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3. August 2026

12 Tipps für eine Rundreise ab Olbia oder Alghero

Der perfekte Roadtrip mit dem Mietwagen durch Sardinien

Die erste Frage, die du dir stellen solltest, wenn du nach Sardinien in den Urlaub fährst, ist, welchen Teil der Insel du besuchen möchtest. Du wirst sicher gerne alles sehen wollen, aber glaub uns, das ist in einem einzigen Urlaub fast unmöglich. Ja, du kannst in vier Wochen mit einem Mietwagen die ganze Insel durchqueren, aber dann sitzt du mehr hinter dem Steuer, als dass du das herrliche Sardinien genießt. Und das scheint uns nicht der Sinn der Sache zu sein, wenn du dir ein Auto gemietet hast. Entscheide dich also für den Norden oder den Süden der Insel. Wenn du in Olbia oder Alghero ein Auto mietest, hast du diese Entscheidung bereits getroffen: der Norden. Die Hauptstadt Cagliari ist ein hervorragender Ausgangspunkt, um den anderen Teil Sardiniens zu entdecken. Lies dazu unseren Blog über einen Roadtrip ab Cagliari durch den Südwesten Sardiniens und das bergige Herz der Insel.

Der Golfo di Orussei an der Ostküste des abwechslungsreichen Sardiniens
Der Golfo di Orussei an der Ostküste des abwechslungsreichen Sardiniens. (Foto: https://unsplash.com/@sardinien_blog)

Sardinien ist die zweitgrößte Insel im Mittelmeer (nach Sizilien) und hat eine Küstenlänge von sage und schreibe zweitausend Kilometern. Die paradiesischen Strände, wie zum Beispiel an der Costa Smeralda, ziehen die meisten Touristen an und können in der Hochsaison (Juli und August) sehr überfüllt sein. Das ist ja das Schöne daran, auf Sardinien ein Auto zu mieten: Du kannst ins Landesinnere fahren, wo es sofort viel weniger Touristen gibt, und die typisch mediterrane Schönheit und Ruhe genießen. Das facettenreiche Sardinien ist perfekt für einen Roadtrip mit einem Mietwagen: Kurvige, malerische Straßen führen dich vom strahlend blauen Meer ins bergige Hinterland mit authentischen Dörfern und historischen Sehenswürdigkeiten. Die raue Landschaft Sardiniens ist schon für sich eine Attraktion, aber darüber hinaus ist sie übersät mit Tausenden sogenannter Nuraghen, mysteriöser Steinruinen aus der Bronzezeit, die aus Türmen in Form von Bienenstöcken bestehen.

Überall auf Sardinien sieht man Nuraghen: Steintürme, die von den Menschen erbaut wurden, die dort in der Bronzezeit lebten
Überall auf Sardinien sieht man Nuraghen: Steintürme, die von den Menschen erbaut wurden, die dort in der Bronzezeit lebten. (Foto: https://unsplash.com/@sardinien_blog)

Im Folgenden beschreiben wir eine Rundreise zu den Sehenswürdigkeiten – einschließlich der schönsten Strände – im Norden Sardiniens, bei der wir in Olbia starten und unterwegs in Alghero Halt machen. Egal, ob du dir am Flughafen Olbia oder am Flughafen Alghero ein Auto mietest – von beiden Orten aus kannst du der Route folgen, und natürlich kannst du sie in beide Richtungen fahren, ganz wie es dir am besten passt.

Olbia

In unseren Blogs empfehlen wir dir oft, einen oder mehrere Tage in der Ankunftsstadt zu verbringen. Im Fall von Olbia ist es allerdings fraglich, ob du das wirklich willst. Es ist keine unschöne Stadt, gehört aber sicherlich nicht zu den Höhepunkten, die man auf Sardinien sehen kann. Es hängt also ein bisschen davon ab, wie spät du am Flughafen ankommst. Wenn das am späten Nachmittag ist, fährst du vielleicht lieber erst mal zu einem kleinen Hotel in der Stadt, um deinen Urlaub ganz entspannt mit einem Drink auf einer Terrasse in der Altstadt zu beginnen. Wenn du früher ankommst, kannst du Olbia links liegen lassen und direkt nach der Abholung deines Mietwagens am Flughafen deinen Roadtrip starten. Ein schöner Tagesausflug von Olbia aus ist ein Besuch auf der Isola Tavolara, die wie eine Art riesiges Meerestier aus dem saphirblauen Meer emporragt. Im Hafen von Porto San Paolo kannst du die Fähre zur Insel nehmen. Erfahrene Bergsteiger werden den Gipfel auf 567 Metern Höhe erklimmen wollen. Von diesem Punta Cannone aus hast du einen unglaublichen Blick auf das Festland Sardiniens.

Budoni

Es ist sehr verlockend, direkt zur Costa Smeralda (Smaragdküste) nördlich von Olbia zu fahren, aber unser Roadtrip führt uns zunächst nach Süden. Folge vom Flughafen aus den Schildern zur SS125, der Straße entlang der Ostküste Sardiniens. Dieser erste Abschnitt ist noch nicht so spektakulär, aber du fährst direkt an den Stränden vorbei – wenn du also schon jetzt gerne ins Meer springen möchtest, kannst du das gerne tun. Für einen Panoramablick über das Tyrrhenische Meer hältst du den Mietwagen kurz am Capo Coda Cavallo an. Etwas weiter führt die Straße direkt am Stagno di San Teodoro vorbei, einer Lagune, in der du verschiedene Vogelarten beobachten kannst, darunter Flamingos. Der Strand an der Meerseite der Lagune, La Cinta, ist wunderschön, und das hat das ehemalige Fischerdorf San Teodoro in einen beliebten (und in den Sommermonaten gut besuchten) Badeort mit passendem Nachtleben verwandelt. Etwas ruhiger geht es in Budoni zu, das zwanzig Autokilometer weiter südlich liegt. Auch hier gibt es wunderschöne Strände (Cala di Budoni und Baia Sant’Anna) und es ist ein toller Ausgangspunkt für Ausflüge mit deinem Mietwagen in die Umgebung. Zum Beispiel zu den Ruinen der Nuraghe San Pietro, unweit der alten Stadt Posada. Diese Stadt solltest du unbedingt besuchen, denn sie hat ein kleines, aber hübsches historisches Zentrum, das vom Castello della Fava dominiert wird. An der Ostseite des „centro storico“ gibt es einen Parkplatz, auf dem du deinen Mietwagen kostenlos abstellen kannst.

Dorgali / Cala Gonone

Bei Cala Gonono kannst du mit dem Boot Meereshöhlen besuchen, wie zum Beispiel die Grotta del Bue Marino
Bei Cala Gonono kannst du mit dem Boot Meereshöhlen besuchen, wie zum Beispiel die Grotta del Bue Marino. (Foto: https://unsplash.com/@sardinien_blog)

Hinter Orussei führt die SS125 quer durch einen Steinbruch. Kein schöner Anblick, aber halte noch kurz durch – und schon schlängelt sich die „Orientale Sarda“, wie die Straße auch genannt wird, wieder durch eine wunderschöne, grüne Landschaft nach Dorgali. Du kannst entweder diese Kleinstadt oder den Badeort Cala Gonone als Ausgangspunkt wählen. Die Straße zwischen diesen beiden Orten (SP26) ist wegen der fantastischen Aussichten unterwegs ein absolutes Muss. Die Strände in der Nähe des Badeortes selbst sind leicht erreichbar, andere erreichst du aber nur nach einer ordentlichen Wanderung oder mit dem Boot, zum Beispiel Cala Luna und Cala Sisine. Die Wanderwege führen durch die wunderschöne Natur der Küste und am Ende wirst du mit einem traumhaften kleinen Strand belohnt. Außerdem kannst du Bootsausflüge zu beeindruckenden Meereshöhlen unternehmen, wie zum Beispiel zur Grotta dei Cormorani oder zur Grotta del Bue Marino. Das sind organisierte Touren, aber wenn du dir selbst ein Boot mietest, kannst du den Golfo di Orusei auf eigene Faust erkunden.

Das Archäologische Museum in Dorgali ist nicht besonders groß, bietet aber einen guten Überblick über die Fundstätten alter Kulturen in der Umgebung. Außerdem kannst du dort Führer für Ausflüge zu den archäologischen Stätten buchen. So ein Führer ist sehr zu empfehlen, nicht nur, weil du dann viel mehr über die Geschichte erfährst, sondern auch, weil man sich auf den Wanderwegen in den Bergen Sardiniens leicht verirren kann.

Su Gologone ist eine faszinierende Quelle westlich von Dorgali. Sie ist der Endpunkt eines riesigen unterirdischen Wassersystems im Supramonte-Gebirge. Das Wasser kommt aus großer Tiefe, aber niemand weiß genau, wie tief. Ein Taucher hat versucht, den Grund der Quelle zu erreichen, kam aber nicht weiter als bis auf 135 Meter. Vor allem gegen Mittag, wenn die Sonne direkt über der Quelle steht, nimmt das Wasser eine wunderschöne grüne Farbe an. Mit deinem Mietwagen kommst du ganz einfach von Dorgali dorthin: Folge der SP38 und der SP46 in Richtung Oliena und biege an den Schildern nach Su Gologone links ab. Am Ende der Straße gibt es einen großen Parkplatz. Auf dem Rückweg kannst du bei Canales Kayak ein Kanu oder Kajak mieten, um eine schöne Tour über den Stausee Lago del Cedrino zu machen.

Gola di Gorrupu

Die beeindruckende und tiefe Schlucht Gola di Gorrupu
Die beeindruckende und tiefe Schlucht Gola di Gorrupu. (Foto: https://unsplash.com/@sardinien_blog)

Von Dorgali aus ist es eine halbe Stunde Fahrt zum Parkplatz Ghenna Silana, dem Ausgangspunkt für die Wanderung zur spektakulärsten Schlucht Sardiniens. Auf einem etwa 5 Kilometer langen Weg steigst du nicht weniger als 700 Meter hinab – die Gola di Gorrupu ist somit eine der tiefsten Schluchten Europas. Die Schlucht ist mit großen Steinen übersät und es sind drei Routen markiert: eine leichte grüne Route, eine etwas schwierigere gelbe Route und eine wirklich anspruchsvolle rote Route, bei der du fast ausschließlich über Steine klettern musst. Diese Steine können manchmal rutschig sein, also achte darauf, Wanderschuhe mit gutem Profil zu tragen. Der Abstieg in die Schlucht ist nicht allzu schwer, aber du musst ja auch wieder zurück, und das ist ein anstrengender Aufstieg. Wenn dir das zu viel ist, stehen am Grund der Schlucht Jeeps bereit, die dich – natürlich gegen Bezahlung – wieder nach oben bringen.

Orientale Sarda

Die Straße von Dorgali zur Schlucht Gola di Gorrupu ist schon wunderschön, aber fahr auf der Orientale Sarda (SS125) noch ein Stück weiter, denn ab Urzulei wird sie noch kurviger und anspruchsvoller. Bis nach Santa Maria Navarrese wechseln sich Kurven und gerade Strecken immer schneller ab. Herrlich für alle, die gerne ein bisschen am Lenkrad drehen. Bleib aber beim Fahren konzentriert, denn die Felswände, Berghänge, Schluchten und Täler lenken ständig ab. Leider gibt es nur vereinzelt Stellen, an denen du den Mietwagen anhalten kannst, um die herrliche Landschaft besser zu genießen. Im Dorf Baunei kannst du jedoch die Abzweigung in Richtung Cala Goloritzé nehmen, einem wunderschönen weißen Kiesstrand. Das letzte Stück, ab dem Wohnmobilstellplatz Su Porteddu, musst du zu Fuß durch eine Art Schlucht zurücklegen.

Gennargentu und Foresta di Montes

Lass deinen Mietwagen ab und zu mal stehen und mach Spaziergänge durch die raue, stille Landschaft Sardiniens
Lass deinen Mietwagen ab und zu mal stehen und mach Spaziergänge durch die raue, stille Landschaft Sardiniens. (Foto: https://unsplash.com/@sardinien_blog)

Fahre über Tortolì auf wieder kurvigen Straßen zum Parco Nazionale del Gennargentu, eine Bergkette mit den höchsten Gipfeln der Insel, die von jahrhundertealten Bäumen bedeckt ist. Ein wildes und unberührtes Gebiet, in dem sich der Königadler und das Mufflon zu Hause fühlen. Den intensiven Duft der vielen Thymiansträucher riechst du vor allem zu Beginn des Sommers, wenn sie in voller Blüte stehen. Dank der Bäume in der Foresta di Montes wanderst du in diesen Bergen viel im Schatten, was an heißen Sommertagen sehr angenehm ist. Es gibt verschiedene Wanderrouten, auf denen du die schönsten Aussichten und Felsformationen genießen kannst. Zum Beispiel zum Tafelberg Monte Novo San Giovanni. Zum höchsten Punkt Sardiniens, der Punta la Marmora, fährst du über die SP7 zum Passo di Tascusì, wo du links abbiegst. Bei der Berghütte S’Arena (außer Betrieb) kannst du den Mietwagen parken und zum 1.834 Meter hohen Gipfel wandern. Es versteht sich von selbst, dass du hier eine großartige Aussicht hast; unter anderem siehst du den zweithöchsten Gipfel Sardiniens, den Bruncu Spina (1.829 m).

Bosa

Nimm dir reichlich Zeit für die Fahrt durch das Landesinnere Sardiniens nach Bosa. Die Landschaft ist überwältigend und du würdest am liebsten in jedem kleinen Dorf einen Zwischenstopp einlegen. Man braucht leicht einen ganzen Tag, um mit dem Mietwagen nach Bosa zu fahren, und selbst dann hat man das Gefühl, noch lange nicht alles gesehen zu haben. Ein ganz besonderes Dorf ist Orgosolo, wo viele Mauern mit Wandmalereien verziert sind. Diese Tradition begann in den 60er- und 70er-Jahren als Ausdruck des Protests, später kamen jedoch Wandmalereien aus dem Alltag hinzu.

Das alte Dorf Orgosolo ist bekannt für seine farbenfrohen Wandmalereien
Das alte Dorf Orgosolo ist bekannt für seine farbenfrohen Wandmalereien. (Foto: https://unsplash.com/@sardinien_blog)

Das mittelalterliche Bosa am Ufer des Flusses Temo ist einer der farbenprächtigsten Orte Sardiniens. Vor allem von der Ponte Vecchio aus kannst du gut sehen, wie die bunt gestrichenen Häuser des Städtchens an einen Hügel gebaut sind, über dem die Ruinen des Castello Malaspina thronen. Von der Burg selbst ist nicht mehr viel übrig, aber natürlich hast du von dort aus eine schöne Aussicht. Es ist herrlich, durch die engen, stimmungsvollen Gassen der Altstadt zu schlendern. In Bosa gibt es verschiedene Museen, darunter das Museo Casa Deriu, das in einem historischen Haus untergebracht ist und zeigt, wie eine wohlhabende Familie im 19. Jahrhundert lebte. Auf der anderen Seite des Flusses kannst du im Gerbereimuseum „Museo delle Conce“ sehen, wie Leder früher verarbeitet wurde – von der Kuhhaut bis zum Endprodukt. Es befindet sich in einem wunderschön restaurierten Gebäude aus dem Jahr 1700. Natürlich hat die Stadt auch einen Strand, die „Spiaggia di Bosa Marina“. Du kannst Wanderungen in den nahegelegenen Hügeln des Monte Furru unternehmen, wo sich auch eine Nuraghe befindet. Kurz gesagt: Bosa ist ein idealer Zwischenstopp auf dem Weg nach Alghero.

Alghero

Als gäbe es kein Ende an schönen Routen: Auch wenn du mit deinem Mietwagen von Bosa nach Alghero fährst, wirst du unterwegs den Blick auf das Mittelmeer in vollen Zügen genießen. Diese wunderschöne Küstenstraße besteht aus den Provinzstraßen SP49 (in der Provinz Oristano) und SP105 (in Sassari) und verläuft entlang der steilen Klippen der Westküste. Am Ende dieser Strecke wirst du mit der wunderschönen Altstadt von Alghero belohnt. Das „Centro Storico“ ist fast vollständig von Befestigungsanlagen aus dem 16. Jahrhundert umgeben. Zwischen der Piazza Sulis und der Porta a Mare verläuft ein Fußweg über diese sogenannten „Bastioni“, auf dem du ab und zu in einem der vielen Cafés und Restaurants eine Pause einlegen kannst. Von den Bastioni Marco Polo aus siehst du in der Ferne das Capo Caccia.

Bei Alghero führt die Escala de Cabirol hinunter zu den Neptunhöhlen
Bei Alghero führt die Escala de Cabirol hinunter zu den Neptunhöhlen. (Foto: https://unsplash.com/@sardinien_blog)

Du kannst das Kap vom Hafen aus mit einer Fähre erreichen, aber es macht mehr Spaß, mit deinem Mietwagen dorthin zu fahren und vom Parkplatz aus über die „Escala del Cabirol“ gut hundert Meter hinunterzulaufen. Nichts für Leute mit Höhenangst! Das Ziel sind die Tropfsteinhöhlen des Neptun, auch Grotta di Nettuno genannt. An der Westseite der Halbinsel hast du einen wunderschönen Blick auf die kleine Insel Foradada, besonders bei Sonnenuntergang. Das Wasser rund um Capo Caccia ist ein geschütztes Meeresgebiet und einer der wenigen Orte im Mittelmeer, an denen Taucher rote Korallen in geringer Tiefe sehen können. Auf dem Hin- und Rückweg vom Kap kommst du an der Nuraghe di Palmaveravorbei, das nicht nur diese typischen Türme hat, sondern um die herum ein komplettes Dorf aus der Bronzezeit. Sehr interessant, wenn du mehr über die alte Kultur Sardiniens erfahren möchtest.

Spiaggia La Pelosa oder della Pelosetta?

Lust auf einen Tag am Strand? Dann fahr mit deinem Mietwagen von Alghero aus Richtung Norden, wo bei der Ortschaft Stintino vielleicht der schönste Strand Sardiniens liegt: La Pelosa. Er ist so beliebt geworden, dass der Zugang in den Sommermonaten mittlerweile begrenzt ist: Pro Tag dürfen nur 1.500 Menschen den Strand betreten. Zwischen dem 1. Juni und dem 31. Oktober musst du online eine Eintrittskarte dafür kaufen. Es ist auch ein atemberaubend schöner Strand, der ganz sanft ins Meer abfällt. Der sanfte Kontrast zwischen dem strahlend weißen Sand und dem türkisfarbenen Wasser ergibt ein wunderschönes Bild. Keine Lust auf Trubel oder darauf, für den Strandbesuch zu bezahlen? Es gibt eine tolle Alternative in der Nähe: Pelosetta, auch bekannt als „kleine Pelosa“. Er ist zwar viel kleiner, aber weniger überlaufen, und auch dieser kleine Strand hat weißen Sand und blaues Meer.

Castelsardo

Die Burg von Castelsardo thront hoch über der Kleinstadt
Die Burg von Castelsardo thront hoch über dem Städtchen. (Foto: https://unsplash.com/@reiseblogger)

Wenn du nach Castelsardo hineinfährst, ist es nicht schwer zu erkennen, wovon die Stadt ihren Namen hat. Hoch darüber thront das Castel Doria, das im 12. Jahrhundert von der Familie Doria aus Genua erbaut wurde. Die Burg und das Dorf, das um sie herum entstand, wurden damals auch Castelgenovese genannt. Das änderte sich, als die Krone von Aragón aus Spanien im 15. Jahrhundert die Macht übernahm. Der Name wurde zunächst in „Castellaragonese“ geändert, um vierhundert Jahre später seinen heutigen Namen zu erhalten. Die Kirche „Concattedrale di Sant’Antonio Abate“ befindet sich an einem wunderschönen Ort: am nördlichen Rand des mittelalterlichen Zentrums, von wo aus du einen Panoramablick auf den Hafen und das Meer hast. Castelsardo ist ein besonders stimmungsvolles Städtchen mit engen Gassen und kleinen Treppen, in denen du tolle Restaurants findest. Südöstlich von Castelsardo siehst du einen besonderen Findling, dem die Elemente die Form eines Elefanten verliehen haben, auch wenn der Rüssel etwas kurz ist. Du musst nicht weit dafür fahren, denn diese „Roccia dell’Elefante“ liegt direkt an der SS134, kurz nach der Kreuzung mit der SP90.

Porto antico di Isola Rossa

Über die SP90 fährst du mit dem Mietwagen in gut einer halben Stunde nach Isola Rossa. Obwohl es dort einen schönen Strand (La Marinedda) zum Surfen, Kajakfahren oder Schnorcheln gibt, findest du das wahre Juwel dieses Ortes auf der gleichnamigen kleinen Insel vor der Küste. Dort gibt es ein ganz besonderes Unterwassermuseum. Der Taucher Diego Crippa organisiert dort Tauchausflüge zu einem Wrack, das dort in der Römerzeit gesunken ist. Die sechs Anker, die die Besatzung auswarf, um eine Kollision mit der Klippe zu verhindern, liegen noch genau in ihrer ursprünglichen Position. Außerdem siehst du dort Überreste der Ladung, wie zum Beispiel römische Krüge (Amphoren). Wenn du einen Tauchschein hast, solltest du dir dieses archäologische Unterwassermuseum auf keinen Fall entgehen lassen!

Costa Paradiso

Die zerklüftete Felsenküste bei Costa Paradiso auf Sardinien
Die zerklüftete Felsenküste bei Costa Paradiso auf Sardinien. (Foto: https://unsplash.com/@paolobendandi)

Der Name des Ortes Costa Paradiso ist absolut zutreffend: eine lange Reihe atemberaubender Felslandschaften. Die zerklüftete, felsige Küste zeichnet sich durch rosa Granit, dichtes Buschwerk, Buchten und natürliche Schwimmbecken aus. Hier findest du ganz leicht ein Plätzchen zwischen den Felsen, wo du ganz für dich bist, ohne andere Touristen. Allerdings können die Wege zu solchen Plätzen ziemlich abenteuerlich sein – sprich: unbefestigte Sandwege – und du solltest dort mit deinem Mietwagen also sehr vorsichtig fahren. Am besten parkst du das Auto an einem dafür geeigneten Ort und läufst von dort aus weiter zur beeindruckenden Felsenküste. Es gibt auch einige größere Strände in der Umgebung von Costa Paradiso, die sind aber belebter. Der Strand Tinnari besteht aus großen Kieselsteinen und der Abstieg dorthin ist manchmal ziemlich steil. Zieh dir also gute Wanderschuhe an, die dir auch nützlich sind, wenn du vom Strand zu den „piscina naturale“ laufen möchtest: wunderschöne, natürliche Wasserbecken zwischen den Felsen. An der Südwestseite von Costa Paradiso gibt es einen Parkplatz, von dem aus du direkt entlang der rauen Küste zum beliebten Strand Li Cossi laufen kannst. Durch die Nähe zum Parkplatz kann dieser Strand sehr voll sein, aber viel weniger Leute machen den Spaziergang zu den bizarren Felsformationen bei Porto Lèccio.

Archipel von La Maddalena

Vom Hafen von Palau aus kannst du mit deinem Mietwagen die Überfahrt zur Hauptinsel des Maddalena-Archipels machen. Diese Inselgruppe besteht aus sieben größeren Inseln und Dutzenden kleinerer, umgeben vom azurblauen Wasser des Tyrrhenischen Meeres. Nur vier Inseln sind bewohnt, und nur in der Kleinstadt La Maddalena gibt es eine dichte Bebauung. Der gesamte Archipel, einschließlich der umliegenden Gewässer, ist ein Naturschutzgebiet. Wir empfehlen dir wirklich, deinen Mietwagen mit auf die Fähre zu nehmen, denn so kannst du die schönsten Orte erkunden und eine schöne Rundfahrt über die größten Inseln Isola Maddalena und Caprera machen, die durch eine Brücke miteinander verbunden sind. Im Nordosten von Caprera kannst du am Anfang eines Weges parken, der zur 1928 erbauten Batteria di Candeo führt. Die Wachposten und die Geschütze waren perfekt in das Granitgestein getarnt, und von dort hast du natürlich eine perfekte Aussicht.

Batteria di Candeo war ein Verteidigungsposten, der perfekt im Granit getarnt war
Die Batteria di Candeo war ein Verteidigungsposten, der perfekt im Granit getarnt war. (Foto: https://unsplash.com/@zentech_marco)

Auf beiden Inseln kannst du versteckte Buchten erkunden, aber meistens musst du dafür ein Stück laufen. Es gibt eine spezielle App, La Maddalena Arcipelago, mit Infos zu den verschiedenen Stränden und der Begehbarkeit der Wege dorthin. Mit einer kleinen Bootsfahrt kannst du auch die anderen Inseln besuchen. Dank der vielen Buchten gibt es unzählige Anlegestellen. Der Meeresboden bei den Felsen und Höhlen ist ein Paradies für Schnorchler, besonders die flachen Abschnitte Spargiotello, Punta Coticcio und Grottino di San Francesco.

Costa Smeralda

Es ist nicht schwer zu erkennen, wie die Costa Smeralda zu ihrem Namen kam
Es ist nicht schwer zu erkennen, wie die Costa Smeralda zu ihrem Namen kam. (Foto: https://unsplash.com/@ilkamo)

Die Smaragdküste – Costa Smeralda – ist das, wofür Sardinien berühmt ist. Manche glauben, dass sie die gesamte Nordostküste umfasst, aber das stimmt nicht. Die echte Costa Smeralda ist ein etwa zwanzig Kilometer langer Abschnitt zwischen Cala di Volpe und Liscia di Vacca, dessen pulsierendes Herz der mondäne Badeort Porto Cervo ist. Man nennt sie zwar die Smaragdküste, könnte sie aber genauso gut die Goldküste nennen, denn hier haben die Reichen dieser Welt ihre Ferienhäuser und Luxusyachten. Eine Übernachtung in einem der Badeorte an dieser Küste ist eine teure Angelegenheit, aber oft kannst du gute Angebote finden, zum Beispiel in einem Agriturismo im Hinterland. Wenn du an dieser Küste entlangfährst, wirst du wieder froh sein, ein Auto gemietet zu haben. Unterwegs hast du einen herrlichen Blick auf die von Yachten gesäumte Küste, und die besten Strände, wie zum Beispiel Cala Petra Ruja, erreichst du nur, wenn du über ein eigenes Fahrzeug verfügst. Allerdings musst du auch hier noch ein Stück zu Fuß gehen. Denk daran, dass das Parken an den Stränden der Costa Smeralda oft ziemlich teuer ist.

Mit dem Mietwagen auf Sardinien unterwegs

Aufgrund der bergigen Landschaft sind viele Straßen auf Sardinien kurvenreich, auch die Hauptstraßen. In einigen Fällen wurde neben der ursprünglichen Straße eine zweite, geradere Straße angelegt, vor allem im Süden der Insel. Neben der ursprünglichen SS125 verläuft beispielsweise zwischen Cagliari und Tertenia die SS125var, die nicht durch Dörfer führt und dank Tunneln viel weniger kurvenreich ist. Manchmal wird die alte Straße als Ex SS125 bezeichnet. Aber gehört es nicht zum Urlaubsvergnügen dazu, mit deinem Mietwagen gemächlich über herrlich kurvige Straßen durch wunderschöne Natur zu fahren? Die Straßen auf Sardinien sind im Allgemeinen hervorragend gepflegt. Auf den Nebenstraßen läuft allerdings manchmal Vieh auf der Straße herum: Schafe, Ziegen, Kühe und Schweine. Achte darauf, dass in der Nähe von Dörfern oft Geschwindigkeitskameras installiert sind, vor denen die Einheimischen kräftig auf die Bremse treten. Außerdem fehlen in manchen Dörfern Fußwege, fahr dort also vorsichtig. Auf Sardinien kann es stark wehen, sei daher auf heftige Windböen gefasst, besonders wenn du höher in den Bergen fährst.

Einweg-Mietwagen auf Sardinien

Die oben beschriebene Rundreise führt sowohl nach Olbia als auch nach Alghero. Aber was ist, wenn du nur einen Teil der Reise machen kannst, zum Beispiel, weil du nicht so viel Zeit hast? Kein Problem, du kannst ein Auto für eine sogenannte Einwegmiete mieten, bei der du das Auto am Flughafen von Olbia abholst und am Flughafen von Alghero wieder abgibst. Oder natürlich auch umgekehrt. Viele Autovermieter auf Sardinien bieten diese Möglichkeit an, und du kannst ganz einfach danach suchen. Gib in unserem Suchformular verschiedene Abhol- und Rückgabestandorte ein, und wir zeigen dir nur die Mietwagen an, bei denen das möglich ist.

Warum ein Auto in Olbia (oder Alghero) mieten?

Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach: Mit einem Mietwagen holst du das Beste aus einer Rundreise durch Sardinien heraus. Ein Mietwagen ist ideal, wenn du die wunderschöne Natur, die wilden Landschaften und das fantastische lokale Essen in vollen Zügen genießen möchtest – vor allem im Landesinneren, weit weg von den touristischen Gebieten an der Küste. Aber selbst wenn du auf Sardinien einfach nur von Strand zu Strand hüpfen willst, kommst du fast nicht um einen Mietwagen herum, denn die öffentlichen Verkehrsmittel sind sehr begrenzt. Such dir noch heute einen Mietwagen für einen herrlichen, unbeschwerten Urlaub auf Sardinien!

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