Willst du Irland wirklich erleben? Dann ist ein Mietwagen die einzige Option. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind unzuverlässig oder fehlen sogar ganz, wenn du die Cliffs of Moher, die Dingle-Halbinsel, den Ring of Kerry oder Connemara besuchen willst. Ist das Linksfahren für dich das erste Mal? Glaub uns, es ist gar nicht so schlimm, und wir erklären dir, wie du dich schnell daran gewöhnst.
In diesem Ratgeber: Der Flughafen Dublin als Ausgangspunkt, der Wild Atlantic Way in 7 Tagen (oder 10 Tagen), wie du Mautstrafen auf der M50 vermeidest und Tipps für deine erste Stunde beim Linksfahren.
Der öffentliche Nahverkehr in Irland ist nicht schlecht, zumindest wenn du zwischen den größeren Städten unterwegs bist. Aber Irland ist gerade wegen der wilden Landschaften außerhalb dieser Städte so reizvoll. Den Wild Atlantic Way, die Dörfer im Landesinneren, die Cliffs of Moher, den Slea Head Drive, den Ring of Kerry und Connemara kannst du in 7 Tagen mit Bus und Bahn unmöglich erkunden. Mit einem Mietwagen ab dem Flughafen Dublin bist du nicht an Fahrpläne gebunden und kannst diese legendären Ziele in 7 bis 10 Tagen ganz einfach miteinander verbinden.
Wenn du in Irland ein Auto mietest, bist du schön flexibel und musst dich nicht nach den Fahrplänen von Zügen, Bussen oder Reiseveranstaltern richten. Willst du zur wunderschönen Dingle-Halbinsel? Dann musst du von Dublin aus zweimal umsteigen und hoffen, dass du keinen Anschluss verpasst. Eine Familie mit Auto kann anhalten, wann immer sie will, auf den Klippen ihr Lunchpaket essen und die Gegend erkunden, ohne an einen straffen Zeitplan gebunden zu sein. Keine organisierte Tour bietet dir diese Möglichkeit.
Wenn du mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Dublin zu den Cliffs of Moher fährst, brauchst du dafür gut 5 Stunden, mit einem Umstieg in Galway, oder sogar 5,5 Stunden, wenn du über Limerick reist. Vergleiche das mal mit deinem eigenen Fahrzeug: Mit einem Mietwagen legst du die Strecke in 3 Stunden zurück! Mit öffentlichen Verkehrsmitteln verlierst du viel mehr Zeit und es wird schwierig, die schönsten Ziele miteinander zu kombinieren.
Für Alleinreisende ist der öffentliche Nahverkehr günstiger als ein Mietwagen, aber ab zwei Personen schlägt die Waage schnell zugunsten eines Mietwagens aus. Sieh dir die Tabelle unten an.
Vergleich zwischen Mietwagen und öffentlichen Verkehrsmitteln für 7 Tage in Irland
| Auto insgesamt ¹ | Auto pro Person | ÖPNV insgesamt ² | ÖPNV pro Person | |
|---|---|---|---|---|
| Kompakter Mietwagen | 280 € | 140 € | -- | -- |
| Dublin → Galway | 36 € | 18 € | 68 € | 34 € |
| Tagesausflug nach Connemara | 30 € | 15 € | 100 € | 50 € |
| Cliffs of Moher / Burren | 20 € | 10 € | 70 € | 35 € |
| Galway → Killarney | 36 € | 18 € | 76 € | 38 € |
| Tagesausflug zum Ring of Kerry | 40 € | 20 € | 100 € | 50 € |
| Tagesausflug zur Dingle-Halbinsel | 30 € | 15 € | 80 € | 40 € |
| Killarney → Dublin | 36 € | 18 € | 54 € | 27 € |
| Nahverkehr | -- | -- | 80 € | 40 € |
| GESAMT – 2 Personen | 508 € | 254 € | 628 € | 314 € |
1) Die Beträge beziehen sich auf Kraftstoff, ggf. Maut und Parkgebühren.
2) Die Beträge beziehen sich auf Transport und/oder Tagesausflüge.
Quellen:
Transport for Ireland
Bus Éireann
Lally Tours
Galway Tour Company
Der Preisunterschied pro Person (60 €) mag zwar nicht spektakulär sein, aber vergiss nicht, dass du mit einem Mietwagen fahren und anhalten kannst, wo immer du willst. So sind beispielsweise der Slea Head Drive auf der Dingle-Halbinsel, der Skellig Ring entlang Portmagee und der Conor Pass schmale, kurvige Straßen, die von keinem Reisebus befahren werden, aber dennoch zu den schönsten Autorouten Europas gehören.
Der einzige Ort, an dem öffentliche Verkehrsmittel gegenüber einem Mietwagen die Nase vorn haben, ist Dublin. Das Zentrum der irischen Hauptstadt ist berüchtigt für seine Staus, und es gibt viele Einbahnstraßen, was es schwierig macht, sich zurechtzufinden. Außerdem gibt es Busspuren, auf denen du nicht fahren darfst, die aber nicht immer gut gekennzeichnet sind. Dazu kommen noch die hohen Parkgebühren – es liegt also auf der Hand: Meide das Zentrum von Dublin mit dem Mietwagen.
Schau dir Mietwagen am Flughafen Dublin an.
Die meisten Leute, die es nicht gewohnt sind, gewöhnen sich innerhalb von 1 bis 2 Stunden an das Linksfahren. Die größte Falle ist nicht das Linksfahren an sich, sondern die Kreisverkehre. Die fährst du genau umgekehrt: im Uhrzeigersinn statt gegen den Uhrzeigersinn. Außerdem musst du beim Rechtsabbiegen aufpassen, da du dazu neigst, die falsche Fahrspur zu wählen. Starte deinen Roadtrip durch Irland mit einer bewussten „Aufwärmstrecke“: von DUB über die M1 nach Drogheda (90 Minuten auf einer langweiligen Autobahn, aber ideal zum Gewöhnen).
Im Mietwagen: Fangschon dortan, wo der Mietwagen geparkt ist. Stell den Sitz, die Spiegel und das Lenkrad so ein, dass du optimale Sicht und Komfort hast. Übe, den Schalthebel, die Blinker und die Scheibenwischer zu bedienen, ohne hinzuschauen.
Links, links, linksPrägedir „links, links, links“ ein und wiederhole das immer wieder für dich selbst. Klebe dir eventuell links vom Lenkrad ein Post-it mit einem großen Pfeil nach links auf das Armaturenbrett. So wirst du immer wieder daran erinnert.
AusparkenWenndu auf einem Parkplatz (zum Beispiel bei einem Supermarkt) gestanden hast und wieder losfährst, neigst du leicht dazu, die falsche Fahrbahnseite zu wählen. Das Post-it mit dem Pfeil ist dann eine tolle Gedächtnisstütze.
Kreisverkehre: Tja, verwirrend, denn bei Kreisverkehren musst du nach rechts schauen, weil die Autos von dort kommen, und nach links einfahren. Fahre langsam in Kreisverkehre hinein, damit du nicht gedankenlos in die falsche Richtung fährst.
Überholen: InLändern mit Linksverkehr überholen schnellere Autos rechts. Auch dafür ist eine erste Fahrt auf der Autobahn perfekt, denn so gewöhnst du dich schnell daran.
Tipps für das Fahren auf der linken Seite
Meide in den ersten Stunden belebte Stadtzentren.
Fahre auf die Autobahn, um dich auf ein paar langweilige Kilometer einzugewöhnen.
Reise mit jemandem zusammen: Dein Mitfahrer ist ein zusätzliches Paar Augen und kann dich auf Trab halten.
Buche einen Mietwagen mit Automatikgetriebe, dann musst du nicht mehr darüber nachdenken, mit der linken Hand zu schalten.
Miete ein Auto mit umfassender Versicherung und Selbstbehalt-Deckung, denn statistisch gesehen haben Fahrer, die zum ersten Mal links fahren, häufiger einen kleinen Kratzer.
Lies ausführliche Tipps in unserem vollständigen Leitfaden: Linksfahren mit dem Mietwagen.
Wenn du einen Roadtrip durch Irland machen möchtest, ist der Flughafen Dublin fast immer die beste Option, um einen Mietwagen abzuholen. Dort gibt es ein großes Angebot und du bist schnell auf dem Weg ins irische Hinterland. Ein Auto bei einer Stadtfiliale in Dublin zu mieten, ist nur dann sinnvoll, wenn du zuerst ein paar Tage in der Hauptstadt verbringen möchtest. Für alle, die vor allem die Halbinseln im Südwesten besuchen wollen, ist der Flughafen Cork eine gute Alternative.
Alle großen Autovermieter haben einen Schalter in der Ankunftshalle des Dubliner Flughafens: Avis, Budget, Carhire, Enterprise, Europcar, Hertz, Sixt und Thrifty. Die Mietwagen stehen 2 Kilometer vom Terminal entfernt, du wirst mit einem Shuttlebus dorthin gebracht. Der Parkplatz liegt direkt an der M1, die an die M50 anschließt und die du in 4 Minuten erreichst. Am Flughafen Dublin ist an den Mietwagen-Schaltern zwischen 8:00 und 10:00 Uhr oft viel los. Kommst du um diese Zeit an? Hol dir erst mal eine Tasse Kaffee und warte bis 11:00 Uhr. Das spart dir schnell 20 bis 40 Minuten Wartezeit.
Verschiedene Autovermieter haben eine Filiale im Zentrum der irischen Hauptstadt. Diese Option ist nur praktisch, wenn du zunächst ein paar Tage in Dublin verbringst (wofür du keinen Mietwagen brauchst). Wenn du zum ersten Mal auf der linken Seite fährst, kann der dichte Stadtverkehr eine echte Herausforderung sein. Je nach Standort fährst du vom Büro des Vermieters in 10 bis 20 Minuten zur M50. Frag den Vermieter nach der schnellsten Route, um Baustellen und Umleitungen zu vermeiden.
Der Flughafen Cork liegt günstig in Bezug auf die 5 Halbinseln im Südwesten Irlands: Dingle, Iveragh, Beara, Sheep’s Head und Mizen. Wenn das deine Reiseziele sind, ist der Flughafen Cork eine tolle Alternative, um einen Mietwagen abzuholen. Oder nutze diesen Flughafen als Rückgabestandort für eine sogenannte Einwegmiete: Mietwagen in Dublin abholen und in Cork zurückgeben. Der Aufpreis dafür ist sehr überschaubar, bei EasyTerra 70–130 €.
| Standort | Schalter | Anfahrtszeit Autobahn |
|---|---|---|
| Flughafen Dublin (DUB) | Avis, Budget, Carhire, Enterprise, Europcar, Flizzr, Hertz, National, Sixt, Thrifty. | ~4 Min. (M1/M50) |
| Dublin Stadtbüro | Avis, Budget, Carhire, Enterprise, Europcar, Hertz, Payless, Sixt, Thrifty. | 10–20 Min. (M50) |
| Flughafen Cork (ORK) | Alamo, Avis, Budget, Carhire, Enterprise, Europcar, Flizzr, Sixt, Thrifty. | ~8 Min. (N40) |
Die M50 ist die Umgehungsstraße von Dublin, und zwischen den Ausfahrten 6 (M3 Richtung Navan) und 7 (M4 Richtung Galway) wird automatisch eine Maut erhoben. Kameras scannen das Kennzeichen deines Mietwagens, und die Zahlung muss bis 20:00 Uhr am nächsten Tag erfolgt sein. Die Maut beträgt 3,80 € pro Durchfahrt. Wenn du nicht rechtzeitig bezahlst, bekommst du ein Bußgeld. Viele Vermieter kümmern sich für dich um die Mautzahlung, frag aber bei der Abholung des Mietwagens ausdrücklich danach.
Das irische eFlow ist ein System zur vollautomatischen Mauterhebung auf Autobahnen. Auf der M50 ist das die einzige Möglichkeit: Du fährst unter einem Portal hindurch und Kameras erfassen das Kennzeichen deines Mietwagens. Wenn Autos im System registriert sind, erfolgt die Zahlung automatisch. Bei nicht registrierten Fahrzeugen muss die Maut bis 20:00 Uhr am nächsten Tag beglichen werden, sonst droht ein Bußgeld (51 € bis 128 €).
Auch auf anderen irischen Autobahnen (M1, M3, M4, M7/M8) wird Maut erhoben, dort kannst du aber mit Bargeld oder Kreditkarte bezahlen. Von Dublin nach Cork (M7/M8) zahlst du 2,30 € Maut, von Dublin nach Galway 5,80 € (zwei Mautstellen).
Die meisten Autovermieter registrieren ihre Flotte bei eFlow. Die Maut wird dann von deiner Kreditkarte abgebucht, zuzüglich Verwaltungsgebühren (meist 5–15 € pro Durchfahrt). Frag bei der Abholung des Mietwagens ausdrücklich nach, wie die Mautzahlung geregelt ist.
Wenn der Mietwagen nicht registriert ist, kannst du selbst ein temporäres eFlow-Touristenkonto anlegen. Für Touristen ist eine automatische Zahlung nicht möglich, du musst also selbst manuell bezahlen. Achtung: Mach das nur, wenn der Vermieter die elektronische Mautzahlung in keiner Weise regelt, sonst riskierst du doppelte Kosten.
Ja, das geht. Du kannst die M50 umgehen, indem du die Straßen rund um das Zentrum von Dublin nimmst, aber der Verkehr ist dicht und irgendwann musst du den Liffey überqueren. Je nach Verkehrslage dauert die Fahrt 30 bis 60 Minuten länger.
Wenn du in Irland ein Auto mietest, folge unserer Route entlang des Wild Atlantic Way in 7 Tagen. Insgesamt legst du dabei gut 1200 Kilometer zurück, also durchschnittlich 175 Kilometer pro Tag, was auf den irischen Straßen gut machbar ist.
Die M6 ist langweilig, langweilig, langweilig, aber ideal, um sich an den Linksverkehr zu gewöhnen. Außerdem gibt es auf halber Strecke ein kleines Juwel zu sehen.
Route: DUB → Clonmacnoise → Galway
Highlights:
Clonmacnoise: Klosterruine am Shannon mit Überresten von Kirchen, zwei Rundtürmen, keltischen Kreuzen und Hunderten von Grabsteinen.
Derryglad Folk and Heritage Museum: ein Muss für Irland-Fans mit einer riesigen Sammlung historischer Gegenstände.
Tipp: „The Kings Head“ in Galway für exzellentes Essen mit traditioneller Live-Musik.
Ein Tag inmitten der unberührten Natur, keine Autobahn, nur N- und R-Straßen durch die Hügel mit blühenden Fuchsien und vorbei an Heidefeldern, auf denen Schafe weiden.
Route: Galway → Clifden → Kylemore Abbey → Leenaun → Galway.
Highlights:
Sky Road: 16 Kilometer lange Küstenstraße mit spektakulären Ausblicken, vor allem, wenn du dich für die obere Route entscheidest.
Kylemore Abbey: Wenn du dir die Abtei nur von außen ansehen möchtest, kannst du kostenlos auf dem Parkplatz parken.
Fjord Killary Harbour: Schon die Autofahrt dorthin ist malerisch, und am Fjord angekommen, ist die Landschaft atemberaubend.
Tipp: Mittagessen mit Fish & Chips, Austern oder anderen Meeresfrüchten im Mitchell’s Restaurant in Clifden.
Route: Galway → The Burren → Cliffs of Moher → Doolin.
Highlights:
The Burren: Das irische Wort „Boíreann“ bedeutet „ein felsiger Ort“ und beschreibt diese Karstlandschaft perfekt.
Cliffs of Moher: atemberaubende Felsklippen, völlig senkrecht und bis zu 214 Meter hoch. Der Eintrittspreis (8–12 € pro Person online, 15 € pro Person vor Ort) beinhaltet das Parken.
Achtung: An den Cliffs ist von 11:00 bis 15:00 Uhr viel los; komm vor 10:00 Uhr oder nach 16:00 Uhr, um die besten Fotos zu machen und einen freien Parkplatz zu finden.
Tipp: Wenn du einen zusätzlichen Tag Zeit hast, mach doch von Doolin aus einen Tagesausflug zu den Aran-Inseln.
Die Überfahrt über die Shannon-Mündung ist eine erfrischende Abwechslung zur Autofahrt und erspart dir 140 Kilometer Fahrt um den Shannon herum.
Route: Doolin → Tarbert → Fähre nach Killimer → Dingle.
Highlights:
Fähre Killimer–Tarbert: Die Überfahrt dauert 20 Minuten und mit etwas Glück siehst du Delfine (25 € pro Auto, alle 30 Minuten, keine Reservierung)
Conor Pass: Nur für echte Draufgänger, denn das ist eine extrem schmale Straße (R560). Die „normale“ Route nach Dingle ist die N86.
Tipp: Murphy’s Ice Cream hat laut vielen das beste Eis Irlands, unter anderem das legendäre Eis mit Dingle-Meersalz.
Wenn du den Slea Head Drive ohne Zwischenstopps fährst, dauert die Fahrt etwa eine Stunde. Aber natürlich wirst du unterwegs oft anhalten, rechne daher mit mindestens 3,5 Stunden.
Route: Rundfahrt ab Dingle über die R559
Highlights:
Blasket’s Viewpoint: Von hier aus hast du einen Blick auf die Blasket-Inseln vor der Westküste.
Coumeenoole Beach: kleiner Strand mit zerklüfteten Klippen und starken Strömungen, manchmal sind dort Seehunde zu sehen.
Dunquin Pier: Ein berühmter Zickzack-Pfad hinunter zum Pier, wo Fähren zu den Blasket-Inseln anlegen.
Gallarus Oratory: Eine 1200 Jahre alte Kapelle, die in Form eines umgedrehten Bootes erbaut wurde.
Tipp: Mach die Rundfahrt im Uhrzeigersinn (fahr von Dingle aus Richtung Ventry), um die schönsten Aussichten zu genießen.
Ohne Zwischenstopps fährst du den Ring of Kerry in 4 Stunden, aber da es so viel zu sehen gibt, solltest du dir lieber einen ganzen Tag oder sogar zwei Tage dafür Zeit nehmen.
Route: Dingle → Inch Beach → Killorglin → Ring of Kerry → Killarney.
Highlights:
Ladies’ View: Dieser Aussichtspunkt liegt im frei zugänglichen Killarney-Nationalpark, den schon die Hofdamen von Königin Victoria genossen haben – daher der Name.
Moll’s Gap: Diese Gletschertäler bieten eine der spektakulärsten Aussichten entlang des Ring of Kerry.
Gap of Dunloe: Von der Hauptstraße schlängelt sich eine schmale Straße ins Black Valley, und du kommst an fünf wunderschönen Seen vorbei.
Tipp: Am äußersten Westpunkt der Halbinsel gibt es noch eine weitere Rundstrecke, den Skellig Ring, der über kleinere Straßen führt und von Reisebussen nicht befahren wird.
Route: Killarney → Cork → Rock of Cashel → DUB.
Highlights:
Cork: Diese historische Handelsstadt mit mittelalterlicher Architektur ist auch als „die wahre Hauptstadt Irlands“ bekannt.
Rock of Cashel: Ruinen einer Kathedrale und einer Kirche sowie ein Rundturm auf einem ummauerten Felsplateau.
Tipp: Mach einen Abstecher nach Cobh mit seinen bunten Häusern, einer gotischen Kathedrale und dem letzten Anlegeplatz der Titanic.
Wenn du 10 Tage Zeit hast, füge Donegal und eventuell Nordirland zu deinem Roadtrip durch Irland hinzu. Fahre dann von Dublin aus nicht direkt nach Galway, sondern in den äußersten Nordwesten. Die schnellste Route nach Donegal führt über Nordirland. Es gibt keine Grenzkontrolle, aber gib bei deiner Buchung unbedingt an, dass du in Nordirland (also im Vereinigten Königreich) fahren wirst. Manche Vermieter erlauben das standardmäßig, andere berechnen einen Aufpreis für den Grenzübertritt.
Wenn du schon mal in Nordirland bist, kannst du genauso gut ein Stück der dortigen Küste mitnehmen oder nach Derry oder Belfast fahren.
Slieve League Cliffs: 50 Kilometer westlich von Donegal und viel höher (bis zu 600 Meter) als die Cliffs of Moher, dafür ist es dort viel ruhiger. Parken: 10 €.
Achill Island: Von weitläufigen Stränden und Klippen bis hin zu historischen Ruinen – du kannst leicht einen ganzen Tag damit verbringen, diese Insel zu erkunden.
Mullaghmore Head: einer der bekanntesten Orte entlang des Wild Atlantic Way, eine Landzunge mit interessanten Felsformationen und Blick auf Classiebawn Castle.
Causeway Coastal Route: verläuft entlang der Küste von Derry nach Belfast und bietet atemberaubende Ausblicke, Burgruinen und Felsformationen, darunter den berühmten Giant’s Causeway.
Derry: Die einzige Stadt in Irland mit intakten Stadtmauern und eines der schönsten Beispiele dafür in Europa.
Belfast: Die nordirische Hauptstadt sprüht vor Leben und hat eine wunderschöne Altstadt. Im Stadtzentrum gibt es mehrere Parkhäuser, zum Beispiel am Victoria Square (4 £/Stunde).
Irland hat ein übersichtliches Straßennetz. M-Straßen sind Motorways (Autobahnen, 120 km/h). N-Straßen sind National Roads (100 km/h), meist zweispurig, manchmal aber auch einspurig. R-Straßen sind Regional Roads (80 km/h), oft schmal, mit Steinmauern direkt am Straßenrand und ohne Fahrbahnmarkierungen. L-Straßen sind Local Roads (60 km/h) und meist sehr schmal – fahr diese nur, wenn es unbedingt sein muss.
R-Straßen und L-Straßen haben Ausweichstellen, die „Pull-ins“ genannt werden. Bei Gegenverkehr ist es üblich, dass das Auto, das am nächsten an einem Pull-in ist, ausweicht, um das andere vorbeifahren zu lassen
Auf Landstraßen und vor allem in Connemara und auf der Dingle-Halbinsel wirst du Schafe auf der Straße antreffen. Warte, bis du sicher und ruhig an ihnen vorbeifahren kannst, und hup auf keinen Fall.
Einheimische kennen die Straßen wie ihre Westentasche und fahren oft schneller als du als Tourist. Außerdem sind sie wahrscheinlich nicht im Urlaub, sondern auf dem Weg zur Arbeit oder zu einem Termin. Gib ihnen Platz, sobald es möglich ist.
Verlasse dich nicht auf Navi-Apps, denn die leiten dich manchmal auf eine L-Straße, auf der du lieber nicht fahren möchtest. Dass es sich um eine lokale Straße handelt, wird oft erst an der Abzweigung angezeigt.
Wenn auf dem Ring of Kerry oder im Burren viel los ist, können sich „Autokolonnen“ bilden. Nutze die Ausweichbuchten, um die Autos hinter dir abzuhängen.
Die Anzahl der mautpflichtigen Straßen in Irland ist begrenzt: Neben der M50 musst du auf (Teilen der) M1, M3, M4 und M7/M8 maut zahlen. Die größten Tankstellenketten in Irland heißen Topaz, Applegreen und Circle K. Parken in Dublin ist teuer und kompliziert, außerhalb der irischen Hauptstadt fast überall erschwinglich oder in Naturschutzgebieten sogar kostenlos.
Außerhalb der M50, wo die Maut ausschließlich vollautomatisch erhoben wird (siehe oben), kannst du auf anderen irischen Mautstraßen mit Bargeld oder Kreditkarte bezahlen. Auf den folgenden Autobahnen in Irland musst du Maut zahlen:
M1 Dublin–Drogheda: 2,30 €
M3 Dublin–Kells: 1,80 €
M4 Dublin–Galway: 5,90 € (zwei Mautstellen)
M7 Dublin–Limerick: 2,30 €
M7/M8 Dublin–Cork: 2,30 €
Quelle: Transport Infrastructure Ireland
Die Tankstellen an den Autobahnen sind rund um die Uhr geöffnet, aber denk daran, dass das auf dem irischen Land nicht der Fall ist. Viele lokale Tankstellen schließen bereits um 21:00 Uhr. Alle Tankstellen in Irland sind Selbstbedienungstankstellen, bei denen du an der Kasse bezahlst. Manchmal kannst du auch direkt an der Zapfsäule mit Kreditkarte bezahlen.
Informiere dich online über die aktuellen Kraftstoffpreise in Irland. Bewahre immer den letzten Tankbeleg auf, bevor du den Mietwagen zurückgibst – das beugt möglichen Diskussionen über den Tankinhalt vor.
Das Parken auf der Straße in Dublin kostet 3–5 € pro Stunde. Du bezahlst über einen Parkautomaten oder mit der Payzone-App. Kostenlose Parkplätze sind im Zentrum der irischen Hauptstadt schwer zu finden, außerhalb der Innenstadt gibt es sie jedoch recht häufig. Allerdings ist das kostenlose Parken oft auf 1 oder 2 Stunden begrenzt. Deine Ankunftszeit gibst du mit der sogenannten „Parking-Disc“ an (erhältlich an Kiosken). Für einen Besuch in Dublin parkst du den Mietwagen am besten neben der M50 auf dem P+R-Parkplatz „Red Cow“ (4 € pro Tag) und fährst mit der Luas-Straßenbahn ins Zentrum.
Außerhalb von Dublin findest du auf privat betriebenen Parkplätzen oft eine sogenannte „Honesty Box “. Dort ist angegeben, welchen Betrag der Besitzer für angemessen hält, aber du bist nicht verpflichtet zu zahlen (auch wenn du das natürlich tust). Bei Naturschutzgebieten ist das Parken im Eintrittspreis enthalten (Cliffs of Moher) oder kostenlos (Killarney-Nationalpark).
Für einen Roadtrip entlang des Wild Atlantic Way kannst du aus verschiedenen Mietwagen wählen. Fährst du zu zweit? Dann reicht ein Kleinwagen wie ein VW Polo, Ford Fiesta oder Opel Corsa völlig aus. Zu viert und mit etwas Gepäck solltest du dich lieber für einen kompakten SUV entscheiden, wie zum Beispiel einen VW Golf, Ford Focus Estate oder Opel Astra. Von großen SUVs raten wir ab: Die irischen R-Straßen sind schmal und oft von Steinmauern gesäumt.
Abgesehen vom Linksverkehr unterscheiden sich die Verkehrsregeln in Irland nicht wesentlich von denen auf dem europäischen Festland, aber es gibt ein paar Regeln, die du beachten solltest.
Linksverkehr: Der wichtigste Unterschied ist, dass in Irland der Verkehr links fährt und rechts überholt wird.
Alkoholgrenze: 0,5 Promille für erfahrene Fahrer, für Fahranfänger (weniger als 2 Jahre Fahrpraxis) gilt 0,2 Promille.
Abblendlicht: Pflicht ab einer halben Stunde vor Sonnenuntergang bis eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang sowie tagsüber bei schlechter Sicht.
Kindersitz: Pflicht bis zu einer Körpergröße von 1,50 m.
Vorfahrt: Fahrer auf einer Hauptstraße haben Vorfahrt; an einer Kreuzung gleichrangiger Straßen ohne Verkehrszeichen musst du den von rechts kommenden Fahrern Vorfahrt gewähren. An einer T-Kreuzung haben die Fahrer auf der Durchgangsstraße Vorfahrt.
Geschwindigkeitsbegrenzungen:
Innerhalb von Ortschaften: 50 km/h (manchmal 30 km/h).
Ortsstraßen (L-Straßen): 60 km/h (gekennzeichnet durch ein rundes Schild mit fünf diagonalen schwarzen Linien und der Aufschrift „Go Mall/SLOW“).
Regionalstraßen (R-Straßen): 80 km/h.
Nationalstraßen (N-Straßen): 100 km/h.
Autobahnen (Motorways, M-Straßen): 120 km/h.
Schmale Straßen: Es gibt eine ungeschriebene Regel, dass das Auto mit dem meisten Platz auf der linken Seite zur Seite fährt, um das andere Auto vorbeizulassen. Wenn jemand das für dich tut, winke freundlich zurück und mach es selbst so oft wie möglich.
(Quelle: ANWB)
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Meistens ist es gar nicht so schlimm. Nach ein oder zwei Stunden hast du dich schon daran gewöhnt. Beginne deinen Roadtrip auf den breiten M-Straßen (die sind ruhig und überschaubar), bevor du auf die schmaleren R-Straßen abbiegst. Sei besonders vorsichtig an Kreisverkehren: Die fährst du im Uhrzeigersinn. Gut zu wissen: Ein Auto mit Automatik zu mieten erspart dir eine Menge Nachdenken, vor allem am Anfang.
Auf der M50 wird das Kennzeichen deines Mietwagens zwischen den Ausfahrten 6 und 7 automatisch gescannt, und die Maut muss bis 20:00 Uhr am nächsten Tag bezahlt sein, sonst riskierst du ein Bußgeld von 51 € bis 128 €. Zum Glück kümmern sich die meisten Vermieter um die Zahlung, berechnen dafür aber Verwaltungsgebühren von 5 € bis 15 € pro Durchfahrt. Frag bei der Abholung des Mietwagens nach, wie dein Vermieter das genau handhabt.
Am Flughafen Dublin (DUB) ist es mit Abstand am einfachsten. Die Schalter von Avis, Europcar, Hertz, Sixt, Budget, Enterprise und Thrifty befinden sich in der Ankunftshalle, aber die Mietwagen stehen 2 Kilometer weiter entfernt. Ein kostenloser Shuttle bringt dich dorthin. Von dort aus bist du in vier Minuten auf der M50. Mietstationen in der Stadt sind weniger praktisch, vor allem, wenn du noch nicht an das Linksfahren im dichten Stadtverkehr gewöhnt bist.
Meistens ja. Es gibt keinen richtigen Grenzübergang mehr und viele Vermieter erlauben einen Besuch in Nordirland. Bei manchen Unternehmen ist dies im Preis inbegriffen, bei den meisten Vermietern fallen jedoch zusätzliche Kosten an, durchschnittlich 30 € pro Mietzeitraum. Gib bei der Buchung immer an, dass du nach Nordirland fahren möchtest, und überprüfe deinen Mietvertrag zur Sicherheit auf den Satz „Northern Ireland permitted “.
Für sieben Tage im Juni 2026 zahlst du durchschnittlich 380 € bis 520 € pauschal für einen Kleinwagen wie einen VW Polo, abgeholt am Flughafen Dublin. In diesem Betrag sind die wichtigsten Versicherungen enthalten. Irische Kfz-Versicherungen sind teurer als im restlichen Europa, also entscheide dich für einen Pauschalpreis, um Überraschungen zu vermeiden. Buche mindestens sechs Wochen im Voraus.
Hast du noch nie auf der linken Seite gefahren? Entscheide dich für ein Automatikauto. Dann musst du dich nicht gleichzeitig an das Fahren auf der linken Seite und das Schalten mit der linken Hand gewöhnen – das erspart dir enorm viel Stress. Ein Automatikauto kostet allerdings 20–40 % mehr. Hast du schon Erfahrung mit dem Fahren auf der linken Seite? Dann ist ein Schaltwagen völlig in Ordnung und deutlich günstiger.
Entscheide dich für ein kompaktes Auto: Ein VW Polo, Ford Fiesta oder Opel Corsa ist ideal für Paare. Mit einer Familie solltest du lieber einen geräumigeren Kombi wählen, wie zum Beispiel einen VW Golf Estate oder Ford Focus Estate. Vermeide große SUVs, denn die schmalen Straßen und Steinmauern entlang der Küste verzeihen kaum Fehler.
Im Stadtzentrum zahlst du 3–5 € pro Stunde über einen Parkautomaten oder die Payzone-App. Günstiger ist der P+R-Parkplatz Red Cow, direkt neben der M50. Dort kostet das Parken 4 € pro Tag und mit der Luas-Straßenbahn (Red Line) bist du schnell im Zentrum.
Für Juni oder Juli 2026: Buche mindestens sechs Wochen im Voraus, besser noch drei Monate vorher. Irland hat im Vergleich zu Ländern wie Spanien oder Italien eine kleinere Fahrzeugflotte, die in der Hochsaison schnell ausgebucht ist. Wenn du zu lange wartest, zahlst du im Juli schnell 40–60 % mehr. April und Mai sind günstige Reisemonate mit weniger Andrang und niedrigeren Preisen.
Welche Versicherung sollte ich wählen und was hat es mit der Kaution auf sich? Lesen Sie unsere Artikel mit nützlichen Informationen und Tipps, um sicherzustellen, dass Sie sich für den richtigen Mietwagen entscheiden.