtigen Mietwagen entscheiden.